Deine Website hat eigentlich alles: Leistungen, Referenzen, ein Kontaktformular. Trotzdem fragt kaum jemand an.
Sehr oft liegt das nicht daran, was auf der Seite steht, sondern in welcher Reihenfolge es kommt. Genau darum geht es in dieser Lektion: um den Website-Aufbau, also die Dramaturgie, die aus einem Besucher eine Anfrage macht.
Kurzantwort
Was ist ein guter Website-Aufbau?
Ein guter Website-Aufbau beantwortet die Fragen des Besuchers in seiner Reihenfolge: Bin ich hier richtig, was bekomme ich, wie läuft das ab, und kann ich denen trauen? Jede Sektion der Seite übernimmt genau eine dieser Fragen, und nach jedem Vertrauensblock steht die Einladung zum nächsten Schritt.
Dazu kommen zwei stille Mitarbeiter: eine Navigation, die das Angebot sichtbar macht, und ein Footer, der Interessierte auffängt, statt die Seite nur abzuschließen.
📌 Für wen ist das relevant: Für Selbstständige und kleine Unternehmen, die ihre Website planen, umbauen oder abnehmen und wollen, dass sie Anfragen bringt.
- Das komplette Sektions-Gerüst lernst du an einem durchlaufenden Beispiel: der Startseite der Schreinerei Brenner
- Navigation und Footer bekommen eigene Prüfregeln, vom Menüpunkt bis zum Pflichtlink
- Am Ende zeichnest du den Bauplan deiner eigenen Startseite, Papier und Stift reichen
Das lernst du in dieser Lektion
Du kannst jede Sektion deiner Seite einer Besucherfrage zuordnen und Sektionen ohne Frage streichen.
Du kannst die Sektionsfolge deiner Startseite planen oder umstellen, vom Versprechen bis zum Abschluss-CTA.
Du kannst Navigation und Footer so aufbauen, dass sie zum Anfrage-Weg beitragen, statt ihn zu verstecken.
Du kannst entscheiden, welche Unterseiten du brauchst, und den Bauplan jeder Seite auf Papier zeichnen.
Inhalt
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Eine Seite ist ein Gespräch
Ein Besucher liest deine Website nicht, er befragt sie. Er kommt mit einem Anliegen, zum Beispiel einem Einbauschrank fürs Schlafzimmer, und mit einer inneren Liste von Fragen. Deine Seite führt mit ihm ein Gespräch, ob du es geplant hast oder nicht.
Diese Fragen kommen in einer erstaunlich stabilen Reihenfolge: Bin ich hier richtig, was genau bekomme ich, wie läuft das ab, kann ich denen trauen, was ist mit meinen Bedenken? Erst wenn all das beantwortet ist, stellt sich die letzte Frage: Was kostet mich der nächste Schritt?
Ein Rahmensatz vorweg, wie schon bei den Design-Prinzipien: Dieses Gesprächsmodell und das Sektions-Gerüst dieser Lektion sind bewährte Handwerkspraxis, keine Naturgesetze. Aber du kannst mit ihnen jede Seite planen und jede Diskussion über den Aufbau führen.
Daraus folgt die wichtigste Regel dieser Lektion: Jede Sektion beantwortet genau eine Besucherfrage. Eine Sektion, der du keine Frage zuordnen kannst, hat auf der Seite keinen Job. Sie kostet Scrollweg, verwässert das Gespräch und schiebt die Antworten nach hinten, auf die der Besucher eigentlich wartet.
Als durchlaufendes Beispiel dient wieder die Schreinerei Brenner, die frei erfundene Handwerksfirma aus der Lektion zu den Design-Prinzipien. Sie baut Möbel nach Maß, und ihre Website soll genau eines: Beratungsanfragen bringen. In dieser Lektion entsteht ihre komplette Startseite, Sektion für Sektion.
Schaubild: der Sektionsstapel als Gespräch. Jede Sektion der Brenner-Startseite beantwortet genau eine Frage des Besuchers.
Der Maßstab für jede einzelne Sektion bleibt dabei immer derselbe: Bringt sie den Besucher der Anfrage näher? Eine Sektion kann das auf zwei Arten tun, indem sie eine Frage beantwortet oder indem sie den nächsten Schritt anbietet. Alles andere ist Dekoration.
💡 Merke
Jede Sektion beantwortet genau eine Besucherfrage. Findest du für eine Sektion keine Frage, hat sie keinen Job. Dann fliegt sie raus oder zieht auf eine Unterseite um, wo sie eine hat.
💡 Praxis-Tipp
Mach heute die Sektions-Inventur: Scroll einmal langsam durch deine Startseite und schreib für jede Sektion eine Zeile auf. Links der Name der Sektion, rechts die Besucherfrage, die sie beantwortet.
Bleibt rechts eine Zeile leer, hast du deinen ersten Befund. Genauso, wenn zwei Sektionen dieselbe Frage beantworten: Dann konkurrieren sie, und eine von beiden muss weichen oder umziehen.
Zur Einordnung noch die Grenzen dieser Lektion. Hier geht es um die Dramaturgie, also welche Sektion in welcher Reihenfolge welchen Job übernimmt. Wie die Sektionen innen gebaut werden, mit Rastern, Containern und Abständen, behandelt die Layout-Lektion dieses Kurses, und welche Inhalte du überhaupt hast, skizzierst du in der Lektion zu Wireframes und Seitenstruktur.
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Die Dramaturgie der Startseite
Aus den Besucherfragen ergibt sich das Grundgerüst der Startseite fast von selbst. Es beginnt mit dem Versprechen, endet mit der Aufforderung, und dazwischen wächst von Sektion zu Sektion das Vertrauen.
| Sektion | Ihr Job | Besucherfrage |
|---|---|---|
| 1. Hero | Versprechen geben, ersten CTA anbieten | “Bin ich hier richtig?” |
| 2. Problem/Bedarf oder Leistungen | Zeigen, was der Besucher bekommt | “Was genau bekomme ich?” |
| 3. Arbeitsproben & Prozess | Zeigen, wie die Zusammenarbeit läuft | “Wie läuft das ab?” |
| 4. Vertrauen | Das Versprechen belegen: Bewertungen, Referenzen, Zahlen | “Kann ich denen trauen?” |
| 5. FAQ | Einwände ausräumen, bevor sie zum Absprung führen | “Was ist mit meinen Bedenken?” |
| 6. Abschluss-CTA | Den nächsten Schritt leicht machen | “Wie geht es jetzt weiter?” |
Zur Hero nur so viel: Sie ist so entscheidend, dass sie in diesem Kurs eine eigene Lektion bekommt. Für den Aufbau reicht ihr Job: Sie sagt in Sekunden, was es hier gibt und für wen, und sie bietet den ersten Weg zur Anfrage an.
Ob an zweiter Stelle das Problem steht oder direkt die Leistungen, entscheidet dein Angebot. Ein erklärungsbedürftiges Angebot braucht erst die Sektion, die den Bedarf greifbar macht, etwa den ewig vollen Kleiderschrank vor dem Einbauschrank. Bei der Schreinerei Brenner ist der Bedarf klar, wer kommt, will Möbel nach Maß, also stehen die Leistungen direkt an zweiter Stelle: Einbauschränke, Küchen, Innenausbau.
Warum das Vertrauen nach den Leistungen kommt
Ein häufiger Reflex ist, die Bewertungen möglichst weit nach oben zu ziehen, schließlich sind sie das stärkste Argument. Aber ein Beweis wirkt erst, wenn klar ist, was er beweist. Fünf Sterne für eine Firma, deren Angebot ich noch nicht kenne, sind Hintergrundrauschen; fünf Sterne für genau den Einbauschrank, den ich gerade will, sind ein Argument.
Deshalb steht der Vertrauensblock nach Leistungen und Arbeitsproben. Der Besucher hat zu diesem Zeitpunkt ein Bild im Kopf und sucht nach der Bestätigung, dass dieses Bild hält. Genau da liefern Bewertungen, Referenzlogos oder eine Zahl wie die Projektanzahl ihre Wirkung.
Warum der CTA mehrfach auftaucht
Die zweite Eigenheit des Gerüsts: Der Weg zur Anfrage taucht nicht einmal auf, sondern mehrfach. Im ersten Sichtfeld für die Entschlossenen, nach dem Vertrauensblock für die gerade Überzeugten, am Seitenende für alle, die bis unten gelesen haben. Wer anfragen will, soll nie suchen oder zurückscrollen müssen.
Das ist keine Aufdringlichkeit, sondern Timing. Ein Besucher entscheidet sich nicht an einer festgelegten Stelle der Seite, sondern irgendwo unterwegs, und genau dort muss die Tür offen stehen.
Schaubild: dieselben Inhalte, zwei Dramaturgien. Links erzählt die Seite von sich selbst, rechts beantwortet sie die Fragen des Besuchers in seiner Reihenfolge.
Sieh dir die linke Fassung genau an, sie ist der Normalfall gewachsener Websites. Nichts an “Unsere Geschichte” ist falsch, es steht nur an der falschen Stelle: Es beantwortet eine Vertrauensfrage, bevor der Besucher überhaupt weiß, was es hier gibt. Rechts wurde kaum etwas gelöscht, sondern umsortiert, und die Geschichte zieht auf die Über-uns-Seite um, wo sie ihren Job hat.
💡 Merke
Erst zeigen, dann beweisen, dann auffordern. Das Vertrauen steht nach den Leistungen, weil ein Beweis nur wirkt, wenn klar ist, was er beweist. Und der CTA wiederholt sich, weil sich der Besucher irgendwo unterwegs entscheidet, nicht an einer festen Stelle.
Damit kannst du die Sektionsfolge deiner eigenen Startseite planen oder umstellen. Die beiden nächsten Sektionen kümmern sich um das, was diesen Stapel einrahmt: die Navigation darüber und den Footer darunter.
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Navigation: der stille Verkäufer
Die Navigation ist das einzige Element, das auf jeder Seite deiner Website dabei ist, ganz oben, immer im Blick. Damit ist sie entweder dein stillster Verkäufer oder dein größtes Leck. Sie entscheidet, ob ein Besucher dein Angebot findet oder sich durch ein Menü rät.
Die erste Regel: wenige Punkte. Jeder zusätzliche Menüpunkt verdünnt die Aufmerksamkeit für die Punkte, die zur Anfrage führen. Alles, was diesen Weg nicht stützt, fliegt raus oder rückt in den Footer.
Die zweite Regel: sprechende Namen statt kreativer Wortspiele. “Leistungen” heißt Leistungen, nicht “Holzwelten”, und “Referenzen” heißt nicht “Galerie der Träume”. Ein Menüname, den ein Fremder erst durch Klicken versteht, zwingt zum Raten, und wer rät, klickt oft gar nicht.
Die dritte Regel: Die Leistungen bleiben sichtbar. Deine wichtigste Leistung gehört als eigener Punkt in die Leiste, nicht in ein Dropdown-Grab mit zwölf Einträgen, das erst beim Überfahren aufklappt. Was der Besucher nicht sieht, existiert für ihn nicht.
Die vierte Regel: Der Anfrage-Punkt steht als Button ganz rechts. Farblich abgesetzt, mit einem handelnden Namen wie “Termin anfragen” statt einem neutralen “Kontakt”. So ist der nächste Schritt in jedem Moment der Seite genau einen Klick entfernt.
Dazu kommen zwei Konventionen aus der Lektion zu den Usability-Grundlagen: Das Logo sitzt links und führt beim Klick zur Startseite, weil der Besucher es so erwartet. Und eine Navigation, die beim Scrollen sichtbar bleibt, hält den Anfrage-Button in Reichweite, mit Augenmaß allerdings: Sie bleibt schmal, damit sie auf dem Handy nicht den halben Bildschirm frisst.
ℹ️ Was nicht in die Hauptnavigation gehört
Impressum, Datenschutzerklärung, AGB und Downloads müssen erreichbar sein, aber sie verkaufen nichts, ihr Platz ist der Footer. Dasselbe gilt für “Aktuelles”, Partnerlogos und Jobangebote, solange sie nicht der Zweck deiner Seite sind. Die Hauptnavigation ist für die Punkte reserviert, die einen Besucher Richtung Anfrage bewegen.
So sieht der Unterschied bei der Schreinerei Brenner aus. Vorher acht Punkte, darunter zwei Wortspiele und das Impressum; nachher fünf sprechende Punkte und ein Button.
Schaubild: die Brenner-Navigation vorher und nachher. Rechts unten sitzt der Anfrage-Button, das Logo links führt zur Startseite.
💡 Praxis-Tipp
Miste heute deine Navigation aus. Öffne deine Website, lies die Menüleiste laut vor und prüf drei Dinge: Versteht ein Fremder jeden Namen ohne zu klicken, ist die wichtigste Leistung ohne Dropdown erreichbar, und steht der Anfrage-Weg als Button rechts?
Alles, was durchfällt, wird umbenannt, in den Footer verschoben oder gestrichen. Diese Aufräumaktion dauert selten länger als eine Stunde und betrifft jede einzelne Seite deiner Website gleichzeitig.
Damit kannst du jede Navigation auf ihre Verkaufsfähigkeit prüfen. Bleibt das andere Ende der Seite, das fast jede Website verschenkt.
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Der Footer: das Sicherheitsnetz
Wer bis ganz unten scrollt, ist eine von zwei Personen. Entweder jemand, der interessiert ist und noch einen letzten Anstoß braucht. Oder jemand, der etwas Bestimmtes sucht: die Telefonnummer, die Öffnungszeiten, das Impressum.
Der Footer muss beide bedienen, und genau das macht ihn zu mehr als einem Abspann. Er ist das Sicherheitsnetz der Seite: Was der Besucher unterwegs verpasst hat, findet er hier gesammelt wieder, ohne zurückscrollen zu müssen.
Vier Bausteine gehören hinein. Erstens der Kontakt mit echten Daten: Adresse, eine Telefonnummer, die auf dem Handy antippbar ist, eine E-Mail-Adresse. Zweitens die Angaben, die Suchende hierher führen, bei einem lokalen Betrieb wie Brenner sind das Öffnungszeiten und Einzugsgebiet.
Drittens die wichtigsten Seiten als Linkliste: Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt. Und viertens die Pflichtlinks, Impressum und Datenschutz, die hier ihr Zuhause haben und keinen Platz in der Hauptnavigation belegen.
Dazu kommt der fünfte Baustein, den die meisten Footer verschenken: der letzte CTA. Ganz oben im Footer steht noch einmal die Einladung zum nächsten Schritt, denn wer hier ankommt, hat die ganze Seite hinter sich und ist so warm, wie ein Besucher nur werden kann.
Schaubild: die Footer-Anatomie der Schreinerei Brenner. CTA-Zeile oben, darunter vier Spalten, die Interessierte und Suchende gleichermaßen bedienen.
💡 Merke
Der Footer ist kein Abspann, sondern ein Auffangbecken. Wer dort ankommt, ist interessiert oder sucht etwas Bestimmtes. Gib beiden, was sie brauchen: einen letzten CTA für die einen, Kontakt und Orientierung für die anderen.
Für die Anfragen heißt das: Der Footer fängt genau die Besucher auf, die die Seite sonst kommentarlos verlassen würden. Er kostet keinen Platz im Gespräch weiter oben und arbeitet trotzdem auf jeder einzelnen Seite mit.
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Unterseiten: dieselbe Logik, engerer Fokus
Die gute Nachricht zuerst: Für Unterseiten musst du kein neues Gerüst lernen. Das Gespräch aus Sektion 01 gilt auf jeder Seite, nur der Ausschnitt ändert sich. Die Startseite führt es über dein ganzes Angebot, eine Unterseite führt es über ein einziges Thema.
Am deutlichsten wird das an der Leistungsseite. Sie ist eine Mini-Startseite für genau ein Thema: gleiches Gerüst, spitzere Botschaft. Bei Brenner heißt das eine eigene Seite für Einbauschränke, mit einem Versprechen nur für Schränke, Beispielen nur von Schränken und Antworten nur auf Schrank-Fragen.
Der Gewinn liegt in der Passung. Wer gezielt nach einem Einbauschrank sucht und auf dieser Seite landet, steigt mitten im richtigen Gespräch ein, statt sich das Thema aus einer allgemeinen Startseite herauszusuchen. Deshalb gilt: eine eigene Seite für jede Leistung, die eigenständig nachgefragt wird.
Schaubild: die Leistungsseite als Mini-Startseite. Das Gerüst bleibt identisch, jede Sektion wird auf das eine Thema zugespitzt.
Zwei weitere Unterseiten haben feste Jobs. Die Über-uns-Seite ist eine Vertrauensseite, keine Chronik: Wer sie öffnet, fragt nicht nach deiner Gründungsgeschichte, sondern wer die Menschen sind, denen er sein Projekt anvertraut. Zeig Gesichter mit Namen, die Werkstatt, die Arbeitsweise, und erzähl die Geschichte nur so weit, wie sie diese Frage beantwortet.
Die Kontaktseite hat den einfachsten und am häufigsten verpatzten Job: die Anfrage entgegennehmen, ohne Hürden. Alle Wege auf einen Blick, Telefon, E-Mail, Formular, dazu ein Formular mit so wenigen Pflichtfeldern wie möglich. Jedes zusätzliche Feld ist eine kleine Ausrede, es später zu machen, und später heißt meistens nie.
| Unterseite | Ihr Job | Aufbau-Kern |
|---|---|---|
| Leistungsseite | Ein Thema verkaufen | Mini-Startseite: gleiches Gerüst, jede Sektion aufs Thema zugespitzt |
| Über uns | Vertrauen in Menschen aufbauen | Gesichter, Namen, Arbeitsweise statt Firmenchronik |
| Kontakt | Die Anfrage entgegennehmen | Alle Kontaktwege auf einen Blick, kurzes Formular, keine Hürden |
ℹ️ Unterseite oder Landingpage?
Eine Landingpage ist eine Einzelseite für eine Kampagne, etwa für eine Anzeige, oft ohne Navigation und mit genau einem Ziel. Sie folgt eigenen Regeln und hat in diesem Kurs eine eigene Lektion. Hier ging es um die Seiten deiner regulären Website, die dauerhaft über Navigation und Suche erreichbar sind.
Welche Unterseiten brauchst du also? Eine je Leistung, die eigenständig nachgefragt wird, dazu Über uns und Kontakt, und mehr erst, wenn eine neue Besucherfrage keine Heimat hat. Damit kannst du deinen Seitenplan aufstellen, und es fehlt nur noch eines: alles zusammensetzen.
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Die Brenner-Startseite als kompletter Bauplan
Jetzt setzt du alles zusammen. So sieht die komplette Brenner-Startseite als Bauplan aus, von der Navigation bis zum Footer, mit dem Job jeder Sektion und allen Stellen, an denen ein Weg zur Anfrage bereitsteht.
Schaubild: der komplette Bauplan der Brenner-Startseite. Jede Sektion trägt ihren Job, und der Weg zur Anfrage wiederholt sich an fünf Stellen.
An diesem Bauplan prüfst du jetzt jede Startseite, deine eigene zuerst. Die Prüfliste dafür passt auf eine Hand.
| Prüffrage | Worauf du achtest |
|---|---|
| 1. Hat jede Sektion eine Besucherfrage? | Keine Sektion ohne Job, keine zwei Sektionen mit demselben Job |
| 2. Steht im ersten Sichtfeld ein Versprechen mit CTA? | Die Hero sagt, was es gibt und für wen, und bietet den ersten Schritt an |
| 3. Kommt das Vertrauen nach den Leistungen? | Erst zeigen, dann beweisen: Bewertungen belegen ein Angebot, das der Besucher schon kennt |
| 4. Wiederholt sich der CTA? | Erstes Sichtfeld, nach dem Vertrauensblock, am Seitenende, im Footer |
| 5. Ist die Navigation ausgemistet? | Wenige sprechende Punkte, Leistungen sichtbar, Anfrage-Button rechts |
| 6. Fängt der Footer auf? | Kontakt mit echten Daten, wichtigste Seiten, Pflichtlinks, letzter CTA |
💡 Praxis-Tipp
Zeichne heute den Bauplan deiner eigenen Startseite, Papier und Stift reichen. Ein Kästchen pro Sektion, untereinander, in jedes Kästchen der Name der Sektion und die Besucherfrage, daneben ein Kreuz an jeder Stelle, an der ein Weg zur Anfrage steht.
Dann leg deinen Bauplan neben den von Brenner. Fehlende Fragen, falsche Reihenfolgen und CTA-Lücken springen dir auf Papier schneller ins Auge als auf dem Bildschirm, weil dich dort weder Farben noch Fotos ablenken.
Experten-Tipp aus der Agentur
Konzipier eine Startseite zuerst als Liste, nicht als Design: Sektion, Job, Besucherfrage; gestaltet wird erst, wenn diese Liste steht. Wünscht sich jemand eine zusätzliche Sektion, stell immer dieselbe Frage: Welche Besucherfrage beantwortet sie, und an welcher Stelle des Gesprächs? Kommt darauf keine Antwort, kommt die Sektion nicht auf die Seite.
Pascal Cabitza
Geschäftsführer Ostend Digital
Eine Grenze gehört dazu: Der Bauplan gibt deiner Seite die Reihenfolge mit der besten Ausgangslage, aber ob sie tatsächlich mehr Anfragen bringt, zeigt erst die Messung an echten Besuchern. Das Handwerkszeug dafür liefert die Lektion zur Conversion-Optimierung.
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💡 Recap
Website-Aufbau in 30 Sekunden:
- Eine Seite ist ein Gespräch: Der Besucher kommt mit Fragen in fester Reihenfolge, und jede Sektion beantwortet genau eine. Eine Sektion ohne Frage fliegt raus
- Das Gerüst der Startseite: Hero mit Versprechen, dann Leistungen oder Problem, Arbeitsproben und Prozess, Vertrauen, FAQ, Abschluss-CTA
- Erst zeigen, dann beweisen, dann auffordern: Vertrauen steht nach den Leistungen, und der CTA wiederholt sich im ersten Sichtfeld, nach dem Vertrauensblock und am Ende
- Navigation: wenige sprechende Punkte statt Wortspielen, Leistungen sichtbar, der Anfrage-Weg als Button rechts, Pflichtlinks in den Footer
- Footer: das Sicherheitsnetz mit Kontakt, Öffnungszeiten, wichtigsten Seiten und dem letzten CTA
- Unterseiten: die Leistungsseite als Mini-Startseite für ein Thema, Über uns als Vertrauensseite mit Gesichtern, Kontakt ohne Hürden
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Selbstcheck: kannst du das anwenden?
Deine Startseite hat eine Sektion “Unsere Philosophie” mit drei Absätzen über Werte und Qualitätsanspruch. Bleibt sie?
Stell ihr die eine Frage: Welche Besucherfrage beantwortet sie, und an welcher Stelle des Gesprächs? Meistens ist sie ein verkappter Vertrauensbaustein, dann gehört ihr Kern in den Vertrauensblock nach den Leistungen oder auf die Über-uns-Seite, wo Menschen und Arbeitsweise ohnehin ihren Platz haben. Findest du gar keine Frage, die sie beantwortet, fliegt sie raus, denn sie kostet nur Scrollweg auf dem Weg zur Anfrage.
Eine gewachsene Startseite beginnt mit einem Foto ohne Botschaft, dann Geschichte, Team und Zertifikate, die Leistungen kommen erst weit unten. Wie stellst du um?
Du sortierst nach dem Gerüst: Die Hero bekommt Versprechen und ersten CTA, direkt danach folgen die Leistungen, dann Arbeitsproben und Prozess. Geschichte, Team und Zertifikate sind Vertrauensbausteine, ihr stärkster Teil rückt in den Vertrauensblock nach den Leistungen, der Rest zieht auf die Über-uns-Seite um. Gelöscht wird dabei fast nichts, umsortiert fast alles.
Auf deiner Seite gibt es genau einen Kontakt-Button, ganz unten. Reicht das?
Nein, denn der Besucher entscheidet sich nicht an einer festen Stelle, sondern irgendwo unterwegs. Der Weg zur Anfrage gehört ins erste Sichtfeld für die Entschlossenen, nach den Bewertungen für die gerade Überzeugten, ans Seitenende und in den Footer, dazu als Button in die Navigation, damit er auf jeder Seite einen Klick entfernt ist. Wer anfragen will, darf nie suchen müssen, wie.
Deine Navigation hat neun Punkte, darunter “Holzwelten”, “Aktuelles” und “Impressum”. Was tust du?
Ausmisten in drei Schritten: Wortspiele wie “Holzwelten” bekommen sprechende Namen, hier schlicht “Leistungen”, damit niemand raten muss. Impressum, Aktuelles und alles, was nicht Richtung Anfrage führt, zieht in den Footer, und der Kontakt-Punkt wird zum Button ganz rechts. Übrig bleiben wenige Punkte, die ein Fremder ohne Klicken versteht.
Du bietest drei Leistungen an und hast bisher nur eine Startseite. Welche Unterseiten legst du an, und wie baust du sie auf?
Eine Leistungsseite für jede Leistung, die eigenständig nachgefragt wird, jede als Mini-Startseite: gleiches Gerüst, aber Versprechen, Beispiele, Stimmen und FAQ nur zum einen Thema. Dazu eine Über-uns-Seite mit Gesichtern und Arbeitsweise statt Chronik und eine Kontaktseite mit allen Wegen und einem kurzen Formular. Für jede Seite zeichnest du vorher den Bauplan als Kästchenstapel, Papier reicht.
Alle Lektionen des Webdesign- und CRO-Kurses im Überblick →
Quellen und Stand (2 Einträge)
- Das Sektions-Gerüst dieser Lektion (Hero, Leistungen bzw. Problem, Arbeitsproben und Prozess, Vertrauen, FAQ, Abschluss-CTA), die Regeln zu Navigation und Footer sowie die Prüfliste: verbreitete Handwerkspraxis des Webdesigns und der Conversion-Optimierung, Einordnung Ostend Digital, Stand 08/2026. Im Text bewusst als Empfehlungen formuliert, ohne Zahlenversprechen und ohne Studienbehauptungen. Diese Lektion enthält keine normierten Zahlenwerte
- Das durchlaufende Beispiel “Schreinerei Brenner” ist frei erfunden und bezeichnet keine echte Firma. Alle sechs Schaubilder sind eigene Darstellungen, Ostend Digital, Stand 08/2026
Du willst eine Website, deren Aufbau von der ersten Sektion an auf Anfragen zielt?
Wir konzipieren jede Seite als Gespräch mit deinem Besucher, von der Hero bis zum Footer, und begründen dir jede Sektion an ihrem Job.
