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SEO Kurs · Modul 2: On-Page & Content · Lektion 6 von 17

35 %

Aus der Keyword-Recherche hast du eine Keyword-Map mitgebracht: rund 10 Begriffe, nach Suchintention gruppiert, die Top 3 markiert. Jetzt kommt der Schritt, den die meisten Kurse überspringen.

Bevor du irgendeine Seite optimierst oder einen Text schreibst, brauchst du einen Plan: Welche Unterseiten braucht deine Website überhaupt – und wie hängen sie zusammen? Wir nennen diesen Schritt in der Agentur Seitenstrukturplanung.

Diese Lektion zeigt dir, wie du deine Website Struktur direkt aus der Keyword-Map ableitest. Am Ende hast du einen fertigen Seitenbaum: jede Keyword-Gruppe hat ihre Seite, jede Seite ihren Platz.

Kurzantwort

Wie planst du die Website Struktur aus deiner Keyword-Recherche?

Du kippst die Keyword-Map um: Jede Keyword-Gruppe wird genau eine Seite, die Nebenkeywords der Gruppe werden Abschnitte auf dieser Seite. Dann ordnest du die Seiten in drei Ebenen: Startseite, Hauptbereiche, Detailseiten – und ergänzt die Pflichtseiten, die keine Suchmaschine braucht, aber jeder Besucher.

📌 Für wen ist das relevant: Für alle, die vor dem Optimieren wissen wollen, welche Seiten sie überhaupt bauen sollen – statt hinterher 40 Seiten zu haben, von denen 30 nie jemand sucht.

  • Google liest deine Seitenstruktur nicht aus Ordnern oder URLs, sondern aus den Links zwischen deinen Seiten
  • Eine eigene Seite verdient nur, was einen eigenen Zweck hat: eigene Suchergebnisse, eigene Beispiele, ein eigenes Ziel
  • Die berühmte 3-Klick-Regel ist keine Google-Vorgabe – was zählt: Die Seiten, mit denen du Geld verdienst, gehören in die Hauptnavigation

Das lernst du in dieser Lektion

Du leitest aus deiner Keyword-Map ab, welche Unterseiten deine Website braucht – und welche nicht.

Du entscheidest mit einem Zwei-Fragen-Test, was eine eigene Seite verdient und was ein Abschnitt bleibt.

Du ordnest deine Seiten in einen Baum mit drei Ebenen und dokumentierst ihn in einer Struktur-Tabelle.

Du erkennst die Grenze, ab der Städte- und Branchenseiten zum Problem werden statt zum Hebel.

Inhalt

01 ·

Website Struktur planen heißt: die Keyword-Map umkippen

Die gute Nachricht zuerst: Du hast die schwere Arbeit schon erledigt. Deine Keyword-Map aus Lektion 2.1 enthält bereits alles, was du für die Seitenstruktur brauchst.

Du musst die Map nur umkippen. Aus einer Liste von Keyword-Gruppen wird eine Liste von Seiten – nach der bewährten Grundregel: Eine Gruppe = eine Seite.

Das Hauptkeyword der Gruppe bestimmt das Thema der Seite. Die Nebenkeywords der Gruppe werden keine eigenen Seiten, sondern Zwischenüberschriften und Abschnitte auf derselben Seite.

Wenn deine Keyword-Map noch Lücken hat, hilft dir der Ratgeber zur Keyword-Recherche in 7 Schritten beim Auffüllen.

💡 Merke

Eine Seite, ein Fokus. Jede Seite deiner Website bekommt genau ein Hauptthema aus deiner Keyword-Map – und jedes Hauptthema bekommt genau eine Seite.

Zwei Seiten für dasselbe Thema konkurrieren gegeneinander. Ein Thema ohne eigene Seite rankt nirgends.

Zwei Dinge liefert die Keyword-Map allerdings nicht. Erstens die Pflichtseiten: Kontakt, Über uns, Impressum, Datenschutz, Referenzen haben kein Suchvolumen – in den Seitenbaum gehören sie trotzdem.

Zweitens die Reihenfolge im Baum. Welche Seite oben hängt und welche unten, entscheidet die Suchintention – und genau darum geht es in den nächsten Abschnitten.

💡 Praxis-Tipp

Mach den ersten Schritt jetzt, er dauert fünf Minuten. Öffne deine Keyword-Map und schreib jede Keyword-Gruppe als eine Zeile untereinander. Arbeitstitel je Zeile: das stärkste Keyword der Gruppe.

Ergänze darunter deine Pflichtseiten: Über uns, Referenzen, Kontakt, Impressum, Datenschutz. Diese Liste ist der Rohstoff für alles Weitere in dieser Lektion.

02 ·

Was Google wirklich liest: Links statt Ordner

Bevor du den Baum baust, räumen wir ein Missverständnis aus dem Weg. Viele Einsteiger glauben, Seitenstruktur bedeute: die richtigen Ordner und URL-Pfade anlegen.

Google selbst sagt das Gegenteil. In der offiziellen Dokumentation steht sinngemäß: Google schaut in der Regel nicht auf die URL-Struktur, um die Struktur einer Website zu verstehen – es analysiert die Verlinkung zwischen den Seiten.

Und weiter: Je mehr interne Links auf eine Seite zeigen, desto höher ihre relative Wichtigkeit innerhalb der Website. Deine Struktur ist also nicht das, was in der URL steht – sie ist das, was du von wo verlinkst.

ℹ️ Praktiker nennen das Ergebnis dieser Planung auch Website Architektur – gemeint ist beides Mal dasselbe: der bewusst geplante Aufbau aus Seiten, Ebenen und Links.

Für dich heißt das dreierlei:

Damit ist auch klar, warum diese Lektion vor dem On-Page-Handwerk kommt: Erst wenn der Baum steht, weißt du, welche Seite von wo verlinkt werden muss. Wie du die einzelnen Links dann setzt, lernst du in Lektion 2.4.

Dein TUN für diesen Abschnitt: Öffne deine Website und klick dich nur über das Menü. Erreichst du jede Seite deiner Liste aus Abschnitt 01? Notiere jede Seite, die ohne Direktlink im Nirgendwo hängt. Noch keine Website? Dann merk dir nur die Regel: Jede Seite deiner Liste braucht später einen Platz im Menü oder einen Link von einer Übersichtsseite.

03 ·

Das Grundmuster: drei Ebenen für fast jede Website

Für die allermeisten Websites – Dienstleister, Praxen, Kanzleien, kleine Shops – reicht dasselbe Grundmuster. Es hat sich als Standard bewährt und folgt einer einfachen Logik: von allgemein nach spezifisch.

Der Seitenbaum: drei Ebenen von allgemein nach spezifisch

Grundmuster für Dienstleister und kleine Unternehmen – Stand 08/2026

Ebene 1

Startseite

Ebene 2

Leistungen

Übersichtsseite

Ebene 2

Referenzen

Vertrauen

Ebene 2

Ratgeber

Info-Themen

Ebene 2

Kontakt

Pflichtseite

Ebene 3

Webdesign

je Leistung eine Seite

Ebene 3

SEO

je Leistung eine Seite

Ebene 3

Ratgeber-Artikel

je Frage ein Beitrag

📌 Kommerzielle Themen (jemand will kaufen oder anfragen) gehören auf Ebene 2 und 3 unter “Leistungen”. Informations-Themen (jemand will etwas verstehen) gehören unter “Ratgeber”.
Grundmuster nach Google Search Central, Ahrefs, Evergreen Media und SEO-Küche (abgerufen 19.08.2026), Stand 08/2026 – eigene Darstellung, Ostend Digital.

Schaubild: Der Seitenbaum in drei Ebenen mit der Zuordnung nach Suchintention – eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Die Zuordnung folgt der Suchintention aus deiner Keyword-Map. Gruppen mit Kauf- oder Anfrage-Absicht werden Leistungs- oder Produktseiten auf Ebene 2 und 3. Gruppen mit Informations-Absicht werden Ratgeber-Beiträge.

Der Punkt, der dabei am häufigsten übersehen wird: Jeder Bereich braucht eine Übersichtsseite. Drei Leistungsseiten im Menü ersetzen keine Leistungs-Übersicht – ohne sie versteht weder ein Besucher noch Google den Umfang deines Angebots. Die Nielsen Norman Group führt fehlende Kategorie-Übersichtsseiten seit Jahren in ihren Top-10-Strukturfehlern.

Wie tief darf der Baum werden? Eine feste Regel gibt es nicht. Als Faustregel aus der Praxis: drei, höchstens vier Ebenen – bei einer typischen Website mit 5 bis 20 Seiten liegt ohnehin nichts tiefer.

Auch für die Hauptnavigation gibt es nur einen Erfahrungswert, keine belegte Zahl: fünf bis sieben Punkte. Wichtiger als die Zahl ist das Prinzip dahinter – ins Menü gehört, was Kunden suchen, nicht alles, was du hast. Wenn du eine komplett neue Website planst, findest du den Gesamtablauf im Ratgeber Website erstellen in 7 Schritten.

Eine Website Struktur nach diesem Muster ist übrigens kein SEO-Trick, sondern zuerst Besucherführung: Nutzer finden in breiten, flachen Hierarchien schneller als in tief verschachtelten.

Dein TUN für diesen Abschnitt: Sortiere deine Liste aus Abschnitt 01 in die drei Ebenen. Schreib hinter jede Zeile eine 1, 2 oder 3 – und markiere jeden Bereich mit Unterseiten, dem noch eine Übersichtsseite fehlt.

04 ·

Eigene Seite oder Abschnitt? Der Zwei-Fragen-Test

Die häufigste Entscheidung beim Strukturplanen: Zwei Keyword-Gruppen liegen nah beieinander – braucht jede ihre eigene Seite, oder reicht eine? Dafür gibt es einen Test aus zwei Fragen.

Frage 1: Wollen beide Sucher dasselbe? “Webdesign Stuttgart” und “Webdesign Agentur Stuttgart” meinen denselben Wunsch – eine Seite. “Webdesign Agentur Stuttgart” und “Was kostet eine Website” meinen verschiedene Situationen – zwei Seiten, auch wenn die Wörter verwandt klingen.

Frage 2: Zeigt Google dasselbe? Such beide Begriffe im privaten Browserfenster und vergleiche die Top 10. Eine amtliche Prozentgrenze gibt es nicht, aber eine bewährte Daumenregel: Sind mehr als die Hälfte der Ergebnisse identisch, reicht eine Seite. Überschneidet sich fast nichts, brauchst du zwei.

Liegt das Ergebnis dazwischen, entscheidet der Inhalt. Die Richtschnur: Eine eigene Seite verdient ein Keyword dann, wenn es ein eigenes Suchmuster bedient, wirklich anderen Inhalt trägt und einen natürlichen Platz in der Struktur hat.

Eigene Seite oder Abschnitt: die vier möglichen Ergebnisse des Tests
Befund Entscheidung
Eigene Suchergebnisse + eigener Zweck (andere Beispiele, anderes Ziel) Neue Seite
Begriff passt thematisch auf eine bestehende Seite Abschnitt auf dieser Seite ergänzen
Stark überlappende Suchergebnisse, kein eigener Zweck erkennbar Zusammenlegen – eine Seite für beide Begriffe
Dasselbe Muster wiederholt sich über viele Varianten (Städte, Branchen) Seitentyp-Entscheidung – siehe Abschnitt 06

Für den Alltag reicht oft eine noch einfachere Faustregel: Eigene Seite, wenn du eine eigene Überschrift, eigene Beispiele und einen eigenen Button brauchst. Abschnitt, wenn du nur dasselbe Angebot mit anderen Worten beschreiben würdest.

Experten-Tipp aus der Agentur

Leg keine Seite an, die nur für Google existiert. Das ist die eine Haltung, die dich vor fast allen Struktur-Fehlern schützt.

Mein Prüfset, bevor eine neue Seite in den Baum kommt: Würdest du diese Seite auch dann bauen, wenn es Google nicht gäbe? Kannst du einem Kunden am Telefon in einem Satz sagen, was er dort findet und warum nicht auf einer anderen Seite? Und hättest du genug eigenen Inhalt, dass sich die Seite von ihren Nachbarseiten spürbar unterscheidet?

Dreimal Ja: bauen. Einmal Nein: Es ist ein Abschnitt – oder gar nichts.

PC
Pascal Cabitza
Geschäftsführer Ostend Digital

Dein TUN für diesen Abschnitt: Nimm die zwei ähnlichsten Zeilen aus deiner Liste und mach den Zwei-Fragen-Test. Trag das Ergebnis ein: getrennt lassen, zusammenlegen oder eine davon zum Abschnitt machen.

05 ·

Topic Cluster: wenn ein Thema viele Fragen hat

Manche Themen sprengen eine einzelne Seite. Wenn zu einem deiner Hauptthemen fünf oder mehr echte Unterfragen gehören, die jeweils eigene Suchergebnisse haben, hilft ein Muster aus der Praxis: das Topic Cluster, auch Hub and Spoke genannt.

Das Prinzip in einem Satz: Eine Hub-Seite deckt das Thema breit ab, mehrere Unterseiten vertiefen je einen Teilaspekt – alle Unterseiten verlinken auf den Hub, der Hub auf alle Unterseiten.

Ein Beispiel für einen Dienstleister, hier einen Steuerberater:

Der Hub beantwortet die Anfrage-Absicht, die Ratgeber fangen die Informations-Suchen ab und führen ihre Leser zum Hub. So arbeitet die Struktur für dein Geschäft: Wer heute die Rechtsform-Frage googelt, kennt morgen deinen Namen.

Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: Das Topic Cluster ist ein bewährtes Ordnungsmuster, kein Ranking-Gesetz. Erwarte davon Ordnung und Führung deiner Leser, keine Ranking-Garantie.

Und es passt nicht für jeden. Die Entscheidungshilfe:

Wann sich ein Topic Cluster lohnt – und wann nicht
Deine Situation Cluster bauen?
Ein bis zwei Keyword-Gruppen zum Thema ❌ Nein – eine gute Leistungsseite reicht
Ein Thema mit 5+ Unterfragen, jede mit eigenen Suchergebnissen ✅ Ja – Hub plus Unterseiten
Unterfragen zeigen dieselben Suchergebnisse wie das Hauptthema ❌ Nein – das sind Abschnitte der Hub-Seite
Viele lose Blogartikel ohne Übersichtsseite ✅ Ja – aber der Hub ist hier eine nachträgliche Übersichtsseite

🚩 Der häufigste Cluster-Fehler bei Shops: einen großen Ratgeber-Artikel neben die passende Kategorieseite zu stellen. Der Hub für “Espressobohnen” ist die Kategorieseite selbst – ein zusätzlicher großer Übersichts-Artikel zum selben Begriff konkurriert mit ihr um dasselbe Ranking.

Dein TUN für diesen Abschnitt: Prüf dein wichtigstes Thema gegen die Tabelle. Wenn es ein Cluster-Kandidat ist: Schreib den Hub und seine Unterseiten als eigene Zeilen in deine Liste, mit dem Hub auf Ebene 2 oder 3.

06 ·

Städte- und Branchenseiten: wo die Grenze liegt

Früher oder später kommt die Idee: “Wir bauen einfach für jede Stadt im Umkreis eine Seite.” Hier verläuft eine Grenze, die Google in den offiziellen Spam-Richtlinien selbst gezogen hat – die Grenze zu sogenannten Doorway Pages.

Doorway Pages sind Seiten, die nur gebaut werden, um für ähnliche Suchanfragen zu ranken, und die Besucher dann alle zum selben Ziel durchschleusen. Googles eigene Beispiele treffen das Städteseiten-Thema wörtlich: mehrere Seiten für bestimmte Regionen oder Städte, die Nutzer auf eine einzige Seite trichtern.

Das Schlüsselwort ist “trichtern”. Nicht die Städteseite an sich ist das Problem – sondern die Städteseite ohne eigenen Inhalt, die nur als Fassade vor demselben Formular steht. Google-Mitarbeiter John Mueller hat sinngemäß gewarnt: Wer hunderte fast identische Ortsseiten baut, bei denen nur der Stadtname wechselt, baut Doorway Pages.

Der Städteseiten-Entscheidungsweg: drei Fragen vor jeder neuen Ortsseite

Jede Frage mit Nein beendet die Prüfung – Stand 08/2026

1

Hast du einen echten Bezug zu diesem Ort?

Standort, abgeschlossene Projekte, Kunden, echtes Einzugsgebiet

Nein → keine Seite

2

Gibt es messbares Suchvolumen für “Leistung + Ort”?

Prüfen wie in Lektion 2.1 gelernt

Nein → Ort nur erwähnen

3

Hast du ortsspezifische Belege, die auf keiner anderen Seite stehen?

Projekte aus dem Ort, Kundenstimmen, Fotos, lokale Bezugspunkte

Nein → keine Seite

Dreimal Ja → eigene Ortsseite bauen

📌 Als Orientierung aus der Praxis: lieber eine Handvoll Orte mit echter Substanz als Dutzende Klone. Das belastbare Kriterium ist nicht die Anzahl, sondern der eigene Beleg je Ort.
Entscheidungsweg abgeleitet aus Googles Spam-Richtlinien (Doorway abuse) und deutschen Praktiker-Quellen (SEO Love, Mario Jung/SEO-Otter), abgerufen 19.08.2026, Stand 08/2026 – eigene Darstellung, Ostend Digital.

Schaubild: Drei Prüffragen vor jeder neuen Städteseite – eigene Darstellung, Ostend Digital, Stand 08/2026.

Dieselbe Logik gilt für Branchenseiten wie “Webdesign für Zahnärzte”: eigene Seite nur, wenn es echte branchenspezifische Substanz gibt – andere Anforderungen, andere Beispiele, andere Referenzen. Sonst ist es dieselbe Doorway-Mechanik mit anderem Etikett.

Wie du für einzelne Standorte insgesamt sichtbar wirst – inklusive Google-Business-Profil – lernst du in Lektion 3.3 zu Local SEO. Für Unternehmen mit mehreren Filialen geht der Ratgeber SEO für mehrere Standorte tiefer.

Dein TUN für diesen Abschnitt: Falls Ortsseiten für dich relevant sind: Schick jede geplante Ortsseite durch die drei Fragen. Nur die Orte, die dreimal Ja bekommen, wandern in deine Liste.

07 ·

Zwei Mythen: Silos und die 3-Klick-Regel

Sobald du dich mit Seitenstruktur beschäftigst, begegnen dir zwei Begriffe, die mehr Verwirrung stiften als Nutzen. Beide lassen sich schnell einordnen.

Mythos 1: “Zwischen Themenbereichen darf man nicht verlinken” (Silo-Struktur). Die Silo-Idee stammt aus den frühen 2000ern: Themen strikt in getrennte Bereiche sperren, Querverlinkung vermeiden. Selbst der Erfinder Bruce Clay verbietet Querlinks nicht komplett – das absolute Verbot ist eine Verschärfung durch Nacherzähler.

Der heutige Praktiker-Konsens: Gruppiere zusammen, was zusammengehört – und verlinke trotzdem quer, wenn es dem Leser hilft. Google hat eine Silo-Pflicht nie ausgesprochen; zu strikte Trennung kann sogar schaden, weil isolierte Bereiche schwerer gefunden werden.

Mythos 2: “Google verlangt, dass jede Seite in drei Klicks erreichbar ist.” Diese Regel existiert in keiner Google-Dokumentation. Sie stammt ursprünglich aus dem Webdesign der frühen 2000er und wurde dort schon 2003 durch eine Studie entkräftet.

Was es stattdessen gibt: John Mueller von Google hat beschrieben, dass es Google schwerer fällt, eine Seite als wichtig zu erkennen, wenn man von der Startseite aus viele Klicks bis zu ihr braucht. Die Klicktiefe ist ein Wichtigkeits-Signal, keine Grenze mit Zahl.

💡 Merke

Es gibt keine 3-Klick-Regel – aber es gibt eine Konsequenz aus der Klicktiefe: Die Seiten, mit denen du Geld verdienst, gehören in die Hauptnavigation.

Alles andere darf tiefer liegen. Das ist der einzige Klicktiefen-Rat, den eine kleine Website braucht.

Dein TUN für diesen Abschnitt: Schau in deine Ebenen-Liste aus Abschnitt 03. Stehen deine wichtigsten Geldseiten auf Ebene 2 – also im Hauptmenü? Wenn nicht, häng sie jetzt um.

08 ·

Die Seitenstruktur dokumentieren: Baum und Tabelle

Deine Struktur existiert erst, wenn sie aufgeschrieben ist. Zwei Darstellungen ergänzen sich: die Baumskizze für den Überblick, die Tabelle für die Arbeit.

Die Baumskizze braucht keine Software – Einrückungen reichen:

Info

Beispiel-Baumskizze eines Dienstleisters:

Startseite
├── Leistungen (Übersicht)
│   ├── Webdesign
│   ├── SEO
│   └── Google Ads
├── Referenzen
├── Ratgeber (Übersicht)
│   ├── Was kostet eine Website?
│   └── Website selbst bauen oder machen lassen?
├── Über uns
└── Kontakt

Für die Arbeit an den einzelnen Seiten brauchst du zusätzlich eine Tabelle. Sie führt deine Keyword-Map und deinen Baum in einem Dokument zusammen – mit diesen Spalten:

Die Struktur-Tabelle: dein Arbeitsplan für die Website Architektur
Spalte Inhalt
Ebene 1, 2 oder 3
Übergeordnete Seite Wo hängt die Seite im Baum?
Seitenname Arbeitstitel in Klartext
Hauptkeyword Genau eins, aus der Keyword-Map
Nebenkeywords Die übrigen Begriffe der Gruppe – werden Abschnitte
Suchintention Informieren / vergleichen / kaufen bzw. anfragen
URL Geplant oder bestehend
Status vorhanden / überarbeiten / neu anlegen
Priorität Die Top 3 aus Lektion 2.1 zuerst

Bei den URLs gilt konzeptionell, was Google offiziell empfiehlt: sprechende Wörter statt Zahlen-Codes, Bindestriche zwischen den Wörtern, die Sprache deiner Zielgruppe. Verzeichnisse wie /leistungen/ und /ratgeber/ bilden den Baum lesbar ab.

🚩 Bei einer bestehenden Website: Bau URLs nicht um, nur damit sie hübscher aussehen. Jede URL-Änderung braucht eine Weiterleitung und riskiert Rankings – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Dein TUN für diesen Abschnitt: Übertrag deine Liste in die Tabelle mit den neun Spalten – nur die Status-Spalte lässt du noch offen, die füllst du im nächsten Abschnitt. Zeichne danach die Baumskizze und lies deine Menüpunkte laut vor: Würde ein Kunde bei jedem sofort wissen, was ihn erwartet?

09 ·

Bestehende Website: erst ergänzen, dann umbauen

Wenn deine Website schon lebt, ist der Seitenbaum kein Bauplan, sondern ein Vergleichsdokument. Die Reihenfolge entscheidet hier über dein Risiko – denn bestehende Seiten können Rankings haben, die du beim Umbauen verlierst.

Der risikoarme Ablauf in fünf Schritten:

  1. Bestand aufnehmen. Liste alle bestehenden Seiten auf – über die Seitenübersicht deines Systems oder die Sitemap, die automatisch erzeugte Seitenliste deiner Website (mehr dazu in Lektion 2.6).
  2. Tabelle dagegenlegen. Ordne jeder Zeile deiner Struktur-Tabelle eine bestehende URL zu. Drei Zustände: passt, passt halb, fehlt.
  3. Zuerst die Lücken bauen. Alles mit Status “fehlt” wird eine neue Seite. Das ist risikofrei und bringt sofort Zuwachs.
  4. Dann Doppelungen auflösen. Zwei Seiten fürs selbe Thema: die stärkere behalten, die schwächere hineinarbeiten und weiterleiten.
  5. Zuletzt – und nur wenn nötig – die Hierarchie umhängen. Menü und Verlinkung umzubauen ist risikoarm. URLs zu ändern nicht.

Für Schritt 4 und 5 gilt eine eiserne Planungs-Regel aus dem Relaunch-Handwerk: Jede URL, die sich ändert oder verschwindet, braucht eine dauerhafte Weiterleitung auf die passende neue Adresse – einzeln zugeordnet, niemals pauschal auf die Startseite.

Deine Aufgabe in dieser Lektion ist nur der Plan dafür: eine Liste mit zwei Spalten, alte URL und neue URL. Wie du Weiterleitungen technisch einrichtest, lernst du in Lektion 2.6 zum technischen SEO.

💡 Praxis-Tipp

Fang mit dem an, was fehlt – nicht mit dem, was stört. Neue Seiten für unbesetzte Keyword-Gruppen kosten kein einziges Ranking und zahlen sofort auf deine Top-3-Prioritäten ein.

Bestehende Seiten, die irgendwie ranken, bleiben unangetastet, bis du einen belegten Grund für den Umbau hast. Umbau aus Ordnungsliebe ist Risiko ohne Ertrag.

Dein TUN für diesen Abschnitt: Trag in deiner Struktur-Tabelle die Status-Spalte für jede Zeile ein: vorhanden, überarbeiten oder neu anlegen. Zähl danach, wie viele “neu anlegen” du hast – das ist dein Arbeitsvorrat.

10 ·

Die häufigsten Struktur-Fehler – und dein fertiger Seitenbaum

Zum Abschluss die Fehlerliste – sortiert nach dem, was kleinen Websites am häufigsten passiert:

Wenn du die Abschnitts-Aufgaben mitgemacht hast, ist dein Schutz gegen alle sieben schon eingebaut: Deine Struktur kommt aus der Nachfrage, jede Seite hat einen Fokus, jeder Bereich eine Übersicht, die Geldseiten stehen im Menü.

Damit ist die Website Struktur fertig geplant – als Baumskizze und als Tabelle mit Status je Seite. Halte beide Dokumente fest, du arbeitest den ganzen Kurs damit weiter.

💡 Praxis-Tipp

Schließ die Lektion mit deinem fertigen Seitenbaum ab. Vollständige Struktur-Tabelle, Baumskizze daneben, Status je Seite gesetzt, Top-3-Prioritäten markiert.

In der nächsten Lektion nimmst du dir die Seiten einzeln vor: Du planst für jede, welcher Content darauf muss, damit sie die Suchintention ihrer Besucher wirklich erfüllt.

11 ·

Das Wichtigste in 30 Sekunden

💡 Recap

Website Struktur in 30 Sekunden:

  • Die Keyword-Map umkippen: Jede Keyword-Gruppe wird genau eine Seite, die Nebenkeywords werden Abschnitte. Pflichtseiten ohne Suchvolumen kommen dazu
  • Google liest Links, nicht Ordner: Die Struktur entsteht durch Verlinkung – Navigation und Übersichtsseiten sind deine wichtigsten Werkzeuge
  • Drei Ebenen reichen fast immer: Startseite, Hauptbereiche mit Übersichtsseiten, Detailseiten. Kommerzielle Themen zu den Leistungen, Info-Themen in den Ratgeber
  • Der Zwei-Fragen-Test: Eigene Seite nur bei eigener Intention und eigenen Suchergebnissen – als Daumenregel: mehr als die Hälfte der Top 10 identisch heißt eine Seite
  • Städte- und Branchenseiten brauchen echten Ortsbezug, messbares Suchvolumen und eigene Belege – sonst sind es Doorway Pages nach Googles Spam-Richtlinien
  • Bei bestehenden Websites: erst fehlende Seiten ergänzen (risikofrei), dann Doppelungen auflösen, URLs nur mit Weiterleitungsplan ändern

12 ·

Selbstcheck: kannst du das beantworten?

Deine Keyword-Map hat 6 Gruppen plus Pflichtseiten. In welchen drei Schritten wird daraus ein fertiger Seitenbaum?

Erstens umkippen: Jede Gruppe wird genau eine Seite, das Hauptkeyword trägt das Thema, die Nebenkeywords werden Abschnitte. Pflichtseiten wie Kontakt und Impressum kommen dazu. Zweitens einsortieren: drei Ebenen, kommerzielle Themen zu den Leistungen, Info-Themen in den Ratgeber – jeder Bereich mit Übersichtsseite.

Drittens dokumentieren: die Struktur-Tabelle mit den neun Spalten plus Baumskizze ✅. Dabei gilt: Die Website Architektur ist ein Verlinkungsplan, kein Ordnersystem – Google liest die Struktur aus den Links, nicht aus URL-Pfaden.

Zwei deiner Keywords liegen nah beieinander. Wie entscheidest du, ob sie eine oder zwei Seiten bekommen?

Mit dem Zwei-Fragen-Test. Erstens: Wollen beide Sucher dasselbe? Verschiedene Absichten heißen immer zwei Seiten.

Zweitens: Zeigt Google für beide Begriffe dieselben Top 10?

Als Daumenregel ohne amtliche Grenze: mehr als die Hälfte identisch → eine Seite; kaum Überschneidung → zwei Seiten. Dazwischen entscheidet der Inhalt – brauchst du wirklich eigene Beispiele, eigene Argumente, einen eigenen Button? ✅

Ein Kollege schlägt vor, für 40 Städte im Umkreis je eine Seite zu bauen. Was prüfst du, bevor du zustimmst?

Die drei Fragen des Entscheidungswegs je Ort: echter Bezug (Projekte, Kunden, Einzugsgebiet)? Messbares Suchvolumen für Leistung plus Ort? Ortsspezifische Belege, die auf keiner anderen Seite stehen?

40 Seiten aus einem Template, bei denen nur der Ortsname wechselt, fallen unter Googles Doorway-Beschreibung: Seiten, die Nutzer auf ein einziges Ziel trichtern ❌. Lieber wenige Orte mit echter Substanz als viele Klone.

Deine bestehende Website weicht stark von deinem neuen Seitenbaum ab. In welcher Reihenfolge gehst du vor – und warum?

Erst Bestand aufnehmen und mit der Struktur-Tabelle abgleichen. Dann die Lücken bauen: neue Seiten für unbesetzte Keyword-Gruppen sind risikofrei. Erst danach Doppelungen zusammenlegen und zuletzt, nur wenn nötig, die Hierarchie umhängen.

Der Grund ist das Ranking-Risiko: Bestehende Seiten können Positionen halten, die beim Umbau verloren gehen. Jede geänderte URL braucht eine geplante Weiterleitung auf die passende neue Adresse – nie pauschal auf die Startseite.

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Suchintention treffen: den Content für jede Seite planen

Quellen und Stand (14 Einträge)
  1. Google Search Central: Ecommerce Website Navigation Structure – Struktur wird aus Verlinkung gelesen, nicht aus URLs (“Google generally doesn’t look at the structure of URLs… it analyzes the linkages between pages”); mehr interne Links = höhere relative Wichtigkeit; Kaskade Menü → Kategorie → Detailseite; Warnung zu unverlinkten Detailseiten (developers.google.com/search/docs/specialty/ecommerce/help-google-understand-your-ecommerce-site-structure, abgerufen 19.08.2026)
  2. Google Search Central: SEO Starter Guide – Verzeichnisse gruppieren gleichartige Inhalte, Links als wichtigster Entdeckungsweg neuer Seiten (developers.google.com/search/docs/fundamentals/seo-starter-guide, abgerufen 19.08.2026) · URL Structure Best Practices – sprechende Wörter, Bindestriche, Zielgruppensprache (developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/url-structure, abgerufen 19.08.2026)
  3. Google Search Central: Spam policies – Doorway abuse, wörtliche Beispiele inkl. “multiple domain names or pages targeted at specific regions or cities that funnel users to one page” (developers.google.com/search/docs/essentials/spam-policies, abgerufen 19.08.2026)
  4. John Mueller (Google) zur Klicktiefe: Klicktiefe wichtiger als URL-Struktur; viele Klicks von der Startseite erschweren Google die Einordnung der Wichtigkeit – Sekundärzitat, referiert bei Search Engine Journal (searchenginejournal.com/google-click-depth-matters-seo-url-structure/256779/, abgerufen 15.08.2026) · Muellers Städteseiten-Warnung nur sinngemäß wiedergegeben (Originalwortlaut nicht aus erster Hand verifizierbar, seroundtable.com-Abruf 403 am 19.08.2026)
  5. Search Engine Land: Site architecture – Creating a website structure that ranks – flach vs. tief, Risiken zu strikter Silos, verwaiste Seiten (searchengineland.com/guide/website-structure, abgerufen 19.08.2026)
  6. Bharath Ravishankar: How to decide whether a keyword deserves its own page – Drei-Kriterien-Test (Suchmuster, Eigenständigkeit, struktureller Platz) und vier Ergebnis-Wege, Search Engine Land, 11.08.2026 (searchengineland.com/keyword-deserve-own-page-484567, abgerufen 19.08.2026) – Fachautoren-Einschätzung, keine Studie
  7. Ahrefs (Chris Haines): How to Structure Your Website Architecture for SEO – Pyramiden-Muster, Struktur vor dem Bauen als Diagramm zeichnen, Wettbewerber-Struktur analysieren (ahrefs.com/blog/website-structure/, abgerufen 19.08.2026) · Ahrefs SEO-Glossar “SEO Silo” – Gegenposition zum Silo-Verlinkungsverbot (“internal links can be placed anywhere as long as they’re relevant”) (ahrefs.com/seo/glossary/seo-silo, abgerufen 19.08.2026)
  8. Bruce Clay: SEO Silos – Originalquelle der Silo-Lehre inkl. physische/virtuelle Silos; erlaubt Querlinks auf Kategorie-Landingpages – das absolute Querlink-Verbot ist eine Verschärfung durch Nacherzähler (bruceclay.com/seo/silo/, abgerufen 19.08.2026)
  9. HubSpot: Topic clusters – The next evolution of SEO – Herkunft des Cluster-Modells aus internem HubSpot-Experiment 2015 (Hussain/Davies); keine unabhängige Wirkungs-Studie verfügbar, deshalb hier ohne Wirkungszahlen (blog.hubspot.com/marketing/topic-clusters-seo, abgerufen 19.08.2026)
  10. Semrush: Keyword mapping for SEO – ein Cluster trägt eine Seite, Nebenbegriffe in Zwischenüberschriften, Status “To create” für Lücken, Tabellen-Spalten (semrush.com/blog/keyword-mapping/, abgerufen 19.08.2026) · Adriana Stein (Screaming Frog Blog): Keyword Mapping for Site Structure – Content-Verticals, 5-Schritte-Ablauf Audit → Recherche → Map → Struktur → Pflege, 09.05.2022 (screamingfrog.co.uk/blog/keyword-mapping-for-site-structure/, abgerufen 19.08.2026)
  11. Jakob Nielsen (NN/g): Top 10 Information Architecture Mistakes – fehlende Kategorie-Übersichtsseiten, fehlende Struktur, erfundene Menübegriffe (“Old words are better”), 10.05.2009 (nngroup.com/articles/top-10-ia-mistakes/, abgerufen 19.08.2026) · Page Laubheimer (NN/g): The 3-Click Rule for Navigation Is False – Porter-Studie 2003 widerlegt die Regel, 11.08.2019 (nngroup.com/articles/3-click-rule/, abgerufen 16.08.2026)
  12. Larson, K. & Czerwinski, M.: Web page design – implications of memory, structure and scent for information retrieval, ACM CHI’98 – breite, flache Hierarchien schlugen tiefe Verschachtelung; Richtungsaussage, keine Zahlenvorgabe (dl.acm.org/doi/10.1145/274644.274649, abgerufen 19.08.2026)
  13. SISTRIX: Website-Relaunch – niemals ohne Weiterleitungen – 301-Pflicht je geänderter URL, Ranking-Signal-Übertragung, kein 302 (sistrix.de/frag-sistrix/onpage/website-relaunch-niemals-ohne-weiterleitungen, abgerufen 19.08.2026)
  14. Deutsche Praktiker-Quellen: SEO-Küche “Logische Website-Struktur” – “Eine Seite, ein Fokus”, je Leistung eine Detailseite plus zentrale Übersicht, 5-7 Navigationspunkte als Erfahrungswert (seo-kueche.de/blog/logische-website-struktur/) · Evergreen Media “Website-Struktur” – Baumprinzip von allgemein zu spezifisch, 3-4 Ebenen als Faustregel (evergreen.media/ratgeber/website-struktur/) · SEO Love “Standortseiten” – Suchvolumen-Prüfung vor jeder Ortsseite, “jede Seite braucht echte Beweise aus dem Ort” (seo-love.com/lokale-seo/standortseiten-wann-noetig/) · SEO-Otter Experteninterview Mario Jung zur Doorway-Grenze (seo-otter.de/doorway-pages/) · tryseo.de SERP-Overlap-Test (tryseo.de/en/onpage-seo-en/serp-overlap/) – alle abgerufen 19.08.2026; Praxiswissen ohne eigene Datenerhebung
  15. Belegstatus-Hinweis: Die SERP-Überlappungs-Schwelle (“mehr als die Hälfte”), die Ebenen-Faustregel (3-4), die Navigations-Spanne (5-7) und Orts-Obergrenzen sind Praktiker-Daumenregeln ohne validierende Studie und im Text entsprechend gekennzeichnet. Die Struktur-Beispiele (Steuerberater, Espresso-Shop) sind konstruierte Muster-Beispiele, keine Kunden-Fallstudien.

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