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Google Ads Kurs · Modul 3: Die Kampagnentypen · Lektion 10 von 18

56 %

Bis hierher hast du einen Kanal gelernt, der Nachfrage erntet. Jemand tippt etwas ein, du bietest darauf, der Rest ist Handwerk.

Google Ads Display Ads funktionieren anders. Niemand hat nach dir gesucht, wenn dein Banner neben einem Rezept oder in einer Wetter-App auftaucht.

Genau deshalb ist die erste Frage bei Display nicht “wie richte ich das ein”. Sie lautet: wofür überhaupt.

Kurzantwort

Wofür taugen Google Ads Display Ads?

Display ist ein Unterbrechungskanal, kein Nachfragekanal. Für kleine Budgets gibt es genau zwei tragfähige Zwecke: Remarketing an Menschen, die dich schon kennen, und Reichweitenaufbau mit einem klar definierten Zweitkontakt-Ziel.

📌 Für wen ist das relevant: Für alle, die Search bereits laufen haben und jetzt überlegen, ob Display der nächste Schritt ist.

  • Kaltes Prospecting über Display mit 500 € im Monat ist der Standardfehler – das Geld reicht dort nicht für Lerneffekte
  • Der Hebel liegt nicht im Targeting, sondern in der Placement-Hygiene und in der Bildqualität
  • Display-Kennzahlen dürfen nie gegen Search-Kennzahlen gehalten werden – die Ausgangslage ist eine völlig andere

Das lernst du in dieser Lektion

Du kannst erklären, warum Display andere Kennzahlen produziert als Search – und warum ein Vergleich der beiden in die Irre führt.

Du weißt, welche Assets responsive Displayanzeigen brauchen und wo der eigentliche Qualitätshebel liegt.

Du kannst den Placement-Bericht lesen und Placements ausschließen, bevor sie dein Budget auffressen.

Du kannst View-through-Conversions einordnen, statt sie als Erfolg zu verbuchen.

Inhalt

01 ·

Google Ads Display Ads sind kein Nachfragekanal

Bei Search ist die Reihenfolge klar: Der Bedarf ist zuerst da, deine Anzeige kommt danach. Der Nutzer hat die Frage gestellt, du lieferst die Antwort.

Bei Display drehst du diese Reihenfolge um. Deine Anzeige kommt zuerst, der Bedarf soll erst entstehen.

Google beschreibt das in der eigenen Hilfe erstaunlich offen. Displaykampagnen erreichen Nutzer demnach “bevor sich potenzielle Kunden aktiv mit den Produkten oder Dienstleistungen beschäftigen” (Google Ads Hilfe, Displaykampagnen, abgerufen 10.08.2026).

Zwei Kanäle, zwei Ausgangslagen

Warum sich Search- und Display-Kennzahlen nicht vergleichen lassen (Stand 08/2026)

Search · Nachfrage ernten

Ausgangslage: Der Nutzer hat ein Problem und sucht aktiv.

Erwartung: Er will Angebote sehen. Werbung ist Teil der Antwort.

Klick bedeutet: Interesse an genau dieser Sache, jetzt.

Steuergröße: Suchbegriff und Gebot.

Display · Aufmerksamkeit leihen

Ausgangslage: Der Nutzer liest, spielt oder schaut etwas anderes.

Erwartung: Er will keine Werbung. Sie unterbricht ihn.

Klick bedeutet: Neugier – oder ein Fehlklick auf einem kleinen Display.

Steuergröße: Zielgruppe, Placement und Bild.

📌 Konsequenz: Eine niedrigere Klickrate ist bei Display kein Qualitätsproblem, sondern eine Eigenschaft des Kanals.

Grundlage der Gegenüberstellung: Google Ads Hilfe, Displaykampagnen (answer/2404190, DE, abgerufen 10.08.2026) – dort beschreibt Google die Ansprache ausdrücklich als vorgelagert zur aktiven Beschäftigung mit dem Produkt. Eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Schaubild: Search erntet bestehende Nachfrage, Display leiht sich Aufmerksamkeit – eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

💡 Merke

Search beantwortet eine Frage. Display stellt eine.

Alles, was du in dieser Lektion lernst, folgt aus diesem einen Unterschied – von der Zielsetzung über die Bildwahl bis zur Frage, welche Kennzahl du überhaupt anschaust.

02 ·

Was das Google Displaynetzwerk ist – und was die Reichweiten-Zahlen taugen

Das Google Displaynetzwerk ist die Fläche, auf der deine Banner erscheinen. Dazu gehören fremde Websites und Apps, die Werbeplätze über Google verkaufen, sowie Google-eigene Umgebungen wie YouTube und Gmail.

Wichtig ist der Unterschied zum Suchnetzwerk. Dort kaufst du eine Position in einer Ergebnisliste, hier kaufst du einen Werbeplatz auf einer fremden Seite.

Jeder Ratgeber startet an dieser Stelle mit einer Reichweiten-Zahl. Und genau hier lohnt sich ein genauer Blick, weil diese Zahlen erstaunlich wackelig sind.

Info

Googles eigene Hilfe widerspricht sich bei der Reichweite. Die Seite “Displaynetzwerk: Definition” spricht von einem Netzwerk, “das über zwei Millionen Websites, Videos und Apps umfasst”, und davon, dass sich damit “mehr als 90 % der Internetnutzer in aller Welt” ansprechen lassen.

Die Seite zu Displaykampagnen nennt am selben Tag “über 35 Millionen von Websites und Apps”. Googles Ankündigung vom 26. Mai 2026 spricht wieder von “2 million sites, videos and apps”.

Alle drei Angaben stammen von Google, alle drei wurden am 10.08.2026 abgerufen. Keine nennt Methode oder Erhebungszeitpunkt. Wenn du solche Zahlen in einem Ratgeber liest, weißt du jetzt, wie viel sie wert sind.

Für deine Praxis ist die genaue Zahl ohnehin bedeutungslos. Entscheidend ist nicht, wie viele Plätze es gibt, sondern welche davon du bekommst.

Und die bekommst du nicht nach Wunsch, sondern nach Verfügbarkeit und Preis. Die guten Umfelder sind teuer und oft direkt vermarktet, die billigen sind billig, weil sie kaum jemand will.

Genau deshalb ist Abschnitt 6 dieser Lektion der wichtigste. Reichweite ist im Displaynetzwerk kein Engpass, Qualität schon.

03 ·

Wichtig 2026: Displaykampagnen ziehen in Demand Gen um

Bevor du irgendetwas anlegst, musst du eine aktuelle Entwicklung kennen. Google hat am 26. Mai 2026 angekündigt, eigenständige Displaykampagnen in den Kampagnentyp Demand Gen zu überführen.

Das Displaynetzwerk selbst bleibt. Was sich ändert, ist der Weg, über den du es einkaufst.

Die deutsche Hilfeseite beschreibt den Ablauf in Stufen. Ab Juni 2026 führt Google “das Umstellungstool schrittweise ein”, mit dem sich bestehende Displaykampagnen auf Demand Gen umstellen lassen.

Später gilt dann: “Neue Kampagnen mit Google-Displayanzeigen können nur in Demand Gen erstellt werden.” Verbleibende Kampagnen migriert Google am Ende automatisch.

Umstellung der Displaykampagnen auf Demand Gen: die Stufen laut Google (Stand 10.08.2026)
Stufe Was passiert Was das für dich heißt
ab Juni 2026 Umstellungstool wird schrittweise ausgerollt, freiwillige Migration möglich ✅ Du entscheidest selbst über den Zeitpunkt und kannst vorher testen
“später” (kein Datum in der DE-Hilfe) Neue Displaykampagnen lassen sich nur noch in Demand Gen anlegen 🚩 Ab dann keine eigenständige Displaykampagne mehr als Neuanlage
danach Restliche berechtigte Kampagnen werden automatisch überführt 🚩 Ohne eigenes Zutun – deshalb vorher prüfen, wie sich deine Ausschlüsse verhalten

Zwei Details sind praktisch relevant. Das Umstellungstool überträgt laut Google Leistungsdaten von bis zu 42 Tagen, wodurch die Lernphase auf etwa ein bis zwei Tage schrumpft.

Und das Displaynetzwerk bleibt nach der Umstellung standardmäßig aktiviert. Du kannst weitere Kanäle wie YouTube oder Gmail dazunehmen, musst es aber nicht.

Die Kanalauswahl sitzt in Demand Gen auf Anzeigengruppenebene. Du kannst dort also gezielt nur das Google Displaynetzwerk aktivieren und die übrigen Flächen abschalten.

💡 Praxis-Tipp

Migriere selbst, statt migriert zu werden. Brooke Osmundson vom Search Engine Journal formuliert die Sorge der Praktiker so: “Placement exclusions alone are probably going to be a huge topic for advertisers after this transition.”

Ihre Empfehlung: lieber jetzt selbst umstellen und prüfen, wo sich Kontrollen, Ausschlüsse und Berichte anders verhalten.

Denn eine automatische Migration passiert zu Googles Zeitpunkt, nicht zu deinem. Wenn dabei etwas an deiner Ausschlussliste hakt (wie du sie aufbaust, steht in Abschnitt 6), merkst du es erst an der Rechnung.

Alles Weitere in dieser Lektion gilt unabhängig vom Kampagnentyp. Assets, Targeting-Logik, Placement-Hygiene und Messung ändern sich durch den Umzug nicht.

Was Demand Gen darüber hinaus kann, ist ein eigenes Thema. Einen Überblick über den Kampagnentyp gibt unser Ratgeber zu Demand Gen.

04 ·

Responsive Displayanzeigen: was du lieferst, was Google baut

Das Standardformat im Displaynetzwerk heißt responsive Displayanzeige. Du baust dabei kein fertiges Banner mehr, sondern lieferst Bausteine.

Google formuliert das so: “Wenn Sie responsive Displayanzeigen erstellen möchten, müssen Sie nur Ihre Assets hochladen. Dazu zählen Bilder, Anzeigentitel, Logos, Videos und Textzeilen. Google generiert daraus dann automatisch Anzeigen für das Displaynetzwerk.” (Google Ads Hilfe, answer/7005917, DE, abgerufen 10.08.2026)

Aus diesen Bausteinen setzt das System dann Anzeigen für jeden Werbeplatz zusammen. Dasselbe Set läuft als breites Banner, als Quadrat in einer Seitenleiste und als Textblock in einer App.

Assets für responsive Displayanzeigen: Anzahl und Limits laut Google Ads Hilfe (answer/7005917, Stand 10.08.2026)
Asset Anzahl Limit
Kurze Anzeigentitel ein bis fünf jeweils höchstens 30 Zeichen
Langer Anzeigentitel einer max. 90 Zeichen
Textzeilen eine bis fünf max. 90 Zeichen
Unternehmensname einer
Bild Querformat (1,91:1) mehrere möglich 1200 × 628 px, mindestens 600 × 314 px
Bild Quadrat (1:1) mehrere möglich 1200 × 1200 px, mindestens 300 × 300 px
Logo Querformat (4:1) mehrere möglich 1200 × 300 px, mindestens 512 × 128 px
Logo Quadrat (1:1) mehrere möglich 1200 × 1200 px, mindestens 128 × 128 px
Video optional über YouTube-Links
Maximale Dateigröße 5.120 KB

Die Textlimits kennst du im Prinzip schon aus den Suchanzeigen. Neu ist, dass der Text hier nicht die Hauptrolle spielt.

Auf einem Werbeplatz von wenigen Zentimetern entscheidet das Bild darüber, ob überhaupt jemand hinsieht. Google selbst schreibt in den Best Practices knapp: “Hochwertige Bilder sind für responsive Displayanzeigen besonders wichtig.” (answer/9823397, DE, abgerufen 10.08.2026)

Auf derselben Seite stehen konkrete Mengenempfehlungen: “bis zu 15 Bilder in drei Seitenverhältnissen (horizontal, quadratisch und vertikal)”, davon “5–10 Bilder pro Seitenverhältnis”, und “Drei bis vier Anzeigen pro Anzeigengruppe erstellen”.

Genauso wichtig ist, was du weglässt. Google rät ausdrücklich: “Vermeiden Sie es, ein Bild mit Text zu überlagern.”

💡 Praxis-Tipp

Behandle das Bild wie die Zielseite, nicht wie Dekoration. Es ist der einzige Baustein, den ein Nutzer im Vorbeiscrollen wirklich wahrnimmt.

Google nennt als Ausschlusskriterien Bilder, die “unscharf, farblich umgekehrt, übermäßig gefiltert, mit einem Rahmen versehen, undeutlich, verkehrt herum oder verzerrt sind”. Für Logos gilt zusätzlich: “Runden Sie die Ecken nicht ab und verwenden Sie keine Rahmen.”

🚩 Das schließt den häufigsten Behelf aus: das Produktfoto mit aufgestempeltem Rabatt-Störer. Solche Bilder werden zwar oft ausgeliefert, aber Google schneidet und skaliert sie je nach Werbeplatz – und schneidet dabei gern genau deinen Text an.

Der praktische Hebel liegt damit nicht im Feintuning der Anzeigentitel. Er liegt darin, ob du fünf brauchbare Bilder pro Seitenverhältnis hast oder ein einziges, das du überall hinquetschst.

05 ·

Targeting sortiert: wer wird angesprochen, wo wird ausgeliefert

Die Targeting-Optionen im Displaynetzwerk werden meist als eine lange Liste präsentiert. Das ist der Grund, warum Einsteiger sie durcheinanderbringen.

Sortier sie stattdessen nach zwei Fragen. Sprichst du eine Person an, oder buchst du ein Umfeld?

Ausrichtung im Google Displaynetzwerk: personenbezogen gegen kontextbezogen (Google Ads Hilfe, answer/2404191, Stand 10.08.2026)
Frage Methode Wofür brauchbar
Wer wird angesprochen?
personenbezogen
Eigene Daten, etwa “Nutzer, die Ihre Website besucht haben” ✅ Der belastbarste Fall: Remarketing
Zielgruppensegmente von Google (Interessen, Kaufabsicht, Demografie) Kalte Reichweite, breit und ungenau
Wo wird ausgeliefert?
kontextbezogen
Keywords und Themen Grobe Umfeldsteuerung, kein Bedarfssignal
Placements: einzelne Websites, Apps, Videos ✅ Enge Kontrolle, kleine Reichweite

Ein Detail entscheidet über den Unterschied zwischen Steuerung und Statistik. Google unterscheidet zwischen Ausrichtung und Beobachtung.

Ausrichtung schränkt die Auslieferung tatsächlich ein. Beobachtung misst nur mit und verändert nichts an der Reichweite.

Wer glaubt, er habe eine Zielgruppe eingegrenzt, sie aber nur beobachtet, wundert sich später über die Streuung. Wie du Segmente sauber aufbaust, steht in unserem Ratgeber zu Google Ads Zielgruppen.

Info

Optimierte Ausrichtung ist voreingestellt. Google nennt sie in der Hilfe zu Displaykampagnen die “standardmäßige Ausrichtungsmethode für Displaykampagnen” (answer/2404190, DE, abgerufen 10.08.2026).

Sie sucht über deine eingestellten Segmente hinaus nach Nutzern mit Conversion-Wahrscheinlichkeit und zieht dafür unter anderem “Informationen wie Keywords auf Ihrer Landingpage” heran.

Praktische Folge: Deine Zielgruppenauswahl ist eher ein Startsignal als eine Grenze. Wer eine harte Eingrenzung braucht, muss das bewusst einstellen und danach die Auslieferung kontrollieren.

Damit ist auch klar, warum das Targeting nicht der Ort ist, an dem du dein Display-Budget rettest. Die Auswahl ist grob, das System weicht bewusst davon ab.

Was du wirklich kontrollieren kannst, ist die Ausspielfläche. Und genau darum geht es jetzt.

06 ·

Placement-Hygiene: hier sterben Display-Budgets

Ein Placement ist die konkrete Stelle, an der deine Anzeige erschienen ist. Eine Website, eine App, ein Video.

Bei Search siehst du im Suchbegriffsbericht, wonach jemand gesucht hat. Das Gegenstück im Displaynetzwerk ist der Placement-Bericht: Er zeigt, wo dein Geld gelandet ist.

Diesen Bericht liest man anders als den Suchbegriffsbericht. Sortier ihn nach Kosten, nicht nach Impressionen.

Placement-Hygiene in drei Ebenen

Was du vorher einstellst, was du pauschal sperrst, was du laufend prüfst (Stand 08/2026)

Ebene 1 · vor dem Start

Inventartyp festlegen: maximal, Standard oder eingeschränkt.

Inhaltslabels und ausgeschlossene Themen setzen.

Inhaltstypen abwählen, etwa Livestreams oder Platzierungen unterhalb des sichtbaren Bereichs.

Ebene 2 · pauschal sperren

Mobile Apps ausschließen, wenn du keine App bewirbst.

Kontoebene nutzen, damit der Ausschluss für alle Kampagnen gilt.

Einmal aufbauen, dann als Liste weiterpflegen statt jedes Mal neu.

Ebene 3 · laufend prüfen

Placement-Bericht nach Kosten sortieren, nicht nach Impressionen.

Teuer ohne Ergebnis raus, Rest beobachten.

Fester Termin statt Bauchgefühl, gerade in den ersten Wochen.

Grundlage: Google Ads Hilfe zu Placement-Ausschlüssen auf Kontoebene (answer/7331110) und zur Eignung von Inhalten (answer/12764663), beide DE, abgerufen 10.08.2026. Eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Schaubild: Placement-Hygiene arbeitet auf drei Ebenen – Voreinstellung, pauschaler Ausschluss und laufende Kontrolle. Eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Placements ausschließen: die Mechanik und ihre Grenzen

Ausschlüsse lassen sich auf Kampagnen- und auf Kontoebene setzen. Die Kontoebene ist der sinnvolle Ort für alles, was du nie wieder sehen willst.

Den Weg dorthin beschreibt Google so: Kampagnen-Symbol, dann “Zielgruppen, Keywords und Inhalte”, dann “Inhalte”, dann “Ausschlüsse” und “Ausschlüsse bearbeiten”, und im Drop-down “Konto” wählen (answer/7331110, DE, abgerufen 10.08.2026).

Drei Randbedingungen solltest du kennen, bevor du loslegst.

Grenzen beim Placements ausschließen auf Kontoebene (Google Ads Hilfe, answer/7331110, Stand 10.08.2026)
Punkt Wert laut Google Was das bedeutet
Obergrenze maximal 20.000 gleichzeitig, insgesamt 65.000 Reichlich Platz – aber endlich. Sammle Kategorien, nicht Einzelfälle
Aktivierung “Neue Placement-Ausschlüsse werden normalerweise innerhalb von zwölf Stunden aktiviert.” 🚩 Ein Ausschluss wirkt nicht sofort. Rechne mit einem halben Tag Nachlauf
Geltungsbereich Displaynetzwerk, YouTube und seit März 2024 auch Partnerwebsites im Suchnetzwerk Eine gepflegte Liste zahlt auf mehrere Kanäle gleichzeitig ein

Der größte Einzelposten: mobile Apps

Wenn du keine App bewirbst, sind App-Placements für dich fast immer verlorenes Geld. Der Grund ist banal: In einer App ist das Banner ein Hindernis, und der Daumen trifft es schneller als das Schließen-Kreuz.

Die Agentur Playhouse Digital bringt die Nutzersicht in einem Blogbeitrag auf den Punkt (abgerufen 10.08.2026): “how often are you engaged by an app and appreciate the interruption of an ad trying to sell you insurance or a sofa? Never, I’d assume.”

Der Standardgriff dagegen ist ein einzelnes negatives Placement. Statt eine Liste einzelner Apps zu pflegen, schließt du die gesamte Kategorie mobiler Apps aus.

💡 Praxis-Tipp

Der Kategorie-Ausschluss für mobile Apps. Du trägst als auszuschließendes Placement den Wert mobileappcategory::69500 ein.

Playhouse Digital beschreibt den Weg wörtlich so: “Rather than using the ‘Browse’ window, go to the adjacent ‘Enter’ window and type mobileappcategory::69500”. Über die Suchmaske findest du den Eintrag also nicht, du musst ihn eintippen.

🚩 Ein Vorbehalt: Google dokumentiert diesen Wert nirgends offiziell. Playhouse Digital berichtet zudem, der direkte Weg über die Kontoebene quittiere den Eintrag mit einer Fehlermeldung.

Für kontoweite Geltung nimmst du deshalb den anderen Weg: eine Placement-Ausschlussliste in der gemeinsam genutzten Bibliothek. Dort trägst du denselben Wert ein und verknüpfst die Liste mit deinen Kampagnen.

Und rechne nicht mit einem dichten Netz. Neue App-IDs kommen laufend dazu, und ein Teil der In-App-Werbung läuft technisch als Webview. Der Kategorie-Ausschluss senkt den App-Anteil deutlich, er beseitigt ihn nicht.

Made-for-Advertising: Seiten, die nur für Werbung gebaut sind

Neben Apps gibt es eine zweite Kategorie, die Budget frisst. Made-for-Advertising-Seiten, kurz MFA, existieren nicht für Inhalte, sondern für Werbeflächen.

Typische Merkmale sind endlose Klickstrecken, Listicles ohne Substanz und mehr Anzeigen als Text. Für einen Werbetreibenden sind das billige Impressionen ohne Wirkung.

Wie groß das Problem ist, lässt sich nur für den offenen Programmatic-Markt beziffern, nicht für dein Google-Ads-Konto.

Info

📌 Wichtig für die Einordnung: Diese Zahlen stammen aus dem offenen Programmatic-Markt, nicht aus dem Google Displaynetzwerk. Sie belegen, dass MFA ein reales Marktphänomen ist. Sie sagen dir nicht, welcher Anteil deines Display-Budgets betroffen ist.

Für dich heißt das: Rechne nicht mit einer Prozentzahl, sondern sieh nach. Im Placement-Bericht erkennst du solche Seiten daran, dass sie viele Klicks bei extrem kurzer Verweildauer liefern und dir namentlich nichts sagen.

Experten-Tipp aus der Agentur

Deine Ausschlussliste ist ein Vermögenswert des Kontos. Sie wird mit jedem Monat wertvoller, in dem du sie pflegst.

Der Reflex ist, erst zu starten und dann auszusortieren. Das Problem daran: Der Bericht entsteht aus genau dem Geld, das du eigentlich sparen wolltest.

Mein Rat: Schließ die offensichtlichen Kategorien am Tag null aus – mobile Apps, wenn du keine App bewirbst, dazu Umfelder, in denen du deine Marke nicht sehen willst. Erst danach schaltest du live.

Zieh dir die Liste außerdem regelmäßig als Export. Beim anstehenden Umzug in Demand Gen willst du belegen können, was vorher gesperrt war.

PC
Pascal Cabitza
Geschäftsführer Ostend Digital · Google Partner

07 ·

Display Remarketing: der ehrlichste Einstieg

Alles, was du bis hierher gelesen hast, spricht gegen kalte Displaywerbung mit kleinem Budget. Es gibt aber einen Fall, in dem das Kanalproblem weitgehend verschwindet.

Display Remarketing spricht Menschen an, die schon auf deiner Website waren. Die Anzeige unterbricht dann zwar immer noch, aber sie ist keine Fremdansprache mehr.

Das ist der Grund, warum Display Remarketing für die meisten kleinen Konten der einzige Display-Einstieg ist, der sich rechtfertigen lässt. Du bezahlst für Wiedererkennung bei Leuten, deren Interesse du schon einmal gemessen hast.

Zwei Zahlen musst du dafür kennen.

Remarketing-Listen im Displaynetzwerk: Dauer und Mindestgröße (Google Ads Hilfe, answer/2472738, Stand 10.08.2026)
Einstellung Wert Praktische Folge
Mitgliedschaftsdauer, Standard 30 Tage Die Voreinstellung ist für viele Angebote zu kurz gedacht – sie passt zu schnellen Entscheidungen
Mitgliedschaftsdauer, Maximum 540 Tage Technisch möglich, selten sinnvoll. Nach anderthalb Jahren erinnert sich niemand an den Besuch
Mindestgröße für Auslieferung mindestens 100 aktive Nutzer in den letzten 30 Tagen 🚩 Kleine Websites erreichen diese Schwelle nicht. Dann läuft die Kampagne schlicht nicht

Die Mindestgröße ist der erste Realitätscheck. Hat deine Seite zu wenig Besucher, brauchst du über Display Remarketing gar nicht nachzudenken – dann ist mehr Traffic das Thema, nicht mehr Werbekanal.

Bei der Dauer gibt Google keine Zahl vor, sondern eine Logik. Du kannst festlegen, “wie lange ein Besucher oder Nutzer in dem Segment verbleiben soll”, und die Dauer soll sich am Verkaufszyklus orientieren (answer/2472738, DE, abgerufen 10.08.2026).

Übersetzt heißt das: Wie lange dauert bei dir eine Entscheidung? Bei einem Werkzeugkauf sind es Tage, bei einer Heizungssanierung Monate.

💡 Merke

Die Listendauer ist dein wichtigster Frequenz-Regler. Wer 540 Tage einstellt, verlängert nicht die Chance, sondern die Belästigung.

Leite die Dauer aus deinem Verkaufszyklus ab und rechne einen Puffer dazu. Alles, was danach kommt, ist Erinnerung an etwas, das längst entschieden ist.

Prüf zusätzlich die Auslieferungshäufigkeit. In Displaykampagnen findest du sie unter “Zusätzliche Einstellungen” im Bereich Frequency Management (Google Ads Hilfe, answer/6034106, DE, abgerufen 10.08.2026).

🚩 Wichtig für deine Migrationsplanung aus Abschnitt 3: In Demand Gen wird Frequency Capping laut derselben Hilfeseite nicht unterstützt. Wer umstellt, verliert diesen Regler – dann ist die Listendauer dein einziger Frequenz-Hebel.

Ein zweiter Punkt entscheidet über die Qualität. Eine einzige Liste aller Website-Besucher wirft jemanden, der zehn Sekunden auf der Startseite war, mit jemandem zusammen, der den Warenkorb abgebrochen hat.

Trenn deshalb mindestens grob nach Nähe zum Abschluss. Wer weiter unten war, ist mehr Werbedruck wert als der zufällige Erstbesucher.

08 ·

Kalte Reichweite: nur mit Zweitkontakt-Ziel

Bleibt der zweite Fall: Menschen ansprechen, die dich noch nicht kennen. Das kann funktionieren, aber nur mit einer klaren Vorentscheidung.

Der Fehler ist nicht die kalte Ansprache selbst. Der Fehler ist, von ihr direkte Abschlüsse zu erwarten.

Ein Banner beendet keinen Kaufprozess, den es gerade erst angestoßen hat. Was es leisten kann, ist ein erster Kontakt, auf den ein zweiter folgt.

💡 Praxis-Tipp

Schreib das Zweitkontakt-Ziel auf, bevor du startest. Also die Frage: Was genau soll nach dem Erstkontakt passieren?

Brauchbare Antworten sind messbar. Zum Beispiel: Die Remarketing-Liste wächst so weit, dass sie die Mindestgröße überschreitet. Oder: Die Suchanfragen nach deinem Firmennamen nehmen zu.

🚩 Unbrauchbare Antworten sind “Bekanntheit” und “Sichtbarkeit”. Beides lässt sich nicht prüfen, und deshalb wird eine Kampagne mit diesem Ziel nie beendet.

Dazu kommt die Budgetfrage. Ein Netzwerk aus Millionen von Werbeplätzen mit ein paar hundert Euro im Monat zu beschicken, verteilt dein Geld auf so viele Kontakte, dass keiner davon hängen bleibt.

Wenn du kalt fahren willst, geh eng heran. Wenige Umfelder, ein klares Thema, und lieber ein Monat mit spürbarem Druck als zwölf Monate mit einem Rinnsal.

Wie viel überhaupt in welchen Kanal gehört, hast du in der Budget-Lektion gerechnet. Größenordnungen für Klickpreise und Monatsbudgets findest du zusätzlich in unserem Überblick zu den Google Ads Kosten.

09 ·

Messung: View-through-Conversions richtig einordnen

Kaum eine Kennzahl wird so gern zur Rettung einer Displaykampagne herangezogen wie die View-through-Conversion. Deshalb lohnt es sich, genau zu wissen, was sie zählt.

Eine View-through-Conversion entsteht, wenn jemand deine Anzeige gesehen, aber nicht mit ihr interagiert hat – und später trotzdem konvertiert. Es gibt also keinen Klick, nur eine Impression davor.

Google ordnet sie bei Display und Video der letzten Impression zu, die zur Conversion führte. Das Standard-Zeitfenster beträgt 30 Tage (Google Ads Hilfe, answer/16542520 und answer/7320922, DE, abgerufen 10.08.2026).

View-through-Conversions: was sie belegen und was nicht (Stand 10.08.2026)
Was gesichert ist Was offen bleibt
✅ Die Anzeige wurde ausgeliefert, bevor die Conversion stattfand ❌ Ob der Nutzer sie überhaupt bewusst wahrgenommen hat
✅ Es gab keinen Klick – sonst wäre es eine normale Conversion ❌ Ob die Impression irgendetwas an der Entscheidung geändert hat
✅ Nutzer, die zusätzlich mit einer anderen Anzeige interagiert haben, werden ausgeschlossen ❌ Ob die Person nicht ohnehin gekommen wäre

Der Kern steht in der rechten Spalte. Eine Impression ist keine Wahrnehmung, und eine Reihenfolge ist keine Ursache.

Ein sinnvoller Umgang ist deshalb: als Diagnosewert lesen, nicht als Erfolgsmeldung. Steigen View-through-Conversions und sonst nichts, hast du keinen Beweis, sondern einen Hinweis zum Nachprüfen.

Info

Gut zu wissen: View-through-Conversions laufen in der Standardspalte “Conversions” nicht mit. Sie stehen in einer eigenen Spalte.

Das ist eine bewusste Trennung von Google – und sie sagt dir bereits, wie du die Zahl behandeln solltest. Wer sie zur Conversion-Zahl dazuaddiert, baut sich seinen Erfolg selbst.

Bleibt die zweite Messfalle, und sie ist die verbreitetere. Display-Klickrate und Display-Conversion-Rate gehören nicht neben die Werte deiner Suchkampagnen.

Die Zahlen entstehen unter völlig verschiedenen Bedingungen, wie in Abschnitt 1 gezeigt. Ein Vergleich lässt Display immer schlecht aussehen, ganz gleich, wie gut die Kampagne läuft.

Miss stattdessen gegen dich selbst. Voraussetzung dafür ist ein sauberes Setup. Wie du es aufbaust, ist Thema von Lektion 14 dieses Kurses; einen Überblick vorab gibt der Ratgeber zum Google Ads Conversion Tracking.

10 ·

Abgrenzung: Display steckt auch in Performance Max

Eine Frage taucht an dieser Stelle fast immer auf. Wenn Performance Max ohnehin über alle Google-Flächen ausliefert, warum dann noch eine eigene Displaykampagne?

Der Unterschied liegt nicht im Inventar, sondern in der Kontrolle. Das Google Displaynetzwerk ist eine Fläche, auf die mehrere Kampagnentypen zugreifen – eigenständige Displaykampagnen, künftig Demand Gen, und eben auch Performance Max.

Was sich unterscheidet, ist, wie viel du davon steuern und sehen kannst. Brooke Osmundson vom Search Engine Journal hält im Rückblick fest, klassische Displaykampagnen hätten “a different level of placement visibility, segmentation, and campaign separation” geboten als die neueren automatisierten Kampagnentypen (26.05.2026, abgerufen 10.08.2026).

Für diese Lektion reicht die Abgrenzung. Alles, was du hier über Placement-Hygiene und Messung gelernt hast, gilt weiter – nur die Hebel liegen je nach Kampagnentyp an anderer Stelle.

Wie Performance Max funktioniert und wann er sich lohnt, ist Thema der Lektion 3.4 in diesem Kurs. Einen ersten Überblick gibt bis dahin unser Ratgeber zu Performance Max.

💡 Recap

Google Ads Display Ads in 30 Sekunden:

  • Kein Nachfragekanal. Search beantwortet eine Frage, Display stellt eine. Daraus folgt alles Weitere
  • Zwei tragfähige Zwecke für kleine Budgets: Remarketing und kalte Reichweite mit einem messbaren Zweitkontakt-Ziel
  • Reichweiten-Zahlen sind wackelig. Googles eigene Hilfeseiten nennen 2 Millionen und 35 Millionen Flächen am selben Tag – nutz solche Zahlen nicht als Argument
  • Umzug läuft: Neue Kampagnen mit Google-Displayanzeigen entstehen künftig in Demand Gen. Migriere selbst, statt migriert zu werden
  • Responsive Displayanzeigen leben vom Bild. 5 bis 10 Bilder pro Seitenverhältnis, kein Text im Bild, keine Rahmen
  • Targeting steuert grob, optimierte Ausrichtung geht bewusst darüber hinaus. Die echte Kontrolle liegt bei den Placements
  • Placements ausschließen ist Pflichtarbeit: mobile Apps raus, Liste auf Kontoebene, Aktivierung normalerweise innerhalb von zwölf Stunden
  • Display Remarketing braucht mindestens 100 aktive Nutzer in 30 Tagen. Die Listendauer leitest du aus deinem Verkaufszyklus ab, nicht aus dem Maximum von 540 Tagen
  • View-through-Conversions sind Diagnose, kein Erfolg. Und Display-Kennzahlen gehören nie neben Search-Kennzahlen

12 ·

Selbstcheck: kannst du das beantworten?

Deine Displaykampagne hat eine deutlich niedrigere Klickrate als deine Suchkampagne. Ist das ein Warnsignal?

Nein, jedenfalls nicht für sich genommen. Die beiden Zahlen heißen gleich, entstehen aber unter völlig verschiedenen Bedingungen.

Bei Search hat der Nutzer die Frage selbst gestellt und will Angebote sehen. Bei Display liest, spielt oder schaut er etwas anderes.

Ein Warnsignal wäre etwas anderes: viele Klicks aus wenigen namenlosen Placements, ohne dass danach irgendetwas passiert. Dann schau in den Placement-Bericht, nicht auf die Klickrate.

Du siehst im Placement-Bericht drei Apps unter den fünf teuersten Positionen. Was tust du, und was musst du dabei beachten?

Wenn du keine App bewirbst, schließt du nicht die drei Apps aus, sondern die Kategorie. Der Praktiker-Griff dafür ist das negative Placement mobileappcategory::69500, das du in das Eingabefeld tippen musst – über die Suchmaske findest du es nicht.

Beachten musst du zwei Dinge. Soll der Ausschluss kontoweit gelten, legst du ihn als Placement-Ausschlussliste in der gemeinsam genutzten Bibliothek an, nicht über das Konto-Dropdown.

Und der Ausschluss wirkt nicht sofort: Google nennt für neue Placement-Ausschlüsse eine Aktivierung normalerweise innerhalb von zwölf Stunden.

Deine Displaykampagne meldet 40 View-through-Conversions und 2 Conversions. Wie bewertest du das?

Nicht als 42 Conversions. Die 40 belegen nur, dass eine Anzeige ausgeliefert wurde, bevor jemand konvertiert hat – ohne Klick und ohne Nachweis, dass sie überhaupt wahrgenommen wurde.

Google führt sie deshalb in einer eigenen Spalte und nicht in der Standardspalte “Conversions”.

Sinnvoll ist die Zahl als Hinweis zum Nachprüfen: Steigen parallel Direktzugriffe oder Suchanfragen nach deinem Namen? Wenn nichts davon passiert, hast du keinen stillen Erfolg, sondern nur Impressionen.

Du hast fünf Anzeigentitel, vier Textzeilen und ein einziges Produktfoto mit aufgestempeltem Rabatt. Wo liegt dein Problem?

Beim Bild, nicht beim Text. Auf einem Werbeplatz von wenigen Zentimetern entscheidet das Bild, ob überhaupt jemand hinsieht.

Google empfiehlt 5 bis 10 Bilder je Seitenverhältnis in drei Verhältnissen. Ein einziges Motiv wird für jeden Platz anders zugeschnitten und skaliert.

Der aufgestempelte Rabatt verschärft das: Google rät ausdrücklich davon ab, ein Bild mit Text zu überlagern – beim Zuschnitt trifft es genau diesen Text.

← Zurück · Lektion 9
Shopping Ads
(erscheint in Kürze)
Weiter · Lektion 11 →
YouTube & Video-Kampagnen
(erscheint in Kürze)

Alle Lektionen im Überblick findest du auf der Kursseite zum Google-Ads-Kurs.

Quellen und Stand (15 Einträge)
  1. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Frequency Capping (answer/6034106, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Frequency Management in Displaykampagnen unter “Zusätzliche Einstellungen”; keine Unterstützung in Demand Gen.
  2. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Displaykampagnen (answer/2404190, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Ansprache vor der aktiven Beschäftigung mit dem Produkt, Angabe “über 35 Millionen von Websites und Apps”, optimierte Ausrichtung als Standardmethode.
  3. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Displaynetzwerk: Definition (answer/117120, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: “über zwei Millionen Websites, Videos und Apps” und “mehr als 90 % der Internetnutzer”. Beide ohne Methodik und Erhebungsdatum, im Text nur als Beleg für die Inkonsistenz verwendet.
  4. Google-offiziell, Ankündigung: blog.google – “Google Display Ads has a new home in Demand Gen” (26.05.2026, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Überführung in Demand Gen, Angabe “2 million sites, videos and apps on GDN”. Die dortigen Leistungsangaben sind Anbieterangaben und wurden nicht übernommen.
  5. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Kampagnen mit Google-Displayanzeigen in Demand Gen (answer/17051545, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Umstellungstool ab Juni 2026, Neuerstellung nur noch in Demand Gen (Zeitpunkt dort nur “später”), automatische Migration, bis zu 42 Tage Leistungsdaten, GDN danach standardmäßig aktiviert. Das in Sekundärquellen kursierende Datum Januar 2027 steht dort nicht.
  6. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – GDN-Integration in Demand Gen (answer/15890515, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Kanaleinstellungen auf Anzeigengruppenebene, einzelne Kanäle deaktivierbar.
  7. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Responsive Displayanzeigen (answer/7005917, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Asset-Prinzip, Anzahl und Zeichenlimits, Bild- und Logoformate, maximale Dateigröße 5.120 KB.
  8. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Best Practices für responsive Displayanzeigen (answer/9823397, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: 15 Bilder in drei Seitenverhältnissen, 5-10 Bilder je Verhältnis, 3-4 Anzeigen je Anzeigengruppe, Bildqualität, kein Text im Bild, Bild- und Logo-Ausschlusskriterien.
  9. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Ausrichtung von Displaykampagnen (answer/2404191, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: personenbezogene gegen kontextbezogene Ausrichtung, Ausrichtung gegen Beobachtung.
  10. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Placements auf Kontoebene ausschließen (answer/7331110, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Limit 20.000 gleichzeitig und 65.000 insgesamt, Aktivierung “normalerweise innerhalb von zwölf Stunden”, Geltung für Displaynetzwerk, YouTube und seit März 2024 Partnerwebsites im Suchnetzwerk, UI-Pfad.
  11. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Eignung der Inhalte (answer/12764663, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: die drei Inventartypen, Inhaltslabels, ausgeschlossene Themen und Inhaltstypen.
  12. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Remarketing-Listen (answer/2472738, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: 30 Tage Standard, 540 Tage Maximum, Mindestgröße 100 aktive Nutzer in 30 Tagen, Orientierung am Verkaufszyklus.
  13. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – View-through-Conversions (answer/16542520 und answer/7320922, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Definition ohne Interaktion, Zuordnung an die letzte Impression, 30-Tage-Standardfenster, Ausschluss von Nutzern mit Anzeigeninteraktion, eigene Spalte außerhalb von “Conversions”.
  14. Fachpresse: Search Engine Journal, Brooke Osmundson – “Google Is Retiring Standalone Display Campaigns In Favor Of Demand Gen” (26.05.2026, abgerufen 10.08.2026). Belegt: beide wörtlichen Zitate zu Placement-Ausschlüssen und zur Kontrolltiefe klassischer Displaykampagnen sowie die Empfehlung zur eigenen Migration.
  15. Agentur-Praxis, keine Google-Dokumentation: Playhouse Digital, Blogbeitrag zum Ausschluss mobiler App-Placements (Copyright-Angabe 2018-2025, abgerufen 10.08.2026). Belegt: die drei wörtlichen Zitate inklusive der Einschränkung auf Kampagnenebene. Dieselbe Empfehlung unabhängig bei Digital Third Coast, GlowMetrics, cf.agency und PPC Chief (abgerufen 10.08.2026), daher als verbreitete Praxis eingeordnet.

Limitation: Das Praktiker-Meinungsbild stützt sich auf Agentur-Blogs und Fachpresse. Das Subreddit r/PPC war bei der Recherche am 10.08.2026 nicht abrufbar (403, auch über den Suchindex).

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