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Google Ads Kurs · Modul 3: Die Kampagnentypen · Lektion 12 von 18

67 %

Bei den bisherigen Kampagnentypen hast du entschieden: welches Keyword, welches Placement, welches Video, welche Zielgruppe. Bei Performance Max Kampagnen entscheidet Google.

Du lieferst Ziel, Budget, Conversion-Daten und Werbematerial. Google sucht daraus die Kanäle, die Nutzer und die Anzeigenkombination aus.

Das ist kein Fehler im System, sondern der Zweck. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht “ist PMax gut”, sondern: Bekommst du für die abgegebene Steuerung genug zurück?

Kurzantwort

Was sind Performance Max Kampagnen?

Ein Kampagnentyp, der laut Google Zugriff auf “Ihr gesamtes Google Ads-Inventar” gibt: Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps in einer einzigen Kampagne. Du steuerst nicht mehr Keywords und Placements, sondern nur noch Ziel, Budget, Daten und Assets.

📌 Für wen ist das relevant: Für alle, die Suche, Shopping und Display verstanden haben und jetzt entscheiden müssen, ob sie diese Steuerung abgeben wollen.

  • PMax ist eine Delegationsentscheidung, kein Optimierungstrick
  • Zielgruppensignale sind Hinweise, keine Zielgruppenbegrenzung
  • Der teuerste Anfängerfehler ist ein plötzlich fantastischer CPA, der aus deiner eigenen Marke stammt

Das lernst du in dieser Lektion

Du kannst erklären, was du bei Performance Max abgibst und was du dafür bekommst.

Du baust eine Asset-Gruppe und ordnest die Anzeigeneffektivität richtig ein.

Du weißt, welche Steuerung dir bleibt und auf welchen Inventaren sie greift.

Du kannst prüfen, ob PMax neue Nachfrage bringt oder deine Marke einsammelt.

Inhalt

01 ·

Performance Max Kampagnen: was du abgibst

Google beschreibt Performance Max in der Hilfe so: Es ist “ein auf Zielvorhaben basierender Kampagnentyp, mit dem Sie über eine einzige Kampagne auf Ihr gesamtes Google Ads-Inventar zugreifen können”. Das ist die ganze Idee, nüchtern formuliert.

Erreicht werden laut derselben Seite Nutzer auf YouTube, im Displaynetzwerk, in der Google Suche, in Discover, in Gmail und in Maps. Der Kampagnentyp taucht im Menü nur auf, wenn dein Zielvorhaben Umsätze, Leads oder lokale Ladenbesuche ist.

Interessanter als die Kanalliste ist der zweite Satz der Google-Doku: Performance Max “ergänzt keywordbasierte Suchkampagnen”. Es ist also ausdrücklich kein Ersatz für die Struktur, die du in den bisherigen Lektionen gebaut hast.

Performance Max Kampagnen: die Delegations-Bilanz
Das gibst du ab Das bekommst du zurück Die Bedingung dafür
Keyword-Auswahl und Match Types Zugriff auf alle Google-Inventare in einer Kampagne Genug Conversion-Daten, damit die Auswahl auf Signalen basiert
Placement- und Kanalsteuerung Automatische Verteilung dorthin, wo Google Conversions erwartet Sauberes Conversion-Tracking, sonst optimiert Google auf Müll
Anzeigengruppen-Logik und Anzeigenkontrolle Automatisch kombinierte Anzeigen für jedes Format Eigene Assets in ausreichender Vielfalt
Manuelle Gebote Gebote pro Auktion nach Conversion-Wahrscheinlichkeit Eine Gebotsstrategie, die zu deinem Datenvolumen passt

Diese Tabelle ist der rote Faden der ganzen Lektion. Jede Zeile links ist ein echter Verlust, jede Zeile rechts ein echter Gewinn – und die dritte Spalte entscheidet, welche Seite überwiegt. Fehlt eine Bedingung, bleibt links der Verlust und rechts kommt nichts an.

💡 Merke

Performance Max ist keine Kampagnenart, sondern eine Delegationsentscheidung. Du tauschst Steuerung gegen Reichweite. Ob der Tausch gut ist, hängt nicht von PMax ab, sondern von deinen Daten.

02 ·

Die Asset-Gruppe als einzige Baueinheit

In einer Suchkampagne ist die Anzeigengruppe deine Baueinheit. Bei Performance Max heißt sie Asset-Gruppe und funktioniert anders.

Google definiert Asset-Gruppen als “Sammlungen von Creatives, die auf ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet sind. Google Ads verwendet diese Assets, um Anzeigen zu generieren”. Du baust also keine Anzeige mehr, sondern einen Materialvorrat.

Aus diesem Vorrat setzt Google für jedes Inventar die passende Anzeige zusammen. Für die Suche werden Texte kombiniert, für YouTube Video und Logo, für Display Bild und Titel.

Bestandteile einer Asset-Gruppe und ihre Mengen (Google Ads Hilfe, Stand 08/2026)
Bestandteil Maximum Von Google empfohlenes Minimum
Anzeigentitel und lange Anzeigentitel 15 Anzeigentitel zusammen mit den Textzeilen mindestens 20 Text-Assets
Textzeilen 5 alle 5 füllen
Bilder 20 7 (3 Querformat, 3 Quadrat, 1 Hochformat)
Videos 5 mindestens 1 eigenes Video
Logos quadratisch, dazu nach Möglichkeit Querformat
Zielgruppensignale optional, siehe Sektion 04

Bei einem Shop mit Merchant-Center-Feed geht es auch ohne eigene Creatives. Google schreibt dazu allerdings selbst: “eventuell fällt die Bewertung der Anzeigeneffektivität dann aber schlecht aus.”

Die Empfehlung der Hilfeseite ist eindeutig: “Damit Ihre Anzeigen auf möglichst vielen Plattformen ausgeliefert werden können und Sie eine optimale Leistung erzielen, sollten Sie eigene Creative-Assets hochladen.” Ein Feed allein macht dich auf YouTube und Display praktisch unsichtbar.

💡 Praxis-Tipp

Eine Asset-Gruppe ist ein Thema, kein Sammelbecken. Wirf nicht dein gesamtes Angebot in eine Gruppe, sonst kombiniert Google Texte und Bilder quer durcheinander.

Schneide die Gruppen so zu, wie du deine Kampagnen auch sonst schneidest: nach Leistung, Produktkategorie oder Zielgruppe.

Faustregel für den Start: eine Asset-Gruppe pro Thema, für das du auch eine eigene Landingpage hast. Hast du nur eine Landingpage, brauchst du nur eine Gruppe.

03 ·

Anzeigeneffektivität: Diagnose, kein Erfolgsmaß

Sobald du eine Asset-Gruppe baust, zeigt Google dir daneben eine Bewertung: die Anzeigeneffektivität. Die Skala reicht von “Unvollständig” über “Schlecht”, “Durchschnittlich” und “Gut” bis “Sehr gut”.

Fast jede Anleitung erklärt daraus ein Ziel: auf “Sehr gut” optimieren. Das ist nicht falsch, aber es verschweigt, was die Stufen überhaupt messen.

Lies die Definitionen von Google einmal genau. Die Stufe “Schlecht” bedeutet wörtlich, die Asset-Gruppe “enthält nur genügend Assets für Performance Max-Kampagnen und kann daher nicht in allen verfügbaren Inventartypen eingesetzt werden”.

Info

Was die Bewertung wirklich aussagt: Sie beschreibt in erster Linie deine Inventar-Abdeckung. Fehlt das Hochformat-Bild, fällst du aus bestimmten Platzierungen heraus. Fehlt das Video, aus YouTube.

Die Stufe “Durchschnittlich” heißt laut Google, die Gruppe enthalte alle nötigen Asset-Typen, “für optimale Leistung müssten die Assets aber vielfältiger sein”. “Sehr gut” heißt, dass auch optionale Assets vorhanden sind, “die sich zwar nicht auf das Inventar auswirken, aber gut für die Leistung sind”.

Google gibt außerdem an, dass Werbetreibende, die die Anzeigeneffektivität ihrer PMax-Kampagnen auf “Sehr gut” verbessern, durchschnittlich 6 % mehr Conversions erzielen. Das ist eine Google-Eigenangabe ohne offengelegte Methodik – nimm sie als Richtungsangabe, nicht als Rechengröße.

Behandle die Anzeigeneffektivität deshalb wie eine Vollständigkeitsprüfung. Sie sagt dir zuverlässig, ob du Material für alle Kanäle geliefert hast.

Sie sagt dir nicht, ob deine Anzeigen gut sind. Eine Gruppe mit 15 austauschbaren Anzeigentiteln bekommt dieselbe Bewertung wie eine mit 15 durchdachten – der Unterschied zeigt sich erst in den Conversions.

04 ·

Zielgruppensignale sind Hinweise, kein Targeting

Hier liegt der meistmissverstandene Punkt des ganzen Kampagnentyps. In der Oberfläche steht neben der Asset-Gruppe ein Feld für Zielgruppensignale, und es sieht aus wie das Zielgruppen-Targeting, das du aus Display kennst.

Es ist aber etwas anderes. Ein Signal begrenzt die Auslieferung nicht.

Google formuliert das in der Hilfe zu Zielgruppensignalen unmissverständlich: Bei Performance Max werden “unter Umständen auch Anzeigen ohne Berücksichtigung der Signale für relevante Zielgruppen ausgeliefert, wenn die Conversion-Wahrscheinlichkeit hoch ist”. Dein Signal ist ein Startpunkt für die Suche, keine Grenze.

Zielgruppensignale bei Performance Max im Vergleich zu klassischem Targeting
Frage Zielgruppe in Display oder Video Zielgruppensignale in PMax
Wird die Auslieferung begrenzt? Ja – aber nur, wenn du die optimierte Ausrichtung abschaltest (Lektion 3.2) ❌ Nein, nur eine Empfehlung
Was passiert bei hoher Conversion-Wahrscheinlichkeit außerhalb? Keine Auslieferung Auslieferung trotzdem möglich
Wozu dient die Angabe? Aussteuerung Schnellerer Start des Lernens
Was passiert ohne Angabe? Kampagne läuft breit Kampagne läuft trotzdem, sucht nur länger

Als Signale zulässig sind laut Google vier Gruppen: selbst erhobene Daten wie Website-Besucher, App-Nutzer, Kundenlisten und Video-Zuschauer, benutzerdefinierte Segmente aus Keywords, URLs und App-Namen, demografische Merkmale sowie weitere Segmente wie Interessen, Lebensereignisse und Kaufbereitschaft.

Das stärkste Signal ist fast immer die erste Gruppe. Eine echte Kundenliste oder die Liste deiner Käufer beschreibt deinen Kunden präziser als jedes Interessen-Segment, das Google anbietet.

Wie du solche Zielgruppen sauber aufbaust, zeigt dir unser Ratgeber zu Google Ads Zielgruppen. Für Performance Max gilt: Du lieferst das Material, die Entscheidung bleibt bei Google.

💡 Merke

Wenn du eine Zielgruppe wirklich begrenzen willst, ist Performance Max der falsche Kampagnentyp. Signal heißt Vorschlag, nicht Vorgabe.

Das ist auch der Grund, warum ein enges Signal keine schmale Kampagne ergibt. Wer streng aussteuern muss, bleibt bei der Suche – oder bei Display und Video mit abgeschalteter optimierter Ausrichtung.

05 ·

Was dir an Steuerung bleibt und wo sie endet

Steuerungsverzicht heißt nicht Kontrollverlust. Ein paar Hebel behältst du, und du solltest sie kennen, bevor du startest.

Der wichtigste Punkt daran wird fast überall unterschlagen: Die meisten dieser Hebel wirken nicht auf allen Inventaren. Sie greifen dort, wo eine Suchanfrage im Spiel ist, und sonst nicht.

Google schreibt zu auszuschließenden Keywords wörtlich: “Auszuschließende Keywords in Performance Max-Kampagnen gelten nur für das Such- und Shopping-Inventar.” Auf YouTube, im Displaynetzwerk, in Gmail und in Discover läuft deine Kampagne davon unberührt weiter.

Steuerungshebel in Performance Max Kampagnen und ihr Geltungsbereich (Google Ads Hilfe, Stand 08/2026)
Hebel Wirkt auf Wirkt nicht auf
Auszuschließende Keywords (Kampagnen- und Kontoebene) Such- und Shopping-Inventar YouTube, Display, Gmail, Discover
Markenausschlüsse über Markenlisten Such-, Shopping- und YouTube-Such-Inventar Displaynetzwerk, Gmail, Discover, Maps und YouTube außerhalb der Suche
Standort, Sprache, Geräte und Alter Die gesamte Kampagne, kein Inventar ausgenommen (Geschlecht als Beta)
Budget und Gebotsstrategie Die gesamte Kampagne Einzelne Kanäle lassen sich nicht separat budgetieren
Asset-Gruppen-Zuschnitt und Assets Was überhaupt ausgeliefert werden kann Wo es ausgeliefert wird

Ein Detail lohnt die Aufmerksamkeit: Ausschlüsse auf Kontoebene wirken laut Google automatisch auf das gesamte Such- und Shopping-Inventar, also auch auf deine Performance Max Kampagnen. Eine gepflegte Ausschlussliste im Konto arbeitet hier also mit. Beim Anwenden zeigt Google dir vorab eine Prognose der Auswirkung.

Wo deine Steuerung endet

Die Inventare einer Performance Max Kampagne – Google nennt sechs Kanäle, Shopping kommt als eigenes Inventar dazu – und der Geltungsbereich deiner Ausschlüsse (Stand 08/2026)

Hier greifen Keyword- und Markenausschlüsse

Google Suche

Textanzeigen. Hier siehst du Suchbegriffe und kannst gezielt ausschließen.

Shopping

Produktanzeigen aus deinem Feed. Ausschlüsse greifen, die Sicht auf die Anfragen bleibt grob.

Hier greifen sie nicht

YouTube (außer YouTube-Suche)

In-Stream und Shorts. Auf dem Such-Inventar von YouTube greifen Markenausschlüsse dagegen schon.

Displaynetzwerk

Bild und Text auf fremden Websites.

Discover

Feed in der Google-App.

Gmail

Werbe-Tab im Postfach.

Maps

Lokal rund um den Standort.

📌 Die praktische Folge: Ein Markenausschluss greift auf Such-, Shopping- und YouTube-Such-Inventar. Er schützt dich also vor Marken-Suchanfragen, nicht vor Remarketing an deine eigenen Besucher im Displaynetzwerk, in Gmail, in Discover oder in YouTube-Videos.
Kanalliste und Geltungsbereich nach Google Ads Hilfe (answer/10724817 und answer/15726455, abgerufen 10.08.2026) – eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Schaubild: Die Inventare einer Performance Max Kampagne, geteilt nach dem Geltungsbereich deiner Ausschlüsse – eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Eine Einschränkung gibt es womöglich bald weniger. Das Fachmedium PPC Land berichtete am 28.07.2026, dass Google testweise erlaubt, das Search Partner Network und das Displaynetzwerk in PMax abzuschalten.

Nimm das noch nicht in deine Planung auf. PPC Land verweist dabei auf einen Digiday-Bericht, in dem ein Google-Sprecher das Feature als noch in der Alpha-Phase und als Pilot mit einer begrenzten Gruppe von Werbetreibenden beschreibt.

06 ·

Die Auktion: PMax gegen deine eigenen Kampagnen

Sobald Performance Max neben deinen bestehenden Kampagnen läuft, konkurrieren sie um dieselben Impressionen. Welche Kampagne ausgeliefert wird, ist dokumentiert.

Google formuliert die Grundregel so: “Wenn mehrere Kampagnen für dieselbe Impression infrage kommen (z. B. eine Performance Max-Kampagne und eine Displaykampagne mit ähnlichem Inventar), wird in Google Ads die Kampagne mit dem höchsten Anzeigenrang priorisiert.”

Es gibt genau eine dokumentierte Ausnahme davon. Sie lautet wörtlich: “Eine Suchkampagne mit einem Keyword, das genau mit einer Suchanfrage oder deren korrigierter Schreibweise übereinstimmt, hat Vorrang vor einer Performance Max-Kampagne.”

Lies diesen Satz genau, denn hier verallgemeinern viele Anleitungen falsch. Die Ausnahme nennt ausdrücklich eine Suchkampagne und ein exakt passendes Keyword.

Für Standard-Shopping steht auf derselben Seite keine vergleichbare Schutzregel. Dort entscheidet der Anzeigenrang, genau wie zwischen allen anderen Kampagnentypen.

Info

Warum du hier besonders auf das Datum von Anleitungen achten solltest: Diese Regel war einmal anders: Bis Herbst 2024 hatte Performance Max gegenüber Standard-Shopping automatisch Vorrang – so berichteten es damals mehrere Fachmedien, darunter PPC Land (18.10.2024).

Google hat die automatische Bevorzugung im Oktober 2024 abgeschafft und durch die normale Auktionslogik ersetzt: Der höhere Anzeigenrang gewinnt.

Findest du einen Text, der behauptet, PMax verdränge Standard-Shopping grundsätzlich, ist er älter als diese Änderung. Prüfe dann auch den Rest des Textes.

💡 Merke

Es gibt keine Schutzmauer um deine bestehenden Kampagnen. Geschützt ist nur die Suchkampagne mit exakt passendem Keyword.

Alles andere musst du selbst schützen: über Markenausschlüsse, über den Zuschnitt deiner Kampagnen und über die Frage, ob du beide Typen überhaupt parallel brauchst.

07 ·

Performance Max Kannibalisierung sichtbar machen

Das ist der teuerste Fehler dieser Lektion, und er fühlt sich beim Passieren gut an. Du startest PMax, und nach zwei Wochen zeigt die Kampagne einen CPA, den du vorher nie gesehen hast.

Der Grund kann sein, dass die Kampagne hervorragend arbeitet. Er kann aber auch sein, dass sie die Anfragen einsammelt, die vorher ohnehin gekommen wären: über deinen Firmennamen, über organische Ergebnisse, über Direkteingaben.

Der Praktiker-Blog Store Growers beschreibt den Effekt in seiner E-Commerce-Analyse (aktualisiert 09.07.2026) trocken: “your pMax campaign will look very good, without adding incremental revenue.”

Wie groß die Überschneidung typischerweise ist

Belastbare Zahlen dazu sind rar, weil die nötigen Daten im Konto liegen. Eine der wenigen breit angelegten Auswertungen stammt vom Google-Ads-Tool-Anbieter Optmyzr (31.07.2025, Erhebungszeitraum Februar 2025, gut 500 Konten).

Der Anbieter fand in 91,45 % der untersuchten Konten eine Überschneidung zwischen PMax und Suchkampagnen bei exakt gleichen Keywords. Ein Tool-Anbieter hat ein Interesse daran, dass Werbetreibende Kontrollbedarf sehen – nimm die Zahl als Hinweis auf die Größenordnung, nicht als Messgröße für dein Konto.

Wichtiger als die Prozentzahl ist ohnehin, was Optmyzr ausdrücklich nicht messen konnte. Wörtlich: “It is not possible to measure ROAS differences because PMax campaigns don’t report revenue data at the search term level.” Genau das ist dein Problem im Kleinen: Die Kennzahl, mit der du Kannibalisierung beurteilen willst, liefert die Kampagne selbst nicht.

💡 Merke

Beurteile Performance Max niemals an der PMax-Zahl. Die Frage ist nicht, ob die Kampagne gut aussieht, sondern ob dein Konto insgesamt mehr Aufträge liefert als vorher.

Ein guter Kampagnen-CPA neben einem unveränderten Gesamtergebnis ist kein Erfolg. Es ist eine Umbuchung.

Markenausschlüsse: der Hebel, den du zuerst setzt

Google stellt für dieses Problem ein eigenes Werkzeug bereit. Markenausschlüsse steuern, ob deine PMax-Kampagne auf Suchanfragen zu bestimmten Marken ausgeliefert wird.

Die Mechanik ist zweistufig: Du legst zuerst eine Markenliste an und wendest sie dann auf die Kampagne an. Schließt du eine Marke aus, schließt Google laut Dokumentation zugehörige Varianten und Falschschreibweisen mit aus.

Markenausschlüsse reichen dabei etwas weiter als auszuschließende Keywords: Sie gelten laut Google für Such-, Shopping- und YouTube-Such-Inventar. Im Displaynetzwerk, in Gmail, in Discover und in YouTube-Videos greifen sie nicht.

Eine Einschränkung solltest du dabei kennen: Google bietet in den Kampagneneinstellungen die Option, Shopping-Anzeigen trotz Markenausschluss weiter auf Suchanfragen mit der ausgeschlossenen Marke auszuliefern. Ist sie aktiv, sammelt deine Kampagne über Shopping weiter Markennachfrage ein – prüf die Einstellung, bevor du dich auf den Ausschluss verlässt.

Google nennt den Zweck der Funktion selbst: zu verstehen, ob die Kampagne neue Nachfrage erzeugt oder bereits markenbekannte Nutzer einsammelt. Das ist präzise die Frage dieser Sektion.

Die Vier-Schritte-Prüfung

Der entscheidende Schritt passiert vor dem Start. Wer die Vergleichszahl erst sucht, wenn PMax schon läuft, kann Kannibalisierung nicht mehr sauber messen.

Vier Schritte gegen die Marken-Illusion

So prüfst du, ob Performance Max neue Nachfrage bringt (Stand 08/2026)

Schritt 1 · vor dem Start

Baseline sichern

Notiere für die letzten 4 Wochen: Conversions und Kosten im gesamten Konto, Conversions aus deiner Marken-Suchkampagne, Conversions aus organisch und direkt.

Schritt 2 · beim Start

Markenausschluss ab Tag 1

Eigene Marke als Markenliste anlegen und auf die Kampagne anwenden. Nicht erst, wenn die Zahlen komisch aussehen.

Schritt 3 · nach 4 Wochen

Kontozahl vergleichen

Nicht den PMax-CPA ansehen, sondern die Gesamtsumme gegen die Baseline halten. Sind Conversions und Umsatz im Konto gestiegen?

Schritt 4 · Gegenprobe

Ausschluss befristet lösen

Wenn der PMax-CPA danach schlagartig besser wird, ohne dass das Konto mehr liefert, weißt du, woher die guten Zahlen kamen.

📌 Wichtig: Der Vergleich in Schritt 3 ist nur so sauber wie dein Zeitraum. Vergleiche gleich lange Zeiträume und berücksichtige Saison, Aktionen und Budgetänderungen.
Funktionsweise der Markenausschlüsse nach Google Ads Hilfe (answer/13607727, abgerufen 10.08.2026); Ablauf als eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Schaubild: Vier Schritte, mit denen du Performance Max Kannibalisierung sichtbar machst – eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Diese Prüfung ist bewusst grob. Ein sauberer Inkrementalitätstest mit Geo-Splits ist für ein Einsteiger-Konto weder nötig noch mit vertretbarem Aufwand auswertbar. Wichtig ist nur, dass du überhaupt eine Vergleichszahl hast.

Experten-Tipp aus der Agentur

Bei Performance Max stelle ich zuerst eine Besitzfrage: Wovon nimmt die Kampagne?

Jede PMax-Kampagne bedient sich zuerst dort, wo du schon präsent bist. Bei deiner Marke, bei deinen Bestandsbesuchern, bei deinen eigenen Shopping-Anzeigen.

Mein Rat als Entscheidungswerkzeug: Benenne vor dem Start die Kampagne, die PMax ersetzen soll. Kannst du eine nennen, vergleichst du am Ende zwei Kampagnen – das ist auswertbar.

Kannst du keine nennen, läuft PMax als zusätzliches Budget. Dann zählt für die Bewertung auch nur das zusätzliche Ergebnis im Konto, nicht der Kampagnen-CPA.

PC
Pascal Cabitza
Geschäftsführer Ostend Digital · Google Partner

08 ·

Transparenz 2026: was du siehst, was nicht

Performance Max startete als Blackbox, und ein großer Teil der Kritik daran ist inzwischen überholt. Auf Googles Übersichtsseite zu Kontrolle und Transparenz (Stand 07.08.2025) steht der wichtigste Satz wörtlich: “Um Daten zur Leistung Ihrer Suchbegriffe einzusehen, sind jetzt Berichte zu Suchbegriffen für alle Performance Max-Kampagnen verfügbar – auch über die API.”

Dazu kommen Messwerte auf Asset-Ebene mit Conversions, Kosten und Klicks. Auch das Limit für Suchthemen pro Asset-Gruppe wurde laut derselben Seite “von 25 auf 50 erhöht”.

Im Januar 2026 kam ein weiterer Baustein dazu: Google kündigte im Ads-Developer-Blog am 29.01.2026 Channel-Level-Reporting für Performance Max an. Was dieses Reporting im Detail ausweist, lässt sich aus der Ankündigung selbst nicht sauber belegen. Prüfe deshalb in deinem eigenen Konto, welche Aufschlüsselung dort tatsächlich ankommt.

Transparenz bei Performance Max Kampagnen: Stand 08/2026
Frage Antwort Quelle
Sehe ich Suchbegriffe? ✅ Ja, Berichte für alle PMax-Kampagnen Google Ads Hilfe, Stand 07.08.2025
Sehe ich, welches Asset wie läuft? ✅ Ja, Conversions, Kosten und Klicks je Asset Google Ads Hilfe, Stand 07.08.2025
Sehe ich eine Kanal-Aufschlüsselung? Teilweise, Channel-Level-Reporting angekündigt Google Ads Developer Blog, 29.01.2026
Sehe ich, welche Anfrage meine Shopping-Anzeige ausgelöst hat? ❌ Nicht mit brauchbarer Genauigkeit Store Growers, 09.07.2026 (Praktiker-Blog)
Sehe ich Umsatz je Suchbegriff? ❌ Nein, PMax meldet keine Umsatzdaten auf Suchbegriff-Ebene Optmyzr, 31.07.2025 (Tool-Anbieter)
Kann ich einzelne Kanäle abschalten? Nur im Alpha-Test für eine begrenzte Gruppe PPC Land, 28.07.2026 (Fachpresse)

Die Lücke in der vierten und fünften Zeile ist die praktisch schmerzhafteste. Store Growers formuliert sie so: “You can’t see which search queries trigger your Shopping ads. Not with any real precision.”

Das ist kein Widerspruch zur ersten Tabellenzeile: Du bekommst zwar einen Suchbegriff-Bericht, aber weder verlässlich die Zuordnung, welche Anfrage eine Shopping-Anzeige ausgelöst hat, noch den Umsatz je Begriff. Damit fehlt dir genau die Analyse, die du aus der Suche kennst: Suchbegriff ansehen, Umsatz danebenlegen, aussteuern.

💡 Praxis-Tipp

Lies den PMax-Suchbegriff-Bericht trotzdem, und zwar mit einem klaren Zweck. Du steuerst damit nicht aus, du kontrollierst.

Zwei Dinge suchst du: Anfragen mit deinem Firmennamen und Anfragen, die thematisch daneben liegen.

Das erste ist ein Fall für den Markenausschluss, das zweite für auszuschließende Keywords. Beides greift nur dort, wo eine Suchanfrage im Spiel ist – was du außerhalb davon nicht siehst, kannst du auch nicht abstellen.

09 ·

Eignungsprüfung: fünf Bedingungen

Jetzt die ehrliche Frage: Solltest du Performance Max überhaupt starten? Geh die folgenden fünf Bedingungen durch, bevor du die Kampagne anlegst.

Bedingung 1: genug Conversions. Store Growers schreibt: “Each campaign needs 20 to 30 conversions per month to optimize properly.” Tony Adam, CEO von Visible Factors, nennt im Search Engine Journal (04.05.2026) “a minimum of 30 conversions in the last 30 days to optimize effectively”.

Beides sind Praktiker-Faustregeln, keine Google-Vorgabe. Und sie sagen dir nur, ob die Automatisierung genug Signale zum Lernen hat – nicht, ob PMax für dein Geschäftsmodell der richtige Kanal ist.

Bedingung 2: genug Budget. Store Growers wird auch hier deutlich: “If you’re just starting, or you’re spending less than $1k/mo, stay away from Performance Max.” Ein kleines Budget verteilt sich über alle Inventare gleichzeitig und erzeugt auf keinem davon genug Daten.

Bedingung 3: sauberes Conversion-Tracking. Das ist die härteste Bedingung, weil PMax ausschließlich auf deine Conversion-Signale optimiert. Misst du die falschen Ereignisse, skaliert PMax den Fehler schneller als jeder andere Kampagnentyp.

Wie du das sauber aufsetzt, ist Thema von Lektion 4.1 und im Ratgeber zum Conversion-Tracking beschrieben.

Bedingung 4: genug Material. Ohne eigene Bilder, Videos und Texte läuft die Kampagne im Wesentlichen auf Suche und Shopping – der Rest des versprochenen Inventars bleibt ungenutzt.

Bedingung 5: Bereitschaft zur Kontrolle. Wer den Markenausschluss nicht setzt und keine Baseline sichert, wird nie erfahren, ob die Kampagne etwas beiträgt.

Wann Performance Max Kampagnen taugen und was sonst die bessere Wahl ist
Ausgangslage Empfehlung Warum
Neues Konto, kein Tracking-Verlauf Suchkampagne mit klarer Struktur Du erzeugst erst die Daten, die PMax braucht
Shop, kleines Budget, wenige Conversions Standard-Shopping Volle Sicht auf Suchbegriffe, gezielt aussteuerbar
Shop mit stabilem Conversion-Volumen Standard-Shopping plus PMax, getrennt bewertet Reichweite dazu, Kontrolle behalten
Lead-Geschäft mit sehr wenigen Anfragen Suche, ggf. mit Mikro-Conversions Zu wenig Signal für alle Inventare gleichzeitig
Starke Marke mit viel Direktnachfrage PMax nur mit Markenausschluss Sonst misst du deine eigene Marke

Store Growers bringt die Rollenteilung auf einen Satz: “For most stores, pMax wins on volume and Standard Shopping wins on control.” Tony Adam empfiehlt im Search Engine Journal entsprechend eine Drei-Säulen-Struktur: Standard Shopping für die wichtigsten Produkte, PMax für Neukundengewinnung, Markenausschlüsse in PMax gegen die Kannibalisierung.

Er zitiert dabei die Optmyzr-Auswertung mit dem Befund, “PMax consistently underperformed those other campaigns when they competed for the same traffic”.

Fehlt eine der fünf Bedingungen, ist die Alternative kein Verzicht auf Wachstum. Sie heißt: eine saubere Suchstruktur bauen, wie sie Lektion 4 zur Kampagnenstruktur beschreibt, und die Automatisierung dort einsetzen, wo du sie kontrollieren kannst.

Zwei Anschlüsse dazu: Die passende Gebotsstrategie zu deinem Datenvolumen vertieft Lektion 15 zu den Gebotsstrategien. Und bevor du irgendeinen ROAS als gut bezeichnest, prüfe ihn gegen deine Marge – die Rechnung steht im ROAS-Ratgeber.

In der nächsten Lektion geht es um Demand Gen, den Kampagnentyp für Nachfrage, die noch gar nicht gesucht wird.

💡 Recap

Performance Max Kampagnen in 30 Sekunden:

  • PMax ist eine Delegationsentscheidung. Du gibst Keywords, Placements und Anzeigenkontrolle ab und bekommst alle Google-Inventare in einer Kampagne
  • Der Tausch lohnt nur unter fünf Bedingungen: genug Conversions, genug Budget, sauberes Conversion-Tracking, genug eigenes Material und die Bereitschaft, Kannibalisierung zu kontrollieren
  • Die Asset-Gruppe ist deine einzige Baueinheit. Ein Thema pro Gruppe, und lade eigene Creatives hoch – ein Feed allein macht dich auf YouTube und Display fast unsichtbar
  • Die Anzeigeneffektivität misst Inventar-Abdeckung, nicht Anzeigenqualität. Sie sagt dir, ob Material für alle Kanäle da ist – nicht, ob es gut ist
  • Zielgruppensignale begrenzen nichts. Google liefert laut eigener Doku auch außerhalb aus, wenn die Conversion-Wahrscheinlichkeit hoch ist
  • Deine Ausschlüsse wirken nur dort, wo eine Suchanfrage im Spiel ist. Auszuschließende Keywords gelten für Such- und Shopping-Inventar, Markenausschlüsse zusätzlich für die YouTube-Suche – im Displaynetzwerk, in Gmail und in Discover greift keins von beidem
  • In der Auktion gewinnt der höhere Anzeigenrang. Geschützt ist nur die Suchkampagne mit exakt passendem Keyword – Standard-Shopping ist es seit Oktober 2024 nicht mehr
  • Beurteile PMax nie an der PMax-Zahl. Baseline vor dem Start sichern, Markenausschluss ab Tag 1, nach vier Wochen die Kontosumme vergleichen

11 ·

Selbstcheck: kannst du das beantworten?

Jemand sagt dir: “Performance Max ist einfach eine Suchkampagne mit mehr Reichweite.” Was stimmt daran nicht?

Die Reichweite stimmt, der Rest nicht. Du gibst bei PMax vier Dinge ab: Keyword-Auswahl, Placement-Steuerung, Anzeigenkontrolle und manuelle Gebote.

Dafür bekommst du Zugriff auf alle Google-Inventare in einer Kampagne. Google selbst schreibt, PMax “ergänzt keywordbasierte Suchkampagnen” – es ersetzt sie nicht.

Ob der Tausch aufgeht, hängt an deinen Daten, nicht am Kampagnentyp.

Deine Asset-Gruppe zeigt die Anzeigeneffektivität “Schlecht”. Was bedeutet das – und was bedeutet es nicht?

Laut Googles eigener Definition heißt “Schlecht”, dass die Gruppe nur genügend Assets enthält und “daher nicht in allen verfügbaren Inventartypen eingesetzt werden” kann. Es ist also eine Aussage über Abdeckung.

Praktisch fehlen dir meist Formate: kein Hochformat-Bild, kein Video, zu wenige Textvarianten. Damit fällst du aus Platzierungen heraus.

Was es nicht bedeutet: dass deine Anzeigen schlecht sind. Die Bewertung kennt Vollständigkeit, nicht Qualität.

Du schließt in deiner PMax-Kampagne das Keyword “gebraucht” aus. Auf welchen Inventaren wirkt dieser Ausschluss?

Nur auf Such- und Shopping-Inventar. Google formuliert das wörtlich so: “Auszuschließende Keywords in Performance Max-Kampagnen gelten nur für das Such- und Shopping-Inventar.”

Auf YouTube, im Displaynetzwerk, in Gmail und in Discover läuft die Auslieferung unverändert weiter. Für Markenausschlüsse gilt fast dasselbe – sie greifen zusätzlich auf dem Such-Inventar von YouTube, sonst aber genauso wenig.

Wenn du dort wirklich aussteuern musst, ist PMax der falsche Kampagnentyp.

Deine neue PMax-Kampagne liefert nach vier Wochen einen CPA von 18 € statt der gewohnten 45 €. Wie prüfst du, ob das echt ist?

Nicht in der Kampagne. Vergleiche die Gesamtzahl an Conversions und den Gesamtumsatz im Konto mit den vier Wochen davor.

Ist die Kontosumme gestiegen, hat PMax etwas beigetragen. Ist sie gleich geblieben, während der Kampagnen-CPA glänzt, hast du umgebucht statt gewonnen.

Läuft die Kampagne ohne Markenausschluss, ist die eigene Marke der wahrscheinlichste Grund. Setz ihn nach und sieh dir an, was vom guten CPA übrig bleibt.

Du hinterlegst als Zielgruppensignal deine Kundenliste. Heißt das, PMax spielt nur an diese Leute aus?

Nein. Ein Signal ist ein Startpunkt, keine Grenze. Google schreibt selbst, dass “unter Umständen auch Anzeigen ohne Berücksichtigung der Signale für relevante Zielgruppen ausgeliefert” werden, wenn die Conversion-Wahrscheinlichkeit hoch ist.

Das Signal beschleunigt die Lernphase, weil Google eine Ausgangsbeschreibung deines Kunden bekommt. Es begrenzt die Auslieferung nicht.

Brauchst du eine echte Begrenzung, ist PMax der falsche Kampagnentyp.

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YouTube & Video-Kampagnen
(erscheint in Kürze)
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Demand Gen
(erscheint in Kürze)

Alle Lektionen im Überblick findest du auf der Kursseite zum Google-Ads-Kurs.

Quellen und Stand (14 Einträge)
  1. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Performance Max-Kampagnen (answer/10724817, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Definition als zielvorhabenbasierter Kampagnentyp mit Zugriff auf “Ihr gesamtes Google Ads-Inventar”, Kanalliste (YouTube, Displaynetzwerk, Suche, Discover, Gmail, Maps), Zusatz “ergänzt keywordbasierte Suchkampagnen”, Definition der Asset-Gruppen.
  2. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Asset-Gruppe erstellen sowie Spezifikationen und Best Practices für Asset-Gruppen (answer/10724492, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Asset-Typen, Mengengrenzen (15 Anzeigentitel, 5 Textzeilen, 20 Bilder, 5 Videos), empfohlene Minima (20 Text-Assets, 7 Bilder, 1 Video), Feed-only-Hinweis und Empfehlung, eigene Creative-Assets hochzuladen.
  3. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Anzeigeneffektivität bei Performance Max (answer/14143250, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: die fünf Stufen mit wörtlichen Definitionen sowie die Google-Eigenangabe von durchschnittlich 6 % mehr Conversions bei der Stufe “Sehr gut”. Einordnung: Google-Eigenangabe ohne offengelegte Methodik, im Text als solche gekennzeichnet. Auf dieser Seite steht nichts zu Anzeigenrang oder Qualitätsfaktor – eine entsprechende Aussage wurde deshalb bewusst nicht getroffen.
  4. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Zielgruppensignale (answer/14530785, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Auslieferung “ohne Berücksichtigung der Signale für relevante Zielgruppen […], wenn die Conversion-Wahrscheinlichkeit hoch ist”, die vier zulässigen Signaltypen. Nicht belegt und deshalb nicht verwendet: die kursierende Angabe, Signale bräuchten rund zwei Wochen bis zur Wirkung – sie steht nicht auf dieser Seite.
  5. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Auszuschließende Keywords in Performance Max-Kampagnen (answer/15726455, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Geltung “nur für das Such- und Shopping-Inventar”, Kampagnen- und Kontoebene, Prognose der Auswirkung vor dem Anwenden.
  6. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Interaktion von Performance Max mit anderen Kampagnen (answer/13810170, DE, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Priorisierung der Kampagne mit dem höchsten Anzeigenrang, Ausnahme für Suchkampagnen mit exakt passendem Keyword. Für Standard-Shopping nennt die Seite keine vergleichbare Schutzregel.
  7. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Markenausschlüsse in Performance Max (answer/13607727 und answer/14505308, DE/EN, abgerufen 10.08.2026). Belegt: zweistufiger Aufbau über Markenlisten, automatischer Einschluss von Varianten und Falschschreibweisen, Geltung auf Such-, Shopping- und YouTube-Such-Inventar, Option zur weiteren Auslieferung von Shopping-Anzeigen, Zweck der Funktion.
  8. Google-offiziell: Google Ads Hilfe – Kontrolle und Transparenz bei Performance Max (answer/16451273, DE, Seitenstand 07.08.2025, abgerufen 10.08.2026). Belegt: “Berichte zu Suchbegriffen sind jetzt für alle Performance Max-Kampagnen verfügbar – auch über die API”, Messwerte auf Asset-Ebene, Geräte- und Alters-Targeting (Geschlecht als Beta), Erhöhung des Suchthemen-Limits “von 25 auf 50”.
  9. Google-offiziell (Ankündigung): Google Ads Developer Blog – “Introducing Channel-Level Reporting for Performance Max campaigns” (29.01.2026, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Existenz und Datum der Ankündigung. Der Volltext war nicht sauber auslesbar, deshalb werden im Artikel keine Detailmetriken behauptet.
  10. Fachpresse: PPC Land – “Performance Max vs. Standard Shopping: Google revamps ad auction for holidays” (18.10.2024, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Abschaffung der automatischen Bevorzugung von Performance Max gegenüber Standard-Shopping im Oktober 2024, seitdem entscheidet der Anzeigenrang.
  11. Fachpresse: PPC Land – Bericht zum Alpha-Test von Kanalausschlüssen in Performance Max (28.07.2026, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Test zur Abschaltung von Search Partner Network und Displaynetzwerk, Aussage eines Google-Sprechers gegenüber Digiday, das Feature “remains in alpha”, begrenzte Gruppe von Werbetreibenden. Einordnung: Alpha-Test, im Artikel ausdrücklich nicht als verfügbares Feature dargestellt.
  12. Tool-Anbieter-Auswertung (Eigeninteresse): Optmyzr – “Is PMax Cannibalizing Search?” (31.07.2025, abgerufen 10.08.2026). Erhebungszeitraum 01.-28.02.2025, 503 Konten (exakter Keyword-Overlap) beziehungsweise 511 Konten (Suchbegriff-Overlap). Belegt: 91,45 % der Konten mit Überschneidung sowie die wörtliche Limitation “It is not possible to measure ROAS differences because PMax campaigns don’t report revenue data at the search term level”. Nicht übernommen: die in anderen Quellen kursierende Angabe “+34 % Kosten pro Conversion” – die Studie sagt ausdrücklich, dass CPA-Vergleiche nicht möglich waren.
  13. Praktiker-Blog: Store Growers – “Performance Max for Ecommerce: What Actually Works in 2026” (aktualisiert 09.07.2026, abgerufen 10.08.2026). Belegt: die Faustregeln “Each campaign needs 20 to 30 conversions per month to optimize properly” und “If you’re just starting, or you’re spending less than $1k/mo, stay away from Performance Max”, die Kannibalisierungs-Beobachtung sowie die Transparenz-Grenze bei Shopping-Suchanfragen. Einordnung: Praktiker-Faustregeln, keine Google-Vorgaben.
  14. Fachpresse mit Praktiker-Stimme: Search Engine Journal, Tony Adam (CEO Visible Factors) – “How Ecommerce Brands Should Run Performance Max Campaigns In 2026” (04.05.2026, abgerufen 10.08.2026). Belegt: Drei-Säulen-Empfehlung, Richtwert von mindestens 30 Conversions in 30 Tagen (Praktiker-Angabe) sowie das Zitat der Optmyzr-Auswertung zur Unterperformance bei Traffic-Überschneidung.

Bewusst nicht verlinkt: Der Ostend-Bestandsartikel “Performance Max 2026” behandelt dasselbe Thema, enthält aber mehrere Zahlenangaben ohne nachvollziehbare Quelle. Er wurde für diese Lektion nur als Themenlandkarte genutzt und nicht als Beleg herangezogen.

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