Du willst mit Google Ads starten, aber fragst dich: Was kostet das eigentlich? Die kurze Antwort: Es kommt drauf an. Die ehrliche Antwort: Zwischen 500 und 5.000 Euro monatlich für die meisten KMU – plus Agenturkosten, wenn du es professionell machen willst. In diesem Ratgeber zeigen wir dir als Google Ads Agentur aus Stuttgart, mit welchem Budget du realistisch rechnen solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Kein Mindestbudget: Google Ads hat keine Mindestausgabe – theoretisch kannst du mit 1 Euro starten
- Realistische Untergrenze: Für aussagekräftige Daten brauchst du mindestens 500 Euro pro Monat
- Klickpreise variieren stark: Von 0,30 Euro (E-Commerce) bis über 15 Euro (Rechtsberatung, Finanzen)
- Qualitätsfaktor entscheidet: Ein guter Quality Score kann deine Kosten um bis zu 50% senken
- Versteckte Kosten beachten: Agentur, Tools und Landing-Page-Optimierung kommen zum Werbebudget dazu
Wie entstehen Google Ads Kosten?
Google Ads funktioniert nach dem Auktionsprinzip. Jedes Mal, wenn jemand eine Suchanfrage stellt, findet eine Echtzeit-Auktion statt. Dabei konkurrierst du mit anderen Werbetreibenden um die Anzeigenplätze.
Das Auktionsprinzip erklärt
Dein tatsächlicher Klickpreis (CPC) wird nicht einfach durch dein Gebot bestimmt. Google berechnet einen Anzeigenrang aus:
- Dein maximales Gebot – Was du bereit bist zu zahlen
- Dein Qualitätsfaktor – Wie relevant deine Anzeige für die Suchanfrage ist
- Erwartete Auswirkungen von Anzeigenerweiterungen – Zusätzliche Informationen wie Telefonnummer oder Sitelinks
Die Formel: Anzeigenrang = Gebot × Qualitätsfaktor
Das bedeutet: Du kannst mit einem niedrigeren Gebot einen besseren Platz erreichen als dein Wettbewerber – wenn dein Qualitätsfaktor höher ist.
Abrechnungsmodelle bei Google Ads
| Modell | Bedeutung | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| CPC (Cost per Click) | Du zahlst nur bei Klick | Standard für Suchanzeigen |
| CPM (Cost per Mille) | Zahlung pro 1.000 Impressionen | Display- und Branding-Kampagnen |
| CPA (Cost per Action) | Zahlung pro Conversion | Performance Max, Smart Bidding |
| CPV (Cost per View) | Zahlung pro Videoaufruf | YouTube Ads |
Für die meisten Unternehmen ist CPC das relevante Modell – du zahlst nur, wenn jemand tatsächlich auf deine Anzeige klickt.
Aktuelle Klickpreise nach Branche 2026
Die Kosten pro Klick unterscheiden sich je nach Branche erheblich. Hier sind realistische Benchmarks für Deutschland, basierend auf Daten von WordStream, Databox und unserer eigenen Erfahrung aus über 200 Kundenprojekten:
| Branche | CPC-Spanne | Durchschnitt |
|---|---|---|
| E-Commerce / Onlineshops | 0,30 – 2,00 € | 0,80 € |
| Gastronomie & Lokale | 0,50 – 2,50 € | 1,20 € |
| Handwerk & Dienstleister | 1,00 – 5,00 € | 2,50 € |
| B2B / Software | 2,00 – 8,00 € | 4,00 € |
| Immobilien | 1,50 – 6,00 € | 3,50 € |
| Rechtsberatung | 5,00 – 20,00 € | 12,00 € |
| Finanzdienstleistungen | 3,00 – 15,00 € | 8,00 € |
| Versicherungen | 10,00 – 50,00 € | 25,00 € |
Wichtig: Diese Werte sind Durchschnitte. In Ballungsräumen wie Stuttgart, München oder Hamburg können die Klickpreise 20-40% über dem Bundesdurchschnitt liegen.
Warum sind manche Keywords so teuer?
Der Klickpreis hängt von drei Faktoren ab:
- Wettbewerb: Je mehr Unternehmen auf ein Keyword bieten, desto teurer
- Kaufintention: Keywords mit hoher Kaufbereitschaft kosten mehr
- Kundenwert: Branchen mit hohem Customer Lifetime Value zahlen mehr
Ein Klick auf “Rechtsanwalt Stuttgart” kann 15 Euro kosten – aber wenn daraus ein Mandat mit 5.000 Euro Umsatz wird, ist das ein gutes Investment.
Budget-Empfehlungen für KMU
Mindestbudget für aussagekräftige Daten
Google Ads braucht Daten zum Lernen. Mit zu wenig Budget bekommst du:
- Zu wenige Klicks für statistische Relevanz
- Keine Conversion-Daten für die Optimierung
- Frustrierende Ergebnisse
Unsere Empfehlung: Mindestens 300 Euro pro Monat als absolutes Minimum, besser 500-1.000 Euro. Das deckt sich mit Googles eigener Empfehlung für kleinere Unternehmen (Google Ads Hilfe).
Budget nach Unternehmensgröße
| Unternehmenstyp | Monatliches Werbebudget | Erwartbare Klicks* |
|---|---|---|
| Lokaler Dienstleister | 500 – 1.500 € | 200 – 600 |
| Kleines E-Commerce | 1.000 – 3.000 € | 500 – 3.000 |
| Mittelständler B2B | 2.000 – 5.000 € | 500 – 2.500 |
| Etabliertes Unternehmen | 5.000 – 20.000 € | 2.000 – 10.000+ |
Beispielrechnung: Handwerksbetrieb in Stuttgart
- Ziel: 20 Anfragen pro Monat
- Conversion-Rate: 5% (branchenüblich laut WordStream)
- Benötigte Klicks: 400
- Durchschnittlicher CPC: 3,50 €
- Benötigtes Werbebudget: 1.400 € pro Monat
Mit professionellem Conversion Tracking und optimierten Landing Pages kann die Conversion-Rate auf 8-10% steigen – dann reichen 250 Klicks für 20 Anfragen.
Der Qualitätsfaktor: Dein größter Kostenhebel
Der Qualitätsfaktor ist eine Bewertung von 1-10, die Google jeder Keyword-Anzeigen-Kombination gibt. Er hat direkten Einfluss auf deine Kosten.
Auswirkung des Qualitätsfaktors auf den CPC
Diese Tabelle zeigt, wie der Qualitätsfaktor deinen effektiven CPC beeinflusst (Quelle: Google Ads Hilfe):
| Qualitätsfaktor | Auswirkung auf CPC |
|---|---|
| 10 | -50% günstiger |
| 8 | -25% günstiger |
| 7 | Durchschnitt |
| 5 | +25% teurer |
| 3 | +67% teurer |
| 1 | +400% teurer |
Ein Beispiel: Bei einem Basis-CPC von 4 Euro:
- Mit Qualitätsfaktor 8 zahlst du nur 3 Euro
- Mit Qualitätsfaktor 4 zahlst du 6 Euro
Das ist eine Differenz von 100% – nur durch bessere Anzeigenqualität.
So verbesserst du deinen Qualitätsfaktor
- Relevante Keywords: Verwende Keywords, die zur Anzeige und Landing Page passen
- Überzeugende Anzeigentexte: Integriere das Keyword in Titel und Beschreibung
- Schnelle Landing Pages: Ladezeit unter 3 Sekunden
- Hohe Klickrate: Schreibe Anzeigen, die zum Klicken einladen
- Gute Nutzererfahrung: Mobile Optimierung, klare Call-to-Actions
Versteckte Kosten bei Google Ads
Das Werbebudget ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Diese Faktoren solltest du einkalkulieren:
1. Agentur- oder Freelancer-Kosten
| Modell | Typische Kosten |
|---|---|
| Prozent vom Adspend | 10-20% des Werbebudgets |
| Monatliche Pauschale | 300-2.000 € |
| Stundensatz | 80-150 € |
Bei einem Werbebudget von 2.000 Euro kommen also 200-400 Euro Betreuungskosten dazu.
2. Landing-Page-Optimierung
Eine professionelle Landing Page kostet einmalig 1.000-5.000 Euro. Aber: Sie kann deine Conversion-Rate verdoppeln und damit die Kosten pro Lead halbieren.
3. Tools und Software
- Keyword-Recherche-Tools: 50-200 €/Monat
- Reporting-Tools: 30-100 €/Monat
- Call-Tracking: 50-150 €/Monat
4. Zeit für Optimierung
Wenn du Google Ads selbst betreust, rechne mit 5-10 Stunden pro Monat für:
- Performance-Analyse
- Keyword-Anpassungen
- Anzeigentests
- Budgetoptimierung
Google Ads vs. SEO: Was lohnt sich wann?
Eine Frage, die wir als Google Ads Agentur oft hören: Sollte ich in Ads oder SEO investieren?
Der Vergleich
| Faktor | Google Ads | SEO |
|---|---|---|
| Zeit bis Ergebnis | Sofort | 3-12 Monate |
| Kosten pro Klick | 1-20 € | 0 € (nach Ranking) |
| Monatliche Kosten | Werbebudget + Betreuung | Agentur/Content |
| Skalierbarkeit | Sofort skalierbar | Begrenzt durch Rankings |
| Nachhaltigkeit | Stoppt bei Budgetende | Langfristig |
Unsere Empfehlung
- Google Ads für schnelle Ergebnisse: Produktlaunch, saisonale Angebote, Lead-Generierung
- SEO für langfristigen Traffic: Informationelle Keywords, Brand Building
- Beides kombinieren: Die beste Strategie für nachhaltiges Wachstum
Viele unserer Kunden starten mit Google Ads, um sofort Leads zu generieren, während wir parallel SEO aufbauen. Nach 6-12 Monaten sinkt der Ads-Anteil, weil organischer Traffic übernimmt.
ROI berechnen: So ermittelst du den wahren Wert
Google Ads lohnt sich, wenn der Return on Investment stimmt. So berechnest du ihn:
Die ROI-Formel
ROI = (Umsatz durch Ads – Kosten für Ads) / Kosten für Ads × 100
Beispielrechnung: B2B-Dienstleister
- Werbebudget: 2.000 €/Monat
- Agenturkosten: 400 €/Monat
- Gesamtkosten: 2.400 €/Monat
- Generierte Leads: 30
- Abschlussrate: 20%
- Neue Kunden: 6
- Durchschnittlicher Auftragswert: 2.500 €
- Umsatz: 15.000 €
- ROI: (15.000 – 2.400) / 2.400 × 100 = 525%
Bei einem ROI von 525% ist jeder investierte Euro 5,25 Euro wert.
Wann lohnt sich Google Ads nicht?
- Zu niedriger Kundenwert: Produkte unter 20 Euro mit einmaligem Kauf
- Zu hohe Klickpreise: Wenn CPC höher als Marge
- Keine Conversion-Infrastruktur: Ohne Tracking keine Optimierung
- Zu kleine Zielgruppe: Bei <1.000 Suchanfragen/Monat besser SEO
Typische Fehler, die Budget verbrennen
In unserer Arbeit als Google Ads Agentur sehen wir immer wieder dieselben Fehler:
1. Keine negativen Keywords
Ohne negative Keywords erscheint deine Anzeige für irrelevante Suchanfragen. “Kostenlos”, “DIY”, “Erfahrungen” – alles Suchbegriffe, die selten zu Conversions führen.
2. Zu breite Keywords
“Marketing Agentur” ist zu breit. “Google Ads Agentur Stuttgart” ist spezifisch und konvertiert besser.
3. Kein Conversion Tracking
Ohne Tracking weißt du nicht, welche Keywords und Anzeigen funktionieren. Du optimierst blind.
4. Schlechte Landing Pages
Die beste Anzeige nützt nichts, wenn die Landing Page nicht überzeugt. Ladezeit, Relevanz und klare CTAs sind entscheidend.
5. Budget zu dünn verteilt
10 Euro auf 50 Keywords funktioniert nicht. Konzentriere dich auf 5-10 Keywords und teste gezielt.
Was kostet Google Ads mit einer Agentur?
Transparenz ist uns wichtig. Hier ein realistischer Überblick:
Typische Agentur-Preismodelle
| Werbebudget | Agenturkosten (% vom Budget) | Pauschale Alternative |
|---|---|---|
| 500-1.500 € | 20-25% | 200-400 € |
| 1.500-5.000 € | 15-20% | 400-800 € |
| 5.000-15.000 € | 12-15% | 800-1.500 € |
| 15.000+ € | 10-12% | Individuell |
Was eine gute Agentur bietet
- Strategie & Setup: Keyword-Recherche, Kampagnenstruktur, Tracking
- Laufende Optimierung: Gebotsanpassungen, A/B-Tests, Qualitätsfaktor-Optimierung
- Reporting: Monatliche Berichte mit KPIs und Handlungsempfehlungen
- Beratung: Strategische Empfehlungen für Wachstum
Wann lohnt sich eine Agentur?
- Ab 1.000 Euro Werbebudget pro Monat
- Wenn du keine 5-10 Stunden pro Monat für Optimierung hast
- Wenn du professionelles Setup und Tracking brauchst
- Wenn du schneller skalieren willst
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Mindestbudget für Google Ads?
Google hat kein Mindestbudget – technisch kannst du mit 1 Euro pro Tag starten. Für aussagekräftige Ergebnisse empfehlen wir mindestens 500 Euro pro Monat. Damit generierst du genug Daten, um Kampagnen sinnvoll zu optimieren.
Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads?
Das hängt von deiner Branche ab. E-Commerce-Keywords kosten oft 0,50-2 Euro, B2B-Dienstleistungen 3-8 Euro, Rechts- und Finanzberatung 10-25 Euro. Der genaue Preis ergibt sich aus Wettbewerb, Qualitätsfaktor und Gebot.
Lohnt sich Google Ads für kleine Unternehmen?
Ja, wenn die Strategie stimmt. Kleine Unternehmen können mit lokalem Targeting und Long-Tail-Keywords auch mit kleinem Budget profitabel werben. Wichtig ist fokussiertes Targeting statt breiter Streuung.
Google Ads oder SEO – was ist günstiger?
Langfristig ist SEO günstiger, weil du für organische Klicks nicht zahlst. Kurzfristig sind Google Ads schneller und planbarer. Die beste Strategie kombiniert beides.
Wie kann ich Google Ads Kosten senken?
Die effektivsten Hebel: Qualitätsfaktor verbessern, negative Keywords hinzufügen, Conversion-optimierte Landing Pages erstellen und auf Keywords mit hoher Kaufintention fokussieren.
Was kostet eine Google Ads Agentur?
Typische Agenturkosten liegen bei 10-20% des Werbebudgets oder 300-1.500 Euro monatliche Pauschale. Bei kleinen Budgets unter 1.500 Euro sind Pauschalen üblicher, bei größeren Budgets prozentuale Modelle.
Fazit: Mit dem richtigen Budget zum Erfolg
Google Ads Kosten sind planbar – wenn du weißt, welche Faktoren sie beeinflussen. Zusammengefasst:
- Starte mit mindestens 500-1.000 Euro Werbebudget pro Monat
- Investiere in Qualität: Gute Anzeigen und Landing Pages senken die Kosten
- Tracke alles: Ohne Daten keine Optimierung
- Denke langfristig: Die ersten 3 Monate sind Lernphase
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