Du verkaufst an Geschäftskunden und fragst dich, ob Shopify das kann? Die kurze Antwort: Ja, und seit dem 2. April 2026 deutlich besser als vorher. An diesem Tag hat Shopify die nativen B2B-Funktionen, die vier Jahre lang Shopify Plus vorbehalten waren, für alle Pläne freigeschaltet. Firmenprofile, Kataloge mit eigenen Preisen, Zahlungsziele und Staffelpreise gibt es jetzt ab dem Basic-Plan. Shopify B2B ohne Plus ist damit kein Behelf mehr, sondern der Normalfall für einen B2B Webshop.
In diesem Guide zeigen wir dir als Shopify Agentur in Stuttgart, was Shopify B2B auf welchem Plan kann, wann du Shopify Plus wirklich brauchst, was ein Shopify B2B Shop kostet, welche Apps du noch brauchst, wie du alles Schritt für Schritt einrichtest und welche Fehler B2B-Projekte am häufigsten ausbremsen.
Kurzantwort: Kann Shopify B2B, und brauche ich dafür Shopify Plus?
Shopify B2B funktioniert seit April 2026 auf jedem Plan: Basic, Grow und Advanced enthalten Firmenprofile mit Standorten, bis zu drei B2B-Kataloge mit eigenen Preisen, Zahlungsziele, Staffelpreise, Mindestbestellmengen und Bestellentwürfe ohne Aufpreis. Shopify Plus ab 2.100 € pro Monat brauchst du erst, wenn du unbegrenzt viele Kataloge, die direkte Zuweisung von Katalogen an einzelne Firmen oder Teilzahlungen und Anzahlungen benötigst; den kontextualisierten Checkout je Firma gibt es ab Advanced.
📌 Für wen ist das relevant: Hersteller, Großhändler und Marken, die Geschäftskunden online beliefern oder B2B zusätzlich zum bestehenden Endkundenshop aufbauen wollen.
- ✅ Ein Shopify B2B Shop auf einem Standardplan kostet ab 27 € pro Monat plus Apps für Netto-Anzeige, Registrierung und Rechnungskauf
- ✅ B2B und B2C laufen im selben Shop, Geschäftskunden sehen nach dem Login ihre eigenen Preise
- ✅ Die drei Kataloge reichen, wenn du in Preisstufen denkst statt in Einzelkunden
📋 Das erwartet dich in diesem Guide
- 01Was ist Shopify B2B? Die Unterschiede zu B2C
- 02Shopify B2B Features 2026: Was nativ geht, auf welchem Plan
- 03Drei Wege zum Shopify B2B Shop
- 04Shopify B2B Kosten: Was du wirklich zahlst
- 05Die besten Shopify B2B Apps 2026: Was du jetzt noch brauchst
- 06Shopify B2B Schritt für Schritt einrichten
- 07B2B-Zahlungsmethoden auf Shopify
- 08ERP- und CRM-Integration für deinen B2B-Shop
- 09Typische Fehler beim Shopify B2B Shop
- 10Shopify B2B Marketing: So gewinnst du Geschäftskunden
- 11Shopify B2B vs. Alternativen: Lohnt sich Shopify?
Was ist Shopify B2B? Die Unterschiede zu B2C
Bevor wir in die Umsetzung einsteigen, klären wir kurz die Grundlagen. Im B2C verkaufst du direkt an Endverbraucher: Bruttopreise, einzelne Produkte, PayPal-Checkout. Im B2B gelten für deinen Shopify B2B Shop andere Spielregeln, und die meisten davon betreffen Preise, Zahlung und Zugang.
| Kriterium | B2C | B2B |
|---|---|---|
| Preisanzeige | Bruttopreise inkl. MwSt. | Nettopreise zzgl. MwSt. |
| Bestellmengen | Einzelstücke | Größere Mengen, Staffelpreise, Verpackungseinheiten |
| Zahlungsmethoden | Sofortzahlung (PayPal, Kreditkarte) | Kauf auf Rechnung mit 15, 30 oder 60 Tagen Zahlungsziel |
| Kundenbeziehung | Einmalkauf häufig | Langfristig, wiederkehrende Bestellungen, mehrere Einkäufer pro Firma |
| Preisgestaltung | Einheitspreis | Kundenspezifische Preise, Rabattgruppen, Rahmenverträge |
| Registrierung | Optional | Oft Pflicht, mit Gewerbenachweis und USt-IdNr. |
| Mindestbestellwert | Keiner | Häufig definiert |
| Bestellweg | Produktseite, Warenkorb | Schnellbestellung per Artikelnummer, Nachbestellung, Bestellentwurf vom Vertrieb |
Das bedeutet: Ein Shopify-Shop ist in der Grundeinstellung auf B2C ausgelegt. Für einen vollwertigen B2B Onlineshop aktivierst du die B2B-Funktionen, richtest Firmenprofile und Kataloge ein (sie ersetzen die Kundengruppen-Apps von früher) und ergänzt, was Shopify für den deutschen Markt noch nicht abdeckt.
💡 Merke: B2B-Kunden kaufen nicht, weil der Shop schön ist. Gekauft wird, weil Nachbestellen schneller geht als eine E-Mail an den Vertrieb. Jede Funktion, die du einrichtest, sollte diese eine Frage beantworten: Spart sie dem Einkäufer Zeit?
Shopify B2B Features 2026: Was nativ geht, auf welchem Plan
Bis Anfang 2026 galt: Die nativen Shopify Plus B2B-Funktionen gibt es nur im teuersten Plan, alle anderen behelfen sich mit Apps. Das ist vorbei. Mit dem Changelog vom 2. April 2026 hat Shopify die zentralen B2B-Funktionen für Basic, Grow und Advanced freigegeben, ohne Aufpreis. So sieht die Verteilung nach Shopifys Plan-Übersicht aus:
| Funktion | Basic | Grow | Advanced | Shopify Plus |
|---|---|---|---|---|
| Firmenprofile mit mehreren Standorten und Einkäufern | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| B2B-Kataloge mit eigenen Preisen (über Markets zugewiesen) | 3 aktive | 3 aktive | 3 aktive | unbegrenzt |
| Kataloge direkt einzelnen Firmen oder Standorten zuweisen | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ |
| Mengenregeln: Mindestmengen, Staffelpreise, Verpackungseinheiten | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Zahlungsbedingungen (Netto 15, 30, 60 Tage, Fälligkeit bei Versand) | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Hinterlegte Kreditkarten für Firmenkunden | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Bestellentwürfe (Draft Orders) als Angebot | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
| Teilzahlungen und Anzahlungen | ❌ | ❌ | ❌ | ✅ |
| Kontextualisierter Checkout je Firma | ❌ | ❌ | ✅ | ✅ |
| Shopify Flow mit B2B-Objekten (Automationen) | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
Zwei Dinge musst du dabei wissen. Erstens: Die Kataloge werden auf den Standardplänen über Shopify Markets zugewiesen, also über einen B2B-Markt, dem du Firmen zuordnest; die direkte Zuweisung einzelner Kataloge an einzelne Firmen bleibt Plus vorbehalten. Shopify Staffelpreise und Mindestmengen legst du direkt in den Mengenregeln des Katalogs fest, ohne App. Zweitens: Drei aktive Kataloge klingen wenig, reichen aber für die meisten Händler, wenn du in Preisstufen denkst (zum Beispiel Wiederverkäufer, Großabnehmer, Key Accounts) statt in Einzelkunden.
ℹ️ Was ist ein B2B-Katalog? Ein Katalog legt fest, welche Produkte eine Firma sieht und zu welchen Preisen: feste Preise, prozentuale Abschläge auf den Listenpreis, Mengenregeln. Ein Katalog gilt für beliebig viele Firmen. Deshalb bildest du mit drei Katalogen drei Preisstufen ab, nicht nur drei Kunden.
Was Shopify auch 2026 nicht nativ für den deutschen Markt löst: die automatische Prüfung der USt-IdNr. bei der Registrierung, die Umschaltung zwischen Brutto- und Nettoanzeige je nach Kundentyp im Storefront und den echten Kauf auf Rechnung mit Bonitätsprüfung und Zahlungsgarantie. Dafür gibt es Apps, dazu unten mehr.
B2B international verkaufen: Markets, Währungen, Steuern
Weil die B2B-Kataloge über Shopify Markets laufen, ist der internationale Vertrieb von Anfang an mitgedacht. Für jeden Zielmarkt legst du fest, in welcher Währung Geschäftskunden bestellen, ob Preise in Landeswährung fest hinterlegt oder automatisch umgerechnet werden, welche Sprache der Shop zeigt und welche Versandprofile gelten. Firmen aus Österreich oder der Schweiz ordnest du dem passenden Markt zu und weist ihnen denselben Katalog zu wie deutschen Wiederverkäufern, oder einen eigenen mit Auslandspreisen.
Bei der Steuer gilt für Geschäftskunden eine andere Logik als im B2C: Lieferungen an Firmen in anderen EU-Ländern sind mit gültiger USt-IdNr. umsatzsteuerfrei, Lieferungen in die Schweiz laufen als Ausfuhr. Shopify rechnet die Steuer im Checkout nach Lieferadresse und Steuerstatus der Firma; die Prüfung der USt-IdNr. und die Nettoanzeige im Storefront übernimmt eine App. Beachte das Kataloglimit auf Standardplänen: Die drei aktiven Kataloge gelten für den gesamten Shop, nicht pro Markt. Wer für fünf Länder fünf Preislisten braucht, ist bei Shopify Plus richtig.
Drei Wege zum Shopify B2B Shop
Es gibt drei bewährte Wege, einen Shopify B2B Shop umzusetzen. Jeder hat seine Berechtigung; welcher passt, hängt von deinem Sortiment, der Zahl deiner Preisstufen und deiner Organisation ab. Bevor du deinen B2B Shop erstellen lässt, solltest du drei Entscheidungen treffen:
- ✅ Ein Shop oder zwei? Wenn B2B- und B2C-Kunden dieselben Produkte kaufen, nur zu anderen Preisen, gehört beides in einen Shop. Bei getrennten Sortimenten oder einer eigenen B2B-Marke lohnt sich ein separater Shop
- ✅ Wie viele Preislogiken? Zähle, wie viele unterschiedliche Preisstufen du wirklich brauchst. Bis drei geht nativ auf jedem Plan, darüber brauchst du Shopify Plus oder eine App
- ✅ Wer gibt Kunden frei? Automatische Registrierung spart Zeit, manuelle Freigabe schützt deine Händlerpreise. Im deutschen B2B ist die manuelle Freigabe mit Gewerbenachweis Standard
Weg 1: Native B2B-Funktionen auf einem Standardplan (Blended Store)
Für wen: Einsteiger, kleine bis mittlere B2B-Umsätze, Marken, die B2B zusätzlich zum bestehenden B2C-Shop anbieten wollen, und alle mit bis zu drei Preisstufen.
Du nutzt deinen bestehenden Shop, legst Firmenprofile und bis zu drei Kataloge an, aktivierst Zahlungsbedingungen und ergänzt zwei bis drei Apps für Registrierung, Netto-Anzeige und Rechnungskauf. Geschäftskunden loggen sich ein und sehen ihre Preise, Endkunden merken nichts davon.
- ✅ Geringste Einstiegskosten: Shopify-Plan plus wenige Apps
- ✅ Schnelle Umsetzung: Tage bis wenige Wochen
- ✅ Ein Shop, ein Lager, ein Backend für B2B und B2C
- ❌ Drei Kataloge als Obergrenze, keine direkte Zuweisung an einzelne Firmen
- ❌ Keine Teilzahlungen oder Anzahlungen
Weg 2: Separater B2B-Shop
Für wen: Unternehmen mit sehr unterschiedlichen B2B- und B2C-Sortimenten, eigener B2B-Marke oder eigenem Vertriebsteam mit anderen Prozessen.
Du betreibst zwei getrennte Shopify-Shops, einen für Endkunden und einen exklusiv für Geschäftskunden, passwortgeschützt und komplett auf Großhandel ausgerichtet.
- ✅ Klare Trennung der Zielgruppen, eigenes Design und eigene Kommunikation für B2B
- ✅ Kein Risiko, dass B2C-Kunden B2B-Preise sehen
- ✅ Volle Kontrolle über Sortiment und Katalog
- ❌ Doppelter Verwaltungsaufwand und zwei Shopify-Abos
- ❌ Bestandssynchronisierung zwischen den Shops nötig
Weg 3: Shopify Plus mit unbegrenzten Katalogen
Für wen: Mittlere bis große Unternehmen mit vielen individuellen Kundenpreisen, Rahmenverträgen, Anzahlungen oder einem Checkout, der pro Firma anders aussehen muss.
Mit den Shopify Plus B2B-Funktionen fällt das Kataloglimit, du weist Preislisten direkt einzelnen Firmen und Standorten zu, nutzt Teilzahlungen und Anzahlungen, Checkout Extensibility und die erweiterten APIs. Das ist die Lösung für Händler, die heute schon Kunde-für-Kunde-Preise pflegen.
- ✅ Unbegrenzte Kataloge, direkte Zuweisung, Anzahlungen
- ✅ Anpassbarer Checkout, erweiterte API, Flow ohne Limits
- ✅ B2B und B2C im selben Shop mit sauberer Trennung
- ❌ Ab 2.100 € pro Monat, dazu höherer Implementierungsaufwand
- ❌ Lohnt sich nur, wenn du die Plus-Funktionen tatsächlich brauchst
Welcher Weg passt zu dir?
| Kriterium | Standardplan (nativ) | Separater B2B-Shop | Shopify Plus |
|---|---|---|---|
| Monatliche Plankosten | 27 bis 384 € plus Apps | 2 mal 27 bis 384 € plus Apps | ab 2.100 € |
| Setup-Zeit | 1 bis 3 Wochen | 3 bis 6 Wochen | 4 bis 12 Wochen |
| Preislogik | bis zu 3 Preisstufen | bis zu 3 Preisstufen pro Shop | unbegrenzt, kundenindividuell |
| B2B und B2C kombiniert | ja, ein Shop | nein, getrennt | ja, mit Checkout je Firma |
| Anzahlungen und Teilzahlungen | nein | nein | ja |
| Typischer Einsatz | Einstieg, Marken mit Händlerkanal | eigene B2B-Marke, anderes Sortiment | Großhandel mit Rahmenverträgen, Enterprise |
Standardplan oder Shopify Plus? Der Entscheidungsbaum
Die Tabelle zeigt die drei Wege im Überblick; ob es Plus sein muss, klärst du in fünf Fragen. Sobald du eine Frage mit Ja beantwortest, ist Plus die richtige Wahl; bei fünfmal Nein reicht ein Standardplan:
- Brauchst du mehr als drei Preisstufen? Kundenindividuelle Preise für Dutzende Firmen sprengen das Kataloglimit. Alternative zu Plus: eine App wie SparkLayer, die eigene Preislisten außerhalb der Kataloge verwaltet.
- Musst du Kataloge einzelnen Firmen direkt zuweisen? Auf Standardplänen läuft die Zuweisung über den B2B-Markt. Wenn jede Firma ihre eigene Liste braucht, führt kein Weg an Plus vorbei.
- Arbeitest du mit Anzahlungen oder Teilzahlungen? Bei Projektgeschäft oder Sonderanfertigungen ist eine Anzahlung vor Produktionsstart üblich. Nativ gibt es das nur mit Plus; auf Standardplänen behilfst du dir mit Bestellentwürfen.
- Muss der Checkout je Firma anders aussehen? Pflichtfelder wie Bestellnummer oder Kostenstelle, eigene Versandregeln oder Freigabestufen brauchen Checkout Extensibility. Den kontextualisierten Checkout gibt es ab Advanced, die volle Anpassung mit Plus.
- Rechtfertigt dein Volumen die Plangebühr? Mit Plus sinken die Kartengebühren von 1,5 bis 1,7 auf 1,3 Prozent, und die höheren API-Limits zahlen sich bei ERP-Sync und Automationen aus. Ab welchem Umsatz das die Mehrkosten von rund 1.700 € pro Monat gegenüber Advanced trägt, rechnest du gegen deine eigenen Zahlen.
💡 Praxis-Tipp: Zähle deine Preislogiken, bevor du dich für Plus entscheidest. Wenn du sie auf drei Stufen zusammenfassen kannst, sparst du je nach Plan rund 20.000 bis 25.000 € Plangebühren im Jahr (2.100 € für Plus gegenüber 384 € für Advanced oder 27 € für Basic). Wenn nicht, plane Plus von Anfang an ein, statt später alle Kataloge umzubauen.
Shopify B2B Kosten: Was du wirklich zahlst
Transparenz bei den Kosten fehlt den meisten Ratgebern. Hier eine ehrliche Aufstellung der Shopify B2B Kosten für die beiden gängigen Wege. Alle Shopify-Preise und Kartengebühren stammen von der deutschen Preisseite (Stand 6. September 2026); Agentur-, App- und Schnittstellenkosten sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis und den App-Store-Preisen, keine Listenpreise. Die Aufschlüsselung aller Pläne und Gebühren findest du in unserem Guide Shopify Kosten 2026.
| Kostenposition | Standardplan (nativ + Apps) | Shopify Plus |
|---|---|---|
| Shopify-Plan | Basic 27 €, Grow 74 €, Advanced 384 € pro Monat (19, 56, 289 € bei Jahreszahlung) | ab 2.100 € pro Monat |
| Native B2B-Funktionen | 0 € | 0 € |
| Apps für Registrierung, Netto-Anzeige, USt-ID-Prüfung | ca. 20 bis 60 € pro Monat | meist nur USt-ID-Prüfung, 0 bis 30 € |
| Kauf auf Rechnung mit Bonitätsprüfung (Billie, Mondu) | transaktionsbasiert, ca. 2 bis 4 % pro Bestellung | transaktionsbasiert |
| Kartengebühren (Shopify Payments) | 1,5 bis 1,7 % + 0,25 € | 1,3 % + 0,25 € |
| Einrichtung durch Agentur (einmalig) | 2.000 bis 8.000 € für B2B-Erweiterung eines bestehenden Shops, 8.000 bis 25.000 € für einen neuen B2B Onlineshop | 15.000 bis 50.000 € inkl. Checkout-Anpassung und Schnittstellen |
| ERP-Anbindung | Standard-Konnektoren ab ca. 50 bis 300 € pro Monat, individuelle Schnittstellen 3.000 bis 15.000 € einmalig | dito, häufiger individuell |
| Laufend gesamt (ohne Agentur, ohne Zahlungsgebühren) | ca. 50 bis 450 € pro Monat | ab ca. 2.150 € pro Monat |
Zur Einordnung: Ein Händler mit 30 Geschäftskunden und drei Preisstufen kommt auf dem Grow-Plan mit Registrierungs-App und Rechnungskauf-Anbieter auf rund 100 bis 150 € im Monat, bevor Zahlungsgebühren anfallen. Vor April 2026 hätte dieselbe Anforderung entweder einen App-Baukasten oder Shopify Plus bedeutet. Was ein Shop-Projekt insgesamt kostet und wie du ein Angebot liest, steht im Guide Shopify Shop erstellen lassen: Kosten und Ablauf.
💡 Merke: Der teuerste Posten im Shopify B2B Shop ist selten Shopify. Es sind die Schnittstellen und die Datenpflege. Wer Preise, Bestände und Kunden in zwei Systemen doppelt pflegt, zahlt jeden Monat mit Arbeitszeit, was er bei der ERP-Anbindung gespart hat.
Die besten Shopify B2B Apps 2026: Was du jetzt noch brauchst
Vor April 2026 waren Apps das Rückgrat jedes Shopify B2B Shops auf Standardplänen. Heute schließen sie nur noch die Lücken, die Shopify für den deutschen Markt offen lässt. Das sind die Aufgaben, für die du weiterhin eine Shopify B2B App brauchst:
| Aufgabe | Nativ in Shopify? | App-Empfehlung | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|
| B2B-Registrierung mit Firmenname, USt-IdNr., Gewerbenachweis und manueller Freigabe | teilweise (Firmenprofile, aber kein Antragsformular) | Helium Customer Fields, B2B Handsfree | ab 12 $ pro Monat |
| Netto- statt Bruttoanzeige für eingeloggte Geschäftskunden, Steuerbefreiung für EU-Firmen mit USt-IdNr. | nein (nur im Checkout) | Exemptify, Tax Exempt Manager | ab 5 $ pro Monat |
| Kauf auf Rechnung mit Bonitätsprüfung und Zahlungsgarantie | nein (Zahlungsziele ohne Absicherung) | Billie, Mondu | transaktionsbasiert |
| Schnellbestellformular und Nachbestellung per Artikelnummer | nein | Wholesale Order Form & ReOrder, SparkLayer | ab 13 $ pro Monat |
| Mehr als drei Preisstufen ohne Plus | nein (Kataloglimit) | SparkLayer, B2B Wholesale Club | ab 49 $ pro Monat |
| Produkte oder Seiten nur für Geschäftskunden sichtbar | teilweise (Kataloge steuern das Sortiment) | Locksmith | ab 12 $ pro Monat |
| Staffelpreise und Mengenrabatte | ja (Mengenregeln im Katalog) | keine App mehr nötig | 0 € |
| Zahlungsziele Netto 30 oder 60 | ja (Zahlungsbedingungen) | keine App mehr nötig | 0 € |
🚩 Häufiger Fehler: alte App-Stacks weiterbezahlen. Viele Shops laufen noch mit Rabatt- und Preisgruppen-Apps aus der Zeit vor April 2026. Prüfe bei jeder App, ob Shopify die Aufgabe inzwischen nativ übernimmt. Jede überflüssige App kostet Geld, Ladezeit und eine potenzielle Fehlerquelle im Checkout.
Shopify B2B Schritt für Schritt einrichten
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Hier ein konkreter Fahrplan, wie du deinen Shopify B2B Shop mit den nativen Funktionen aufsetzt, am Beispiel eines bestehenden Shops, der Geschäftskunden dazunimmt:
- Plan prüfen und B2B aktivieren. Basic reicht für den Start; Grow bringt mehr Mitarbeiterkonten und bessere Berichte, Advanced den kontextualisierten Checkout. Aktiviere die neuen Kundenkonten, denn B2B-Logins laufen über die neue Kontenversion.
- B2B-Markt anlegen. Erstelle in Shopify Markets einen eigenen B2B-Markt. Über ihn weist du Kataloge zu und steuerst Währung, Sprache und Steuerlogik für Geschäftskunden.
- Kataloge und Preisstufen definieren. Lege bis zu drei Kataloge an, zum Beispiel Wiederverkäufer, Großabnehmer und Key Accounts, mit Prozentabschlag oder Festpreisen, Mindestmengen und Verpackungseinheiten.
- Firmenprofile anlegen. Erfasse jede Firma mit Standorten, Einkäufern und Rollen (wer darf bestellen, wer nur Bestellungen sehen). Bestandskunden importierst du per CSV aus Warenwirtschaft oder CRM.
- Zahlungsbedingungen setzen. Hinterlege pro Standort das Zahlungsziel (Netto 30 ist in Deutschland der Standard) und entscheide, welche Firmen zusätzlich Kreditkarte oder Vorkasse nutzen.
- Registrierung und Freigabe bauen. Ergänze ein Antragsformular mit USt-IdNr. und Gewerbenachweis über eine App, prüfe Anträge manuell und schalte die Firma frei. So kommen nur echte Geschäftskunden an B2B-Preise.
- Netto-Anzeige und Rechnungskauf ergänzen. Installiere die App für die Nettoanzeige und binde Billie oder Mondu für den abgesicherten Rechnungskauf an.
- Theme und Bestellwege anpassen. Ein B2B Shopify Theme braucht klare Artikelnummern, Mengenfelder mit Verpackungseinheiten, Nachbestell-Funktion und einen sichtbaren Login für Geschäftskunden. Dawn (kostenlos) lässt sich dafür anpassen, Themes wie Prestige oder Impact bringen B2B-taugliche Produktlisten mit.
- Testen mit einer Testfirma. Lege eine Testfirma an, bestelle mit Zahlungsziel, prüfe Preise, Steuern, Bestellbestätigung und Rechnung. Erst dann live schalten.
💡 Praxis-Tipp: Starte mit deinen 10 wichtigsten Bestandskunden statt mit allen. Leg ihre Firmenprofile an, lass sie nachbestellen und sammle zwei Wochen Feedback zu Preisanzeige, Bestellweg und Rechnung. Was diese zehn Kunden stört, stört später alle.
Rechtliche Punkte für B2B-Shops in Deutschland
Ein B2B-Shop unterliegt anderen Regeln als ein Endkundenshop, und die Einrichtung sollte sie von Anfang an abbilden. Die wichtigsten Punkte, die du mit deiner Rechtsberatung abstimmst:
- ✅ Nettopreise nur für Geschäftskunden: Die Preisangabenverordnung schreibt Gesamtpreise inklusive Mehrwertsteuer für Verbraucher vor. In einem gemischten Shop siehst du Nettopreise deshalb erst nach dem Firmen-Login; ein reiner B2B-Shop braucht eine klare Zugangsbeschränkung
- ✅ USt-IdNr. prüfen: Für umsatzsteuerfreie Lieferungen an Firmen in anderen EU-Ländern brauchst du eine gültige, geprüfte USt-IdNr. des Kunden. Apps wie Exemptify prüfen die Nummer beim Checkout über das EU-System VIES
- ✅ Eigene B2B-AGB: Das gesetzliche Widerrufsrecht gilt für Verbraucher, nicht für Unternehmer. Gewährleistung, Lieferbedingungen, Eigentumsvorbehalt und Zahlungsziele regelst du in B2B-AGB, die der Kunde bei der Registrierung akzeptiert
- ✅ Rechnungen mit Pflichtangaben: Steuernummer oder USt-IdNr., fortlaufende Rechnungsnummer, Leistungsdatum und Steuersatz müssen auf jeder Rechnung stehen. Shopify erzeugt Rechnungen nicht nativ nach deutschem Standard, dafür gibt es Rechnungs-Apps wie Sufio oder die Anbindung an dein ERP
- ✅ Impressum und Datenschutz bleiben Pflicht: Auch ein passwortgeschützter B2B-Shop braucht ein vollständiges Impressum, eine Datenschutzerklärung und eine Consent-Lösung für Tracking
B2B-Zahlungsmethoden auf Shopify
Zahlungsmethoden sind im B2B einer der größten Conversion-Hebel. Während B2C-Kunden PayPal und Kreditkarte gewohnt sind, erwarten Geschäftskunden andere Optionen:
- ✅ Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel: der Standard im deutschen B2B. Nativ hinterlegst du Netto 15, 30 oder 60 Tage; das Ausfallrisiko trägst du dann selbst. Über Billie oder Mondu bekommst du Bonitätsprüfung in Echtzeit und Zahlungsgarantie, gegen eine Gebühr pro Bestellung
- ✅ Vorkasse und Überweisung: klassisch und ohne Risiko für dich, aber mit höheren Abbruchquoten bei Neukunden
- ✅ SEPA-Lastschrift: beliebt bei wiederkehrenden Bestellungen mit festem Rhythmus
- ✅ Kreditkarte, hinterlegt: seit 2026 auf allen Plänen speicherbar, praktisch für Einkäufer, die regelmäßig kleinere Mengen ordern
- ✅ Anzahlung bei Großaufträgen: nur mit Shopify Plus nativ; auf Standardplänen löst du das über Bestellentwürfe mit angepasstem Betrag
So läuft der Rechnungskauf mit nativen Zahlungsbedingungen im Alltag ab: Der Einkäufer legt seine Artikel in den Warenkorb, geht zur Kasse und sieht statt der Kreditkartenmaske den Hinweis, dass die Bestellung in 30 Tagen fällig ist. Shopify legt die Bestellung als ausstehend an, du versendest die Ware und erzeugst die Rechnung über dein ERP oder eine Rechnungs-App. Geht das Geld ein, markierst du die Bestellung als bezahlt, oder das ERP tut es über die Schnittstelle. Erinnerungen an offene Rechnungen automatisierst du mit Shopify Flow, etwa eine E-Mail sieben Tage vor Fälligkeit und eine zweite am Tag danach.
Mit Billie oder Mondu ändert sich für den Einkäufer wenig, für dich viel: Der Anbieter prüft die Bonität in Sekunden, zahlt dir den Betrag abzüglich Gebühr nach Versand aus und übernimmt Mahnwesen und Ausfallrisiko. Für Neukunden, deren Zahlungsmoral du noch nicht kennst, ist das der sicherere Weg.
💡 Praxis-Tipp: Biete Neukunden Rechnungskauf nur mit Absicherung an und gewähre offene Zahlungsziele erst nach zwei oder drei problemlosen Bestellungen. Shopify Flow kann die Umstellung automatisieren: Firma erreicht drei bezahlte Bestellungen, Zahlungsbedingung wechselt auf Netto 30.
ERP- und CRM-Integration für deinen B2B-Shop
Im B2B ist der Shop selten eine Insel. Die meisten Unternehmen brauchen eine Anbindung an bestehende Systeme.
ERP und Warenwirtschaft (SAP Business One, Microsoft Dynamics, Xentral, JTL, weclapp, Billbee): synchronisiert Bestände, Preise, Kunden und Bestellungen zwischen Shop und Warenwirtschaft. Ohne Anbindung pflegst du alles doppelt, und das skaliert nicht. Für Xentral, JTL, weclapp und Billbee gibt es fertige Shopify-Konnektoren; SAP und Dynamics laufen meist über Middleware oder eine individuelle Schnittstelle.
CRM (HubSpot, Salesforce, Pipedrive): verknüpft Kundendaten aus dem Shop mit deinem Vertrieb. So weiß dein Sales-Team, welcher Kunde was bestellt hat, welche Firma seit sechs Wochen nicht nachbestellt hat und wann ein Anruf sinnvoll ist. Wie die Touchpoints im Kaufprozess zusammenspielen, beschreiben wir in der B2B Customer Journey.
In der Praxis bewährt sich eine klare Aufgabenteilung zwischen den Systemen: Das ERP führt Artikelstamm, Preise und Bestände und schiebt sie in den Shop; der Shop nimmt Bestellungen entgegen und übergibt sie mit Firmenzuordnung, Zahlungsbedingung und Lieferadresse zurück ans ERP; Kundendaten laufen in beide Richtungen, damit neue Firmen aus der Registrierung im ERP landen und Konditionsänderungen aus dem Vertrieb im Shop ankommen. Für die B2B-Objekte (Firma, Standort, Katalog, Zahlungsbedingung) brauchst du einen Konnektor, der die Shopify-B2B-API unterstützt; ältere Konnektoren kennen nur Kunden und Kundentags. Frag das vor der Entscheidung ab, denn hier scheitern die meisten Standard-Anbindungen.
Wichtige Fragen vor der Integration:
- ✅ Bietet mein ERP eine Shopify-Schnittstelle oder brauche ich Middleware?
- ✅ Wo werden Preise gepflegt, im ERP oder in Shopify? Es darf nur eine Wahrheit geben
- ✅ Wie werden Retouren, Gutschriften und Teillieferungen synchronisiert?
- ✅ Brauche ich Echtzeit-Sync oder reicht ein stündlicher Abgleich?
- ✅ Wer legt neue Firmen an: der Shop (Registrierung) oder das ERP (Vertrieb)?
Shopify Flow steht seit 2026 mit B2B-Objekten auf allen Plänen zur Verfügung: Du automatisierst damit Freigaben, Tagging nach Bestellvolumen oder Benachrichtigungen an den Vertrieb. Shopify Plus bietet darüber hinaus erweiterte API-Limits und Checkout-Anpassungen, die bei komplexen Rahmenverträgen nötig werden.
Typische Fehler beim Shopify B2B Shop
Diese Stolpersteine tauchen in B2B-Projekten immer wieder auf. Hier die häufigsten und wie du sie vermeidest.
🚩 Fehler 1: Bruttopreise im B2B-Shop anzeigen. Geschäftskunden wollen Nettopreise sehen. Wer Bruttopreise anzeigt und erst im Checkout die Mehrwertsteuer abzieht, sorgt für Verwirrung und Vertrauensverlust. Lösung: Netto-Anzeige-App für eingeloggte Firmenkunden von Anfang an.
🚩 Fehler 2: Keinen Registrierungsprozess mit Freigabe. Einfach den normalen Login nutzen und Kunden manuell umsortieren funktioniert bei 10 Kunden. Bei 100 wird es zum Albtraum. Lösung: Antragsformular mit USt-IdNr. und Gewerbenachweis, Freigabe per Klick, Firmenprofil automatisch angelegt.
🚩 Fehler 3: Zahlungsziele vergessen. Viele gehen live und bieten nur Kreditkarte und PayPal an. B2B-Kunden brauchen Kauf auf Rechnung. Das ist kein Nice-to-have, sondern ein Dealbreaker.
🚩 Fehler 4: Keine Mindestbestellmengen definieren. Wenn ein Geschäftskunde einzelne Stücke zum Großhandelspreis bestellen kann, stimmt deine Marge nicht mehr. Setze Mindestmengen und Verpackungseinheiten in den Katalog-Mengenregeln.
🚩 Fehler 5: ERP-Anbindung auf später verschieben. Manuelle Datenpflege in Shop und ERP parallel bricht spätestens bei 50 Bestellungen pro Woche zusammen. Plane die Integration von Beginn an ein.
🚩 Fehler 6: Shopify Plus kaufen, ohne es zu brauchen. Seit April 2026 ist Plus nur noch für unbegrenzte Kataloge, direkte Zuweisung, Anzahlungen und Checkout-Anpassungen nötig. Wer drei Preisstufen hat, zahlt mit Plus für Funktionen, die er nie nutzt.
🚩 Fehler 7: Das Kataloglimit falsch verteilen. Drei Kataloge für drei Lieblingskunden zu verbrauchen, ist der schnellste Weg in die Sackgasse. Kataloge sind Preisstufen; Kunden werden Stufen zugeordnet, nicht umgekehrt.
Shopify B2B Marketing: So gewinnst du Geschäftskunden
Ein Shopify B2B Shop ohne Marketingstrategie ist wie ein Laden ohne Schild. B2B-Marketing funktioniert anders als B2C, weil Einkäufer suchen, vergleichen und intern abstimmen, bevor sie bestellen. Die wichtigsten Kanäle:
- ✅ Google Ads mit Long-Tail-Keywords: Einkäufer suchen konkret nach Artikeln, Normen und Anwendungen. Wie du Kampagnen für Geschäftskunden aufsetzt, zeigt unser Guide zu Google Ads B2B
- ✅ SEO für Produktseiten und Ratgeber: Kategorietexte, Anwendungsbeispiele und technische Datenblätter bringen genau die Suchenden, die kaufen wollen; die Grundlagen stehen im Shopify SEO Leitfaden
- ✅ LinkedIn: der wichtigste Social-Kanal im B2B, für Branchenwissen, Fallstudien und Kontakt zu Einkäufern
- ✅ E-Mail-Marketing mit Segmentierung: Nachbestell-Erinnerungen, Neuheiten je Preisstufe, Mengenrabatte für Bestandskunden
- ✅ Vertrieb und Shop verzahnen: Bestellentwürfe aus dem Vertrieb, Freigabe neuer Firmen, Nachfassen bei Firmen ohne Bestellung seit 60 Tagen
Wie das zusammen als System funktioniert, zeigt unsere Seite zum B2B Marketing. Ein Beispiel aus unserer Arbeit: Für Confis Express, einen Fachgroßhändler für Konditorei- und Patisseriebedarf mit über 10.000 Produkten, haben wir den B2B-Shop neu aufgebaut, in diesem Fall auf Shopware, und mit Performance Marketing über 150 Neukunden in fünf Monaten gewonnen. Die Anforderungen an Registrierung, Preislogik und Bestellwege sind auf Shopify dieselben.
💡 Merke: Der wertvollste Marketingkanal im B2B ist der Bestandskunde, der nachbestellt. Jede Funktion, die Nachbestellen leichter macht, wirkt stärker als jede Kampagne.
Shopify B2B vs. Alternativen: Lohnt sich Shopify?
Shopify ist nicht die einzige Option für einen B2B Onlineshop. Ein kurzer Vergleich mit den gängigsten Alternativen im deutschen Markt:
| Kriterium | Shopify (Standardplan) | Shopify Plus | Shopware 6 | WooCommerce |
|---|---|---|---|---|
| Einstiegskosten | ab 27 € pro Monat plus Apps | ab 2.100 € pro Monat | Community kostenlos, B2B-Funktionen in den kostenpflichtigen Editionen | Plugin kostenlos, Hosting ab ca. 30 € pro Monat |
| Hosting und Updates | inklusive | inklusive | selbst oder Cloud | selbst oder Managed |
| B2B-Funktionen | nativ (3 Kataloge) plus Apps | nativ, unbegrenzt | nativ in B2B-Editionen, sehr tief | per Plugin |
| DACH-Rechtskonformität | über Apps | über Apps | nativ | über Plugins |
| Skalierbarkeit | gut | sehr gut | gut bis sehr gut | mittel |
| Wartungsaufwand | gering | gering | mittel bis hoch | hoch |
| Geeignet für | Einstieg, Marken mit Händlerkanal, KMU | Großhandel mit Rahmenverträgen, Enterprise | komplexer B2B im DACH-Raum, eigene IT | technikaffine Teams mit kleinem Budget |
Wenn dich der Vergleich mit Shopware genauer interessiert, lies unseren ausführlichen Shopify vs. Shopware Vergleich. Einen breiteren Überblick gibt der E-Commerce Plattformen Vergleich, und wer von einem anderen System kommt, findet den Ablauf im Shopify Migration Guide. Schwankst du zwischen Shopify und WordPress, hilft unser Vergleich Shopify oder WooCommerce mit Kosten, SEO und Recht beider Systeme.
Unser Fazit zum Vergleich: Shopify ist die beste Wahl, wenn du einen wartungsarmen B2B-Shop willst, der schnell live geht und mit deinem B2C-Geschäft zusammenläuft. Shopware ist stark, wenn du sehr tiefe B2B-Prozesse im DACH-Raum brauchst und eigene IT hast. WooCommerce ist günstig, aber du trägst Hosting, Updates und Sicherheit selbst.
Fazit: Lohnt sich Shopify für B2B?
Ja, und 2026 mehr denn je. Ein Shopify B2B Shop ist seit der Freigabe der nativen Funktionen für Unternehmen jeder Größe eine ernsthafte Option. Der Schlüssel liegt in der Wahl des richtigen Wegs:
- ✅ Einsteiger und KMU: Standardplan, drei Preisstufen, zwei bis drei Apps. Laufende Kosten unter 200 € im Monat, live in wenigen Wochen
- ✅ Marken mit Händlerkanal: B2B im bestehenden Shop aktivieren, Bestandskunden als Firmen anlegen, Nachbestellen leicht machen
- ✅ Großhandel mit Rahmenverträgen: Shopify Plus, wenn du mehr als drei Preislogiken, Anzahlungen oder einen firmenspezifischen Checkout brauchst
- ✅ Alle: ERP-Anbindung und Registrierungsprozess von Anfang an einplanen, nicht nachrüsten
Der häufigste Fehler beim B2B Shop erstellen ist, zu groß zu denken. Starte lean, validiere deinen B2B-Kanal mit den wichtigsten Bestandskunden und skaliere dann. Genau dabei unterstützen wir als Shopify Agentur in Stuttgart, von der Konzeption über die Einrichtung bis zur Shopify Conversion Rate optimieren, sobald der Shop läuft.
FAQ: Häufige Fragen zu Shopify B2B
Kann man mit Shopify einen B2B-Shop betreiben?
Ja. Seit April 2026 enthalten alle Shopify-Pläne native B2B-Funktionen: Firmenprofile, bis zu drei Kataloge mit eigenen Preisen, Zahlungsziele, Mengenregeln und Bestellentwürfe. Für den deutschen Markt ergänzt du Apps für Registrierung mit Gewerbenachweis, Netto-Anzeige und abgesicherten Rechnungskauf.
Brauche ich Shopify Plus für B2B?
Nicht mehr für den Einstieg, Shopify B2B ohne Plus funktioniert seit April 2026 auf jedem Plan. Shopify Plus B2B brauchst du, wenn du mehr als drei Kataloge, die direkte Zuweisung von Preislisten an einzelne Firmen, Teilzahlungen und Anzahlungen oder einen firmenspezifisch angepassten Checkout benötigst. Für die meisten Händler mit bis zu drei Preisstufen reicht ein Standardplan.
Was kostet ein Shopify B2B Shop?
Auf einem Standardplan zwischen 27 und 384 € pro Monat für Shopify plus etwa 20 bis 60 € für Apps, dazu transaktionsbasierte Gebühren für den abgesicherten Rechnungskauf. Shopify Plus startet bei 2.100 € pro Monat. Die Einrichtung durch eine Agentur liegt je nach Umfang zwischen 2.000 € für die B2B-Erweiterung eines bestehenden Shops und 25.000 € oder mehr für einen neuen B2B-Shop mit Schnittstellen.
Kann ich B2B und B2C in einem Shopify-Shop kombinieren?
Ja, das ist seit 2026 auf jedem Plan der Standardfall. Geschäftskunden loggen sich ein und sehen ihre Katalogpreise und Zahlungsbedingungen, Endkunden kaufen wie gewohnt. Ein separater B2B-Shop lohnt sich nur bei stark abweichendem Sortiment oder eigener B2B-Marke.
Wie viele Preislisten kann ich ohne Plus anlegen?
Drei aktive B2B-Kataloge, die du über Shopify Markets zuweist. Denke sie als Preisstufen, zum Beispiel Wiederverkäufer, Großabnehmer und Key Accounts. Jede Stufe kann beliebig viele Firmen enthalten. Brauchst du kundenindividuelle Preise für Dutzende Firmen, ist Shopify Plus oder eine App wie SparkLayer der Weg.
Welche Shopify B2B Apps sind die besten?
Für die Lücken, die Shopify in Deutschland lässt: Helium Customer Fields für die Registrierung mit USt-IdNr., Exemptify für die Nettoanzeige, Billie oder Mondu für Rechnungskauf mit Bonitätsprüfung, Wholesale Order Form für Schnellbestellungen und SparkLayer, wenn du mehr Preisstufen brauchst. Staffelpreise und Zahlungsziele brauchen keine App mehr.
Wie zeige ich Geschäftskunden Nettopreise an?
Im Checkout rechnet Shopify für Firmenkunden korrekt, im Storefront zeigt es standardmäßig Bruttopreise. Für die Nettoanzeige nach dem Login nutzt du eine App wie Exemptify oder Tax Exempt Manager, die auch die Steuerbefreiung für EU-Kunden mit gültiger USt-IdNr. abbildet.
Wie richte ich Zahlungsziele auf Shopify ein?
Nativ über die Zahlungsbedingungen im Firmenprofil: Netto 15, 30 oder 60 Tage oder Fälligkeit bei Versand, pro Standort einstellbar. Das Ausfallrisiko trägst du dabei selbst. Wer Bonitätsprüfung und Zahlungsgarantie will, bindet zusätzlich Billie oder Mondu an.
Shopify oder Shopware für B2B?
Shopify, wenn du schnell live gehen, wenig warten und B2B mit B2C kombinieren willst. Shopware, wenn du sehr tiefe B2B-Prozesse, native DACH-Rechtskonformität und eigene IT-Ressourcen hast. Für Händler mit bis zu drei Preisstufen ist Shopify seit April 2026 die günstigere und schnellere Lösung.
Du planst einen Shopify B2B Shop?
Ostend Digital ist eine Shopify Agentur aus Stuttgart und richtet B2B auf bestehenden Shops ein oder baut den Großhandel-Shop neu, mit Registrierung, Preislogik, Rechnungskauf und ERP-Anbindung.
