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Google Ads Kurs · Modul 4: Auswerten und optimieren · Lektion 18 von 18

100 %

Siebzehn Lektionen lang ging es darum, Kontrolle aufzubauen. Keywords auswählen, Struktur bauen, Anzeigen schreiben, Gebote steuern, messen. Diese Lektion dreht die Frage um.

Denn Google Ads AI Max ist ein Angebot, Teile dieser Kontrolle zurückzugeben. Damit verschiebt sich die Frage. Sie lautet jetzt: Was gibst du ab, und woran merkst du, ob es sich gelohnt hat?

Das ist keine Glaubensfrage. Es gibt Googles Angaben, unabhängige Messungen und einen Weg, beides im eigenen Konto zu prüfen.

Kurzantwort

Was ist Google Ads AI Max und lohnt sich ein Test?

AI Max ist eine Automatisierungsschicht, die du in einer bestehenden Suchkampagne dazuschaltest, kein eigener Kampagnentyp. Sie übernimmt die Aussteuerung der Suchanfragen, schreibt Anzeigentitel und Textzeilen um und wählt die Zielseite. Ein Test lohnt sich, wenn dein Conversion Tracking sauber ist und du vorher festlegst, woran du ihn abbrichst.

📌 Für wen ist das relevant: Für alle, die eine laufende Suchkampagne betreuen – besonders für die, deren Kampagnen automatisch erstellte Assets oder kampagnenweite weitgehend passende Keywords nutzen.

  • Google nennt zwei Zahlen für zwei verschiedene Vergleiche: 14 Prozent für aktiviertes AI Max (laut Fußnote ohne Handel), 7 Prozent für die volle Funktionssuite gegenüber dem reinen Suchbegriff-Abgleich – beide ohne offengelegte Methodik
  • Die stärkste unabhängige Messung im Handel kommt zu einem deutlich schlechteren Ergebnis – beide Zahlen betreffen aber unterschiedliche Werbetreibende
  • Du kannst AI Max jederzeit wieder abschalten, verlierst dabei aber die von Google erzeugten Assets

Das lernst du in dieser Lektion

Du kannst benennen, welche Entscheidungen AI Max übernimmt und welche bei dir bleiben.

Du kannst eine Anbieterangabe von einer unabhängigen Messung unterscheiden und sagen, warum beide nicht dasselbe messen.

Du kannst einen Test aufsetzen, dessen Ergebnis belastbar ist – mit Baseline, Zeitraum und vorher notiertem Abbruchkriterium.

Du weißt, wie du AI Max wieder abschaltest und was dabei mit den erzeugten Assets passiert.

Inhalt

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Was Google Ads AI Max konkret tut

Erst die Beschreibung, dann die Bewertung. In der englischen Hilfe heißt AI Max “a comprehensive suite of targeting and creative features that leverages AI for Google Ads to optimize your ads in real time”.

Übersetzt in Konto-Realität sind es drei Eingriffe, die du getrennt an- und abschalten kannst.

Erstens der Suchbegriff-Abgleich. Er nutzt laut Google-Hilfe weitgehend passende Keywords und eine Technologie ohne Keywords. Er soll Anfragen einfangen, die deine Keyword-Liste verfehlt: “queries and conversions you might otherwise miss”.

Zweitens die Textanpassung. AI Max schreibt Anzeigentitel und Textzeilen um oder ergänzt sie, auch auf Basis deiner Zielseite. Sie ist die Weiterentwicklung der automatisch erstellten Assets.

Drittens die Erweiterung der finalen URL. Google wählt dann die Zielseite selbst und schickt Nutzer laut Hilfeseite auf “the landing page from your domain that is predicted to perform best”.

Die drei hängen zusammen: Die Textanpassung ist Voraussetzung für die URL-Erweiterung. Schaltest du sie ab, ist die URL-Erweiterung mit aus.

ℹ️ Kein neuer Kampagnentyp, und das ist wichtig

AI Max ist eine Schicht in deiner bestehenden Suchkampagne. Struktur, Keywords, Anzeigengruppen und Budget bleiben, wo sie sind.

Der Unterschied zu Performance Max ist damit erheblich: Dort gibst du Kanal, Placement und Struktur mit ab. Was das konkret bedeutet, steht in Lektion 12 dieses Kurses.

Ein Datum fehlt in Googles Hilfeseiten: AI Max startete am 06.05.2025 als offene Beta und ist seit dem 15.04.2026 allgemein verfügbar. Angekündigt hat das Brandon Ervin, Director of Product Management bei Google Ads, im Google Ads & Commerce Blog.

Wer nur die Hilfeseite liest, erfährt diesen Status nicht. Das Muster hat praktische Folgen, wie Sektion 6 zeigt. Die vollständige Funktionsliste steht in unserem Ratgeber zu AI Max.

02 ·

Was du behältst und was du abgibst

Die ehrlichste Art, eine Automatisierung zu bewerten, ist eine Liste mit zwei Spalten: worüber du weiter entscheidest und worüber ab jetzt ein Modell entscheidet. Rechts stehen die Hebel, an denen dieser Kurs siebzehn Lektionen lang gearbeitet hat.

Google Ads AI Max: welche Steuerung bei dir bleibt und welche das Modell übernimmt (Stand 11.08.2026)
Entscheidung Bei dir Beim Modell
Welche Suchanfragen deine Anzeige auslösen Nur noch als Rahmen: deine Keywords dienen als Lernsignal ✅ Übernimmt die Ausweitung per weitgehend passender Zuordnung und keywordloser Technologie
Wortlaut von Anzeigentiteln und Textzeilen Deine eingegebenen Assets bleiben bestehen ✅ Ergänzt und ersetzt Titel und Textzeilen, auch aus der Zielseite
Welche Zielseite ein Klick ansteuert URL-Einschlüsse und URL-Ausschlüsse ✅ Wählt innerhalb deiner Domain die Seite mit der höchsten Prognose
Markenschutz Markeneinschlüsse auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene, Markenausschlüsse auf Kampagnenebene
Regionaler Fokus Standorte von Interesse auf Anzeigengruppenebene
Ob der Suchbegriff-Abgleich überhaupt läuft Abschaltbar auf Anzeigengruppenebene
Gebotshöhe Nur die Zielvorgabe, wie bisher bei Smart Bidding ✅ Setzt das Gebot je Auktion

Die Aufstellung stammt aus der Google-Hilfe, abgerufen am 11.08.2026. Zwei Punkte daran sind wichtiger als jede Prozentzahl weiter unten.

Erstens verlierst du die Trennschärfe deiner Keyword-Typen. Anu Adegbola beschrieb am 03.12.2025 auf Search Engine Land, dass AI Max praktisch alle Keywords weitgehend passend behandelt. Adalysis-Tests fanden Markenanfragen auf Nicht-Marken-Keywords und Suchbegriffe ohne zuordenbares Keyword.

Zweitens verlierst du einen Teil der Nachprüfbarkeit. Das räumt Google in der Hilfe zum Reporting selbst ein: “When filtering for match type = ‘AI Max’ the search terms report may show lower numbers for AI Max.”

💡 Merke

Du gibst drei Dinge ab: die Auswahl der Suchanfragen, den Wortlaut deiner Anzeigen und die Zielseite. Du behältst Marken- und URL-Regeln, den regionalen Fokus und den Schalter für den Suchbegriff-Abgleich.

03 ·

AI Max Erfahrungen: Versprechen neben unabhängigen Messungen

Googles eigene Angaben kursieren in zwei Größenordnungen. Wer sie nebeneinanderlegt, muss zuerst fragen, wogegen jeweils gemessen wurde.

In der englischen Hilfe steht am 11.08.2026: “Advertisers that activate AI Max in Search campaigns will typically see 14% more conversions or conversion value at a similar CPA/ROAS.” Die Fußnote dazu lautet “Source: Google internal data, 2025; for non-Retail advertisers.”

Brandon Ervin nannte am 15.04.2026 im Google Ads & Commerce Blog eine kleinere Zahl – allerdings für einen ganz anderen Vergleich: “AI Max for Search campaigns see an average of 7% more conversions or conversion value at a similar CPA/ROAS when using the full feature suite – search term matching, text customization and final URL expansion – compared to using search term matching alone.”

Die 7 Prozent messen also nicht AI Max gegen kein AI Max, sondern die volle Funktionssuite gegen den bloßen Suchbegriff-Abgleich.

Beides sind Anbieterangaben ohne veröffentlichte Methodik, Stichprobengröße oder Messzeitraum. Nach dieser Offenlegung wurde für diese Lektion gesucht, sie existiert öffentlich nicht.

Und weil beide Zahlen unterschiedliche Dinge vergleichen, ist die kleinere kein Dementi der größeren. Wer sie als Duell darstellt, hat den Fußnotentext nicht gelesen – der häufigste Fehler beim Umgang mit Anbieterzahlen.

Was unabhängig gemessen wurde

Die belastbarste Gegenmessung kommt von Smarter Ecommerce. Mike Ryan wertete am 06.11.2025 mehr als 250 Handelskampagnen aus über 600 Konten aus. Sein Befund im Wortlaut: “I looked at over 250 campaigns and found it’s also the worst match type by the numbers.”

Der ROAS lag dabei 35 Prozent unter dem der klassischen Keyword-Optionen, und AI Max machte nur 0,57 Prozent des Kontobudgets aus. Dieselbe Auswertung zeigt aber auch die andere Seite: AI Max brachte im Median zusätzlichen Conversion-Wert, dieser Zuwachs kostete jedoch spürbar mehr pro Conversion als das bestehende Geschäft. AI Max liefert in diesen Konten also etwas – nur nicht zum gleichen Preis.

Ryan liefert die faire Einordnung selbst mit – und die Gegenrede gleich dazu: “To be fair, I would expect ‘on top’ conversions to cost more (assuming the campaign is already well optimized). But on the other hand, Google claims it will match efficiency!” Zusätzliche Conversions aus zusätzlichen Suchanfragen sind teurer als der bestehende Kern, ein Teil des Abstands ist also erwartbar. Googles Versprechen lautet allerdings ausdrücklich: bei ähnlichem CPA/ROAS.

Xavier Mantica testete AI Max vier Monate lang und veröffentlichte am 06.11.2025 über ppc.land: 100,37 US-Dollar Kosten pro Conversion gegenüber 43,97 US-Dollar bei Wortgruppen-Keywords. Sein Fazit: “I’m done with AI Max. After 4 months of testing, the data is brutal.” Der Einzeltest wiegt weniger als die 600-Konten-Auswertung, zeigt aber dieselbe Richtung.

Anbieterangabe und unabhängige Messung nebeneinander

Vier veröffentlichte Zahlen zu AI Max, jeweils mit Quelle und Typ (Stand 08/2026)

Anbieterangabe · Hilfeseite

+14 %

Bei ähnlichem CPA/ROAS. Google-interne Daten 2025, laut Fußnote für Werbetreibende außerhalb des Handels.

Anbieterangabe · Blog

+7 %

Anderer Vergleich: volle Funktionssuite gegenüber reinem Suchbegriff-Abgleich. Blog von Brandon Ervin, 15.04.2026, ohne Methodik.

unabhängig gemessen ↓

Unabhängig · 600+ Konten

-35 % ROAS

Gegenüber klassischen Keyword-Optionen. Smarter Ecommerce, 06.11.2025.

Unabhängig · Einzeltest

100,37 $

Kosten pro Conversion über 4 Monate, gegenüber 43,97 $ bei Wortgruppe. Mantica via ppc.land, 06.11.2025.

🚩 Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar: Googles 14 Prozent gelten laut Fußnote für Werbetreibende außerhalb des Handels, die stärkste Gegenmessung betrachtet ausschließlich Handelskonten. Wer beide Werte als Duell darstellt, macht denselben Fehler wie die Marketingfolie. Eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Schaubild: Googles Leistungsangaben und die unabhängigen Messungen zu AI Max nebeneinandergestellt, jeweils mit Quelle und Quellentyp – eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Das ist die Lehre aus den bisherigen AI Max Erfahrungen: Die veröffentlichten Zahlen messen unterschiedliche Werbetreibende, Zeiträume und teils unterschiedliche Kennzahlen. Seriös ableiten lässt sich daraus weder ein Ja noch ein Nein, sondern eine Erwartungshaltung – kleiner Zugewinn, teure Zusatz-Conversions, im Handel bisher schlechte Ergebnisse.

ℹ️ Warum Anbieterangaben grundsätzlich Vorsicht verdienen

Im US-Kartellverfahren gegen Google sagte Jerry Dischler, damals VP/GM Ads, im September 2023 unter Eid aus, dass Google laufende Anpassungen an der Auktion vornimmt, die die Kosten im Schnitt um bis zu 5 Prozent erhöhen, bei manchen Anfragen bis zu 10 Prozent. Berichtet hat Nicola Agius, Search Engine Land, 13.10.2023.

Das spricht nicht gegen AI Max. Es spricht dafür, Leistungsangaben als das zu behandeln, was sie sind: Aussagen der Partei mit dem größten Interesse am Ergebnis.

04 ·

Wann ein Test überhaupt aussagekräftig ist

Viele AI-Max-Tests scheitern schon vor dem Ergebnis: Eine Aussage war gar nicht möglich. Vier Voraussetzungen entscheiden, ob dein Test später etwas beweist.

Erstens: Smart Bidding auf Conversion-Basis. Das ist Googles eigene Bedingung, keine Empfehlung von uns. In der Hilfe steht: “Features like search term matching, final URL expansion, and text customization require conversion-based Smart Bidding strategies in order to function effectively.” Welche Strategie dafür in Frage kommt, klärt Lektion 15 dieses Kurses zu den Google Ads Gebotsstrategien.

Zweitens: sauberes Conversion Tracking. Zählt deine Conversion-Aktion Formularaufrufe statt Formularabsendungen, misst dein Test die falsche Sache. Die Grundlagen stehen im Ratgeber zum Conversion Tracking.

Drittens: genug Conversions für eine Entscheidung. Bei acht Conversions im Monat kann ein Test einen Unterschied von 14 Prozent nicht von Zufall unterscheiden. Du misst dann Rauschen und nennst es Ergebnis.

Viertens: ein wirklich vergleichbarer Zeitraum. Gleiche Länge, gleiche Saison, gleiches Budget, keine parallele Änderung an Anzeigen, Zielseite oder Geboten.

💡 Praxis-Tipp: die Baseline vor dem Einschalten festhalten

Exportiere vor dem Test die letzten acht Wochen: Kosten, Conversions, CPA beziehungsweise ROAS, Klicks und Conversion-Rate. Leg die Datei ab und notier das Datum.

Das ist der häufigste Grund, warum ein Test später nicht auswertbar ist: Änderst du zwischendurch andere Dinge, weißt du nachher nicht mehr, welcher Wert vorher galt.

Zum Budget nennt Google in den geprüften Hilfeseiten keine Untergrenze, und eine belastbare unabhängige Zahl dazu gibt es ebenfalls nicht. Der Mechanismus ist trotzdem wichtig: Bei 15 Euro Tagesbudget verteilst du dieselbe Menge Geld nur auf mehr Suchanfragen. Weniger Daten pro Anfrage heißt langsameres Lernen und ein Testergebnis, das am Ende nichts entscheidet.

💡 Merke

Erfüllst du eine der vier Voraussetzungen nicht, verschieb den Test. Ohne Baseline und ohne ausreichendes Conversion-Volumen liefert er am Ende nur ein Gefühl – und ein Gefühl hattest du vorher auch schon.

05 ·

AI Max aktivieren: der Test mit Abbruchkriterium

Der Klickweg ist unspektakulär. Bei einer bestehenden Kampagne gehst du laut Google-Hilfe in die Einstellungen im Menü Kampagnen, wählst die Suchkampagne, klickst im Bereichsmenü auf AI Max und legst den Schalter um. Bei einer neuen Kampagne erscheint während der Erstellung eine eigene Seite namens AI Max.

Wie eine Suchkampagne grundsätzlich aufgebaut wird, steht in Lektion 6 dieses Kurses zum Thema Google Ads Kampagne erstellen. Wichtiger als der Klickweg ist hier, was du bewusst weglässt.

Nur eine Kampagne, und nur ein Teil der Funktion

Aktiviere AI Max auf genau einer Kampagne. Nimm eine mit ausreichend Conversion-Volumen, die weder dein wichtigster Umsatzträger noch dein Sorgenkind ist: Beim Umsatzträger ist das Risiko zu hoch, beim Sorgenkind das Signal zu schwach.

Schalte zunächst nur den Suchbegriff-Abgleich ein, die Textanpassung bleibt aus. Weil die URL-Erweiterung die Textanpassung voraussetzt, hältst du damit zwei der drei Variablen fest. Verändert sich dein CPA, weißt du wenigstens, woran es lag.

Testprotokoll für AI Max: was du wann festlegst und prüfst
Zeitpunkt Was du tust
Vor dem Start Baseline exportieren (8 Wochen), Abbruchkriterium notieren, Markenausschlüsse setzen
Tag 0 Suchbegriff-Abgleich ein, Textanpassung aus, Budget unverändert
Woche 1 bis 2 Nichts optimieren, nur Suchbegriffsbericht lesen und Unsinn ausschließen
Ab Woche 3 Wöchentlich CPA und Conversion-Volumen gegen die Baseline prüfen
Woche 8 Entscheiden: behalten, um die Textanpassung erweitern oder beenden
Jederzeit Abbruchkriterium erreicht? Sofort beenden, egal wie lange der Test noch läuft

Acht Wochen sind eine eigene Abwägung, keine Vorgabe von Google: Nach der Umstellung braucht die Gebotssteuerung Zeit zum Einpendeln, und du brauchst danach noch genug Conversions, damit der Unterschied aus dem Rauschen ragt. Manticas Einzeltest lief sogar vier Monate.

Das Abbruchkriterium

Ein Abbruchkriterium ist eine Zahl, die du vor dem Start aufschreibst und an die du dich hältst, auch wenn du inzwischen Lust auf ein anderes Ergebnis hast. Eine brauchbare Formulierung: Liegt der CPA über 14 rollierende Tage mehr als 30 Prozent über der Baseline, ohne dass das Conversion-Volumen entsprechend gestiegen ist, wird der Test beendet.

Dazu gehört ein zweites, qualitatives Kriterium. Entfällt im Suchbegriffsbericht mehr als jeder vierte Klick auf Anfragen ohne Bezug zu deinem Angebot, hilft auch ein guter CPA nicht weiter.

Experten-Tipp aus der Agentur

Leg dir ein Versprechen-Register an. Eine einzige Tabelle, in der jede neue Automatisierungsfunktion eine Zeile bekommt – AI Max heute, was auch immer nächstes Jahr kommt.

Vier Spalten reichen: Datum der Ankündigung, das Versprechen im Wortlaut, die Quelle, die der Anbieter dafür nennt, und rechts das Ergebnis aus deinem Konto nach acht Wochen.

Der Wert entsteht erst ab der dritten oder vierten Zeile. Dann zeigt die Tabelle ein Muster statt einer einzelnen Zahl: Um welchen Faktor liegen die Versprechen dieses Anbieters in deinem Konto typischerweise daneben?

Genau dieser Faktor ist die Zahl, mit der du künftige Ankündigungen liest. Er ersetzt die Grundsatzdiskussion über Automatisierung durch einen Erfahrungswert, den nur du hast.

Am meisten wehtut die dritte Spalte. Trag dort ehrlich ein, wenn der Anbieter keine überprüfbare Quelle nennt – bei den 14 Prozent also: Google-interne Daten, Methodik nicht veröffentlicht.

PC
Pascal Cabitza
Geschäftsführer Ostend Digital · Google Partner

06 ·

AI Max deaktivieren und der Termin dazu

Du kannst AI Max deaktivieren, indem du im selben Menü den Schalter für alle AI-Max-Einstellungen umlegst. Genauso gehen die drei Funktionen einzeln: der Suchbegriff-Abgleich in seinem eigenen Bereich, Textanpassung und URL-Erweiterung im Bereich zur Asset-Optimierung.

Der Nebeneffekt betrifft die Textanpassung: Google schreibt in der Hilfe, dass Assets nach dem Abschalten als “Removed” ausgewiesen werden und nicht mehr ausgeliefert werden. Was Google für dich getextet hat, ist danach also weg.

Lief ein automatisch erzeugter Anzeigentitel auffällig gut, kopier den Wortlaut heraus und behalte ihn als eigenes Asset.

Der Termin, der wichtiger ist als der Schalter

Dieser Teil steht nicht in den Hilfeseiten und wird leicht übersehen: Google hat angekündigt, bestehende Kampagnen automatisch auf AI Max umzustellen. Betroffen sind Kampagnen mit automatisch erstellten Assets und Kampagnen mit der kampagnenweiten Einstellung für weitgehend passende Keywords.

Angekündigt, verschoben, offen: Stand der AI-Max-Umstellungen am 11.08.2026
Betroffene Funktion Ursprünglich angekündigt Stand heute
Allgemeine Verfügbarkeit von AI Max Beta ab 06.05.2025 Eingetreten: allgemein verfügbar seit 15.04.2026
Automatisch erstellte Assets September 2026 Offen: Start am 01.09.2026, Kampagnen erhalten Suchbegriff-Abgleich und Textanpassung
Kampagnenweite weitgehend passende Keywords September 2026 Offen: Start am 01.09.2026, Kampagnen erhalten nur den Suchbegriff-Abgleich
Dynamische Suchanzeigen September 2026 Verschoben auf Februar 2027

Die Verschiebung steht im selben Blogbeitrag von Brandon Ervin, dessen Aktualisierung vom 11.06.2026 den Satz enthält: “we are extending the timeline for Dynamic Search Ads sunset and auto-upgrade, which will begin in February 2027”.

Das ist das Beispiel für die wichtigste Lesegewohnheit bei diesem Thema: Der Beitrag stand im Futur, ein Teil ist eingetreten, ein anderer wurde um fünf Monate verschoben. Den Termin am 01.09.2026 bestätigte Google laut ppc.land vom 06.08.2026 zusätzlich per E-Mail.

🚩 Praxis-Tipp: prüf jetzt, ob du betroffen bist

Öffne deine Suchkampagnen und sieh in zwei Feldern nach: Sind automatisch erstellte Assets aktiv? Ist die kampagnenweite Einstellung für weitgehend passende Keywords gesetzt?

Trifft eines zu, hast du drei Wege: die Alt-Funktion vorher abschalten oder AI Max freiwillig aktivieren – beides nennt die Berichterstattung von ppc.land – oder den Suchbegriff-Abgleich danach auf Anzeigengruppenebene deaktivieren, wie es die Google-Hilfe beschreibt.

Und weil sich Termine verschieben: Prüf das Datum vor deiner Planung nach.

💡 Merke

Der bewusste Test ist der harmlose Fall. Teuer wird die stille Umstellung: Wer sein Konto ein halbes Jahr nicht anfasst, hat AI Max irgendwann aktiv, ohne es entschieden zu haben – und ohne Baseline, um den Unterschied überhaupt zu bemerken.

07 ·

KI in der Google Suche: was belegt ist

Ein Ausblick ist nur etwas wert, wenn er sagt, worauf er sich stützt. Deshalb hier nur Gemessenes und Angekündigtes.

Die Datenlage zu Klickraten hat sich in einem halben Jahr gedreht. Seer Interactive veröffentlichte am 04.11.2025 eine Auswertung über 3.119 Suchbegriffe aus 42 Konten. Bei Anfragen mit KI-Übersicht fiel dort die bezahlte Klickrate zwischen Juni 2024 und September 2025 von 19,70 auf 6,34 Prozent, die organische von 1,76 auf 0,61 Prozent.

Im April 2026 legte dieselbe Agentur eine größere Auswertung nach: 53 Marken, 5,47 Millionen Suchbegriffe, 2,43 Milliarden organische und 296,9 Millionen bezahlte Impressionen. Diesmal stieg die bezahlte Klickrate bei Anfragen mit KI-Übersicht zwischen Januar 2025 und Februar 2026 von 14,6 auf 16,2 Prozent, während sie bei Anfragen ohne KI-Übersicht im selben Zeitraum von 26 auf 21,8 Prozent sank.

Wer behauptet, KI in der Google Suche koste pauschal Klicks, muss erklären, warum die größere Messung derselben Quelle in die andere Richtung zeigt. Und wer die beiden Zahlenreihen als eine Kurve liest, übersieht die unterschiedlichen Zeitfenster und Ausgangswerte. Der saubere Satz lautet deshalb: Die Wirkung ist noch nicht stabil messbar.

ℹ️ Warum die kursierenden Zahlen so weit auseinanderliegen

Du findest im Netz Rückgänge zwischen 15 und 68 Prozent. Der Hauptgrund: Viele dieser Zahlen messen etwas anderes. Die oft zitierte Amsive-Auswertung über 700.000 Keywords betrachtet organische Klickraten, keine bezahlten.

Nennt dir jemand eine einzelne Prozentzahl, lautet die erste Rückfrage deshalb immer: organisch oder bezahlt? Die organische Seite behandelt unser Ratgeber zur GEO-Strategie.

Ein Befund zeigt in beiden Auswertungen in dieselbe Richtung: Wird die eigene Marke in der KI-Übersicht zitiert, misst Seer Interactive eine höhere bezahlte Klickrate.

Im Update von 11/2025 waren das rund 91 Prozent mehr bezahlte Klicks im Q3-2025-Mittel, im Update von 04/2026 ein Plus von gut vier Prozentpunkten, das in jedem einzelnen Monat 2025 bestand. Die beiden Zahlen sind nicht dieselbe Kennzahl, aber sie deuten in dieselbe Richtung.

Bei den Anzeigenformaten gibt es eine konkrete Ankündigung. Auf dem Google Marketing Live am 20.05.2026 stellte Google neue Formate vor, die innerhalb von KI-Antworten erscheinen. Laut ppc.land sagte dort Vidhya Srinivasan von Google, dass die Teilnahme an diesen Formaten AI Max für Suchkampagnen oder Performance Max mit aktivierter Textanpassung voraussetze. Eine schriftliche Bestätigung von Google selbst gibt es zum Stand 11.08.2026 nicht – die Aussage liegt nur als Bericht vor.

Falls das so umgesetzt wird, verändert es die Rechnung aus Sektion 3. Zur Frage nach ein paar Prozent Conversion-Zuwachs käme dann eine zweite: Bist du ohne AI Max von bestimmten Platzierungen ausgeschlossen?

Zum Schluss eine Zahl, die es hier bewusst nicht gibt. Zur Reichweite des KI-Modus kursieren mehrere Angaben, unter anderem eine Milliarde Nutzer pro Monat. Für diese Lektion wurde nach einer belastbaren Primärquelle gesucht und keine gefunden – die Zahl bleibt deshalb eine verbreitete Angabe ohne prüfbaren Beleg.

08 ·

Kursabschluss: was du jetzt kannst

Das war die letzte Lektion. Ein Blick zurück, weil der Zusammenhang der vier Module erst am Ende sichtbar wird.

Modul 1 war die Physik des Systems: wie die Auktion funktioniert, wovon dein Klickpreis abhängt, wie der Qualitätsfaktor einwirkt. In Modul 2 hast du darauf eine Kampagne von Null gebaut, mit Struktur, Keywords, Anzeigentexten und Budget. Diese Handwerksebene ist der Grund, warum du überhaupt beurteilen kannst, was AI Max dir abnimmt.

Modul 3 brachte die Kampagnentypen jenseits der Suche, von Shopping über YouTube bis Performance Max, und damit die Abwägung, wie viel Steuerung ein Format kostet. Modul 4 ergänzte Messung, Gebotsstrategien, Klickrate, Zielgruppen und Assets – bis zu der Frage, die alle vorherigen bündelt: wie viel davon du wieder abgibst.

Mitgenommen hast du dabei weniger eine Liste von Einstellungen. Du kannst jetzt eine Behauptung über Google Ads prüfen, bevor du danach handelst.

Die vernünftigen nächsten Schritte

📌 Drei Dinge lohnen sich jetzt konkret, und alle drei sind unspektakulär.

Erstens: prüf diese Woche, ob dich die Umstellung am 01.09.2026 betrifft. Das ist die einzige Aufgabe aus dieser Lektion mit festem Datum.

Zweitens: leg deine Baseline an. Kosten, Conversions, CPA und Conversion-Rate der letzten acht Wochen, als Datei mit Datum.

Drittens: nimm dir einen festen Wochentermin von 30 Minuten. Suchbegriffsbericht lesen, Ausschlüsse pflegen, eine Änderung vornehmen. Konten wachsen durch Wiederholung, nicht durch große Umbauten.

Und wenn du wieder vor einer Funktion mit beeindruckender Prozentzahl stehst: Du weißt jetzt, welche drei Fragen du stellst. Wer hat gemessen, an wem, über welchen Zeitraum?

09 ·

Das Wichtigste in Kürze

  • Google Ads AI Max ist eine Schicht in der Suchkampagne, kein eigener Kampagnentyp: Suchbegriff-Abgleich, Textanpassung, URL-Erweiterung, einzeln schaltbar
  • Du gibst drei Entscheidungen ab: Suchanfragen, Anzeigentext und Zielseite. Marken- und URL-Regeln, regionaler Fokus und der Abschalter bleiben bei dir
  • Googles eigene Angaben liegen bei 7 und 14 Prozent – sie messen aber Unterschiedliches: 14 Prozent für aktiviertes AI Max (laut Fußnote nur außerhalb des Handels), 7 Prozent für die volle Funktionssuite gegenüber dem reinen Suchbegriff-Abgleich. Beide ohne veröffentlichte Methodik
  • Die größte unabhängige Auswertung (Smarter Ecommerce, 250+ Kampagnen aus 600+ Konten, 11/2025) misst im Handel 35 Prozent weniger ROAS – also an einer anderen Gruppe als Googles Zahl
  • Ein Test braucht vier Dinge: Smart Bidding auf Conversion-Basis, sauberes Tracking, genug Conversions, fairen Vergleichszeitraum. Fehlt eins, verschieb ihn
  • AI Max aktivieren heißt: eine Kampagne, ein Schalter, acht Wochen. Erst der Suchbegriff-Abgleich, die Textanpassung später – Abbruchkriterium vorher schriftlich
  • AI Max deaktivieren geht jederzeit, kostet dich aber die von Google erzeugten Assets: Sie werden als entfernt geführt und laufen nicht mehr
  • Ab dem 01.09.2026 wird Google Kampagnen mit automatisch erstellten Assets oder kampagnenweitem Broad Match automatisch umstellen. Dynamische Suchanzeigen wurden auf Februar 2027 verschoben
  • Zu KI in der Google Suche ist die Klickraten-Lage unklar: Dieselbe Quelle misst 2025 einen Einbruch, 2026 stabile bezahlte Klickraten. Stabil misst dieselbe Quelle nur einen Zusammenhang: Markenzitat in der KI-Übersicht und höhere bezahlte Klickrate

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Selbstcheck: kannst du das beantworten?

Welche drei Entscheidungen übernimmt AI Max – und welche Steuerung bleibt bei dir?

Übernommen werden: welche Suchanfragen die Anzeige auslösen (Suchbegriff-Abgleich), wie Titel und Textzeilen formuliert sind (Textanpassung) und welche Zielseite ein Klick ansteuert (URL-Erweiterung).

Bei dir bleiben Marken- und URL-Ein- sowie -Ausschlüsse, die Standorte von Interesse und der Schalter für den Suchbegriff-Abgleich. Nebeneffekt: Die Textanpassung ist Voraussetzung für die URL-Erweiterung, schaltest du die eine ab, ist die andere mit aus.

Google nennt 14 Prozent mehr Conversions, eine unabhängige Auswertung misst 35 Prozent weniger ROAS. Wer hat recht?

Die Frage ist falsch gestellt: Beide Zahlen betreffen unterschiedliche Werbetreibende. Googles 14 Prozent gelten laut Fußnote für Werbetreibende außerhalb des Handels, Smarter Ecommerce betrachtet ausschließlich Handelskampagnen.

Zu keiner seiner beiden Angaben hat Google eine Methodik veröffentlicht, die unabhängige Auswertung nennt wenigstens ihre Stichprobe. Die einzige Zahl, die für dein Konto zählt, misst du ohnehin selbst.

Deine Kampagne bringt acht Conversions im Monat. Du willst AI Max testen. Was tust du?

Du verschiebst den Test. Bei acht Conversions monatlich kannst du 7 oder 14 Prozent Unterschied nicht von Zufall trennen. Sinnvoller ist, zuerst das Conversion-Volumen zu erhöhen: über Tracking weiterer Aktionen, über Zielseite und Anzeigenqualität oder über Budget.

Eine Ausnahme: Trifft dich die automatische Umstellung ohnehin, bestimmst du den Zeitpunkt besser selbst – dann aber mit vorher exportierter Baseline.

Du beendest den Test und schaltest die Textanpassung ab. Was passiert mit den Anzeigentiteln, die Google erzeugt hat?

Sie werden laut Google-Hilfe als entfernt ausgewiesen und nicht mehr ausgeliefert, sind also aus deiner Kampagne verschwunden.

Deshalb der Schritt davor: Im Asset-Bericht zeigt die Spalte “Added by” mit dem Wert “Google AI”, welche Assets automatisch entstanden sind. Kopier den Wortlaut der gut laufenden heraus und trag ihn als eigenes Asset ein – dann behältst du den Ertrag des Tests.

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Zielgruppen und Assets
Kurs abgeschlossen · 18 von 18
Das war die letzte Lektion
Alle Module im Überblick auf der Kursseite

Alle 18 Lektionen, die Module im Überblick und die Downloads zum Kurs findest du auf der Kursseite zum Google-Ads-Kurs.

Quellen und Stand (11 Einträge)
  1. Google-offiziell (Anbieterangabe): Google Ads Hilfe, “Über AI Max für Suchkampagnen” (answer/15910366, EN + DE, abgerufen 11.08.2026). Belegt: Definition, vier Optimierungsbereiche, Leistungsangabe “14% more conversions or conversion value at a similar CPA/ROAS” mit Fußnote “Source: Google internal data, 2025; for non-Retail advertisers.” Kein Rollout-Datum auf der Seite.
  2. Google-offiziell: Google Ads Hilfe, “How AI Max works” (answer/15910187, EN, abgerufen 11.08.2026). Belegt: keine eigene Kampagnenart, Suchbegriff-Abgleich + Asset-Optimierung, erhaltene Steuerungen inkl. “the ability to toggle search term matching off in ad group settings”, neue Berichtsansicht, Source-Spalte.
  3. Google-offiziell: Google Ads Hilfe, “Set up AI Max” (answer/15909989, EN, abgerufen 11.08.2026). Belegt: Klickwege zum Aktivieren und Deaktivieren, Abhängigkeit URL-Erweiterung von Textanpassung, Assets nach Abschalten als “Removed”, Voraussetzung conversion-basiertes Smart Bidding.
  4. Google-offiziell: Google Ads Hilfe, “About reporting in AI Max” (answer/16470459, EN, abgerufen 11.08.2026). Belegt: Filter Match type = “AI Max”, Einschränkung “may show lower numbers for AI Max”, Kennzeichnung “Google AI” in der Spalte “Added by”.
  5. Google-offiziell (Anbieterangabe): Google Ads & Commerce Blog, Brandon Ervin, Director of Product Management, “Dynamic Search Ads upgrading to AI Max” (15.04.2026, aktualisiert 11.06.2026). Belegt: allgemeine Verfügbarkeit seit 15.04.2026, Angabe “7% more conversions or conversion value” – Vergleichsmaßstab laut Originalsatz: volle Funktionssuite gegenüber “search term matching alone”, Verschiebung DSA auf Februar 2027 im Wortlaut.
  6. Unabhängige Auswertung: Smarter Ecommerce, Mike Ryan (06.11.2025). 250+ Handelskampagnen aus 600+ Konten. Belegt: 35 % niedrigerer ROAS, 0,57 % Anteil am Kontobudget, Zitat “worst match type by the numbers” und Einordnung “To be fair, I would expect ‘on top’ conversions to cost more … But on the other hand, Google claims it will match efficiency!”.
  7. Einzeltest eines Praktikers: Xavier Mantica, 4-Monats-Test, veröffentlicht via ppc.land (06.11.2025). Belegt: Kosten pro Conversion 100,37 $ (AI Max) gegenüber 43,97 $ (Wortgruppe), Zitat zum Testabbruch.
  8. Fachpresse: Anu Adegbola, Search Engine Land (03.12.2025). Belegt: faktische Broad-Match-Wirkung auf alle Keywords, Adalysis-Befunde zu Marken- und Konkurrenz-Matches sowie nicht zuordenbaren Suchbegriffen.
  9. Fachpresse: ppc.land (06.08.2026 sowie Bericht zum kampagnenweiten Broad Match). Belegt: Auto-Upgrade ab 01.09.2026, betroffene Funktionen und jeweilige Folgen, Google-Mail an Werbetreibende vom 05.08.2026, Ausweichwege, Abschluss bis Ende September 2026. Ebenfalls: Bericht vom Google Marketing Live 20.05.2026 zur Kopplung der neuen KI-Anzeigenformate an AI Max bzw. Performance Max mit Textanpassung (Aussage Vidhya Srinivasan, als Bericht wiedergegeben, kein wörtliches Zitat).
  10. Unabhängige Messung: Seer Interactive, Klickraten bei KI-Übersichten. Update 09/2025 (3.119 Suchbegriffe, 42 Konten): bezahlte CTR 19,70 % → 6,34 %, organisch 1,76 % → 0,61 %. Update 04/2026 (53 Marken, 5,47 Mio. Suchbegriffe): bezahlte CTR bei AIO-Anfragen 14,6 % → 16,2 %, bei Anfragen ohne AIO 26 % → 21,8 %. Ebenfalls: +91 % bezahlte Klicks bei Markenzitat in der KI-Übersicht. Zum methodischen Kontrast herangezogen: Amsive (700.000 Keywords, 10 Websites) – misst organisch, nicht bezahlt.
  11. Gerichtsverfahren: US v. Google, Aussage Jerry Dischler (VP/GM Ads) unter Eid, 09/2023; berichtet von Nicola Agius, Search Engine Land (13.10.2023). Belegt: laufende Auktionsanpassungen mit Kostenwirkung von bis zu 5 %, in Einzelfällen bis 10 %. Bewusst nicht verwendet: die kursierende “3,7-fach”-Zahl (nur sekundär belegt), ein Test mit “99 % Impressions ohne Conversion” (Herkunft nicht belegt) sowie Nutzerzahlen zum KI-Modus (keine geprüfte Primärquelle).

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