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Fast jeder Ratgeber zu WordPress SEO erklärt dieselben Dinge: Titel, Beschreibung, Keywords, Überschriften, Ladezeit. Das ist nicht falsch, es ist nur kein WordPress-Thema.

Diese Lektion dreht das um. Sie erklärt kein SEO, sondern die Software: die Einstellungen, Seitentypen und Ausgaben, die es nur in WordPress gibt. Alles Konzeptionelle liegt im SEO-Kurs und wird von hier aus verlinkt.

Kurzantwort

Was ist an WordPress SEO wirklich WordPress-spezifisch?

Fünf Dinge: die Permalink-Struktur, der Sichtbarkeits-Haken unter Einstellungen, die automatisch erzeugten Archivseiten, die Anhangseiten der Mediathek und das HTML, das Theme und Page Builder ausliefern. Dazu kommt, was ein SEO-Plugin darüber hinaus ergänzt. Alles Konzeptionelle darunter – Keywords, Title, Beschreibung, Überschriften, Ladezeit – gilt systemunabhängig und steht im SEO-Kurs.

📌 Für wen ist das relevant: Für alle, die eine bestehende WordPress-Seite betreiben und wissen wollen, welche Schrauben es überhaupt gibt.

  • Ein SEO-Plugin liefert Felder und Schalter, es rankt nicht
  • WordPress erzeugt von sich aus Seiten, die niemand bestellt hat
  • Die Permalink-Struktur ist eine Architekturentscheidung, keine Einstellung

Das lernst du in dieser Lektion

Du weißt, welche Permalink-Struktur du hast und was eine Änderung nach sich zieht.

Du kannst trennen, was der WordPress-Kern kann und was ein Plugin ergänzt.

Du erkennst Archive und Anhangseiten und entscheidest bewusst über sie.

Du kannst jeden dieser Punkte in wenigen Minuten selbst nachprüfen.

Inhalt

01 ·

Was in dieser Lektion bewusst nicht steht

Was über Sichtbarkeit entscheidet, aber in jedem anderen System genauso gilt, wird hier verlinkt statt ein zweites Mal erzählt.

Wo die systemunabhängigen SEO-Themen im Kurs liegen
Thema Wo es erklärt wird Was hier dazu steht
Titel und Meta-Beschreibung Lektion On-Page SEO nur, wo du sie in WordPress einträgst
Überschriften und URL-Aufbau Lektion On-Page SEO nur, woher das HTML kommt
Indexierung, Canonical, Sitemap Lektion Technisches SEO nur die Schalter, die WordPress dafür hat
Keywords und Recherche Lektion Keyword-Recherche gar nichts
Ladezeit und Core Web Vitals Lektion Core Web Vitals gar nichts

Die Regel dahinter kannst du selbst anwenden: Jeder Satz in einem Ratgeber, der auch ohne das Wort WordPress wahr wäre, ist allgemeines SEO. Was übrig bleibt, ist die Software.

02 ·

Permalinks: die Einstellung, die man nur einmal richtig macht

Die deutlichste SEO-Ansage, die WordPress selbst macht, steht in der offiziellen Permalink-Dokumentation: Diese Adressen seien dauerhaft und sollten niemals geändert werden, daher der Name.

Eingestellt wird die Struktur unter Einstellungen, Permalinks. Die Doku nennt dort sechs Optionen: Plain, Tag und Name, Monat und Name, Numerisch, Beitragsname und eine eigene Struktur. Der Server muss laut derselben Quelle passend konfiguriert sein, damit die sprechenden Varianten funktionieren: Liefern nach dem Umstellen plötzlich alle Unterseiten einen Fehler 404, ist das ein Fall für den Hoster und keine SEO-Frage.

Was bei dir voreingestellt ist, kannst du nur nachsehen

Hier widersprechen sich zwei Quellen des Projekts. Die Dokumentation schreibt, die Voreinstellung sei Plain und werde bei der Installation automatisch gesetzt.

Der Kern-Code probiert bei der Installation dagegen zuerst die Struktur /%year%/%monthnum%/%day%/%postname%/ und danach eine Variante mit /index.php davor. Erst wenn der Server das nicht hergibt, bleibt es bei Plain.

Für dich heißt das: Nimm keinen Standardwert an, sondern sieh unter Einstellungen, Permalinks nach. Viele Bestandsseiten laufen mit einem Datum in der URL, ohne dass das jemals entschieden wurde. Bei einem Blog kann das passen, bei Leistungs- und Produktseiten macht es die Adresse länger, ohne etwas beizutragen.

Die Strukturtags und die eine riskante Option

Die Dokumentation listet die Bausteine auf, darunter %year%, %monthnum%, %day%, %post_id%, %postname%, %category% und %author%, mit einer klaren Regel: Die Struktur soll mit %post_id% oder %postname% enden, damit WordPress jeden Beitrag eindeutig ansteuern kann.

Am riskantesten ist %category%. Bei mehreren zugewiesenen Kategorien erscheint laut Doku nur eine in der Adresse, und zwar die alphabetisch erste. Damit wird eine redaktionelle Handlung zur URL-Änderung: Wer einem Beitrag später eine alphabetisch vorne liegende Kategorie zuweist, ändert seine Adresse.

Die Basis für Kategorien und Schlagwörter lässt sich laut Doku übrigens umbenennen, aber nicht vollständig aus den Adressen entfernen.

Wenn du die Struktur später doch änderst

Google behandelt eine flächendeckende URL-Änderung wie einen Umzug und empfiehlt dafür permanente Weiterleitungen mit Statuscode 301 oder 308, im Regelfall mindestens ein Jahr lang. Vorübergehende Schwankungen in der Sichtbarkeit nennt dieselbe Dokumentation ausdrücklich normal, und für kleine bis mittlere Websites dauere es einige Wochen, bis die meisten Seiten umgezogen sind.

Die Wochenangabe beschreibt die Neuindexierung, nicht das Versprechen, dass danach alle Positionen zurück sind. Eine Prozentzahl zum Traffic-Verlust nennt Google an keiner Stelle, und belastbare Zahlen dazu gibt es nicht.

WordPress fängt einen Teil der Fälle selbst ab. Die Funktion wp_old_slug_redirect() sucht laut Code-Referenz zu einer nicht mehr existierenden Adresse den aktuellen Permalink und leitet mit 301 weiter, greift laut Quellcode-Kommentar aber nicht für hierarchische Inhaltstypen, also nicht für Seiten.

Die zweite Funktion, redirect_canonical(), normalisiert Adressen, etwa mit und ohne www oder mit und ohne Schrägstrich am Ende, ebenfalls mit 301. Für Feeds, Suchanfragen, Vorschauen und Admin-Adressen ist sie laut Referenz nicht zuständig.

💡 Merke

Beide Extremaussagen sind falsch. WordPress leitet nach einer Strukturänderung weder automatisch alles um noch gar nichts. Was abgefangen wird, hängt von alter und neuer Struktur ab und davon, ob es Beiträge oder Seiten sind.

Deshalb der praktische Weg: vorher eine Liste der bestehenden Adressen sichern, nachher eine Stichprobe aufrufen. Landet eine alte Adresse im Fehler 404 statt per Weiterleitung auf der neuen, fehlt eine Regel.

Die Permalink-Struktur ist damit keine Feineinstellung, sondern eine Architekturentscheidung beim Aufsetzen. Muss sie später doch geändert werden, gehört sie in einen geplanten Ablauf, siehe die Lektion zum Website-Relaunch.

03 ·

Der Haken, der eine ganze Website unsichtbar macht

Unter Einstellungen, Lesen sitzt bei “Sichtbarkeit für Suchmaschinen” das Kästchen “Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren”, die teuerste Ankreuzmöglichkeit der ganzen Oberfläche.

Die offizielle Dokumentation beschreibt genau, was passiert. Seit WordPress 5.3 erzeugt der Haken im Kopfbereich der Seite das Meta-Tag <meta name='robots' content='noindex,nofollow' />. Bis Version 5.2 wurde stattdessen über die robots.txt gesperrt.

Zwei Zusätze aus derselben Quelle gehören dazu: Keine der beiden Varianten sperrt den Zugang, es bleibt eine Bitte an die Suchmaschinen. Für Besucher ist die Seite ganz normal erreichbar, weshalb der Zustand ohne Blick in die Einstellungen unsichtbar bleibt.

Warum das so oft passiert

Im Kern-Code heißt die Einstellung blog_public, und sie wird bereits bei der Installation gesetzt. Der Haken wandert also typischerweise während des Baus auf die Baustelle, gesetzt von der Agentur, vom Entwickler oder durch eine Testumgebung, und beim Livegang muss jemand aktiv daran denken. Wie sich noindex und robots.txt gegenseitig ins Gehege kommen können, steht in der Lektion zum technischen SEO.

Was das aus Suchmaschinensicht bedeutet, schreibt Google deutlich: Sobald Googlebot das Tag ausliest, werde die Seite vollständig aus den Suchergebnissen entfernt, unabhängig davon, ob andere Seiten darauf verlinken.

Für den Weg zurück nennt Google keine Frist, sondern hält nur fest, dass es je nach Bedeutung der Seite Monate dauern kann, bis Googlebot sie erneut besucht. Jede kursierende Angabe der Form “nach zwei Wochen ist alles wieder da” ist damit geraten.

💡 Praxis-Tipp

Prüf das jetzt, es dauert eine Minute. Öffne Einstellungen, Lesen und sieh nach, ob der Haken gesetzt ist.

Die Gegenprobe geht ohne Login: Öffne den Quelltext deiner Startseite und suche nach noindex. Steht dort content='noindex,nofollow', ist deine Seite ausgesperrt.

04 ·

Was ein SEO-Plugin tut und was es nicht tut

Die übliche Frage lautet “welches WordPress SEO Plugin ist das beste”. Sie führt in die Irre, solange nicht geklärt ist, was WordPress ohne jedes Plugin schon mitbringt.

Die Basis: was der Kern bereits erledigt

Suchmaschinen-Funktionen im WordPress-Kern, ohne Zusatz-Plugin
Funktion Was der Kern tut Seit
XML-Sitemap Index unter /wp-sitemap.xml, laut Dev-Note mit allen öffentlichen Inhaltstypen, allen Taxonomien, den Autorenarchiven und der Startseite WordPress 5.5 (2020)
Hinweis in der robots.txt Die von WordPress ausgelieferte robots.txt verweist auf diesen Sitemap-Index WordPress 5.5
Canonical-Tag Die Funktion rel_canonical() gibt es laut Referenz nur für singuläre Ansichten aus, also Beiträge und Seiten seit Langem im Kern
Robots-Meta-Tag Die Funktion wp_robots() gibt das Robots-Meta-Tag aus, gesammelt über einen Filter WordPress 5.7 (2021)
noindex für die ganze Seite Der Sichtbarkeits-Haken aus Sektion 03 erzeugt das Meta-Tag WordPress 5.3

Eine Zeile dieser Tabelle trägt den Rest der Lektion: Der Kern setzt das Canonical-Tag nur auf einzelnen Beiträgen und Seiten, nicht auf Archiven und nicht auf paginierten Listen. Genau dort sitzt das WordPress-eigene Thema aus Sektion 05.

Was das Plugin ergänzt

Der Umkehrschluss aus derselben Aufstellung ist die Liste, die ein SEO-Plugin füllt: redaktionell steuerbarer Titel und Beschreibung pro Seite, ein noindex für einzelne Seiten und für ganze Archivtypen, Vorschaudaten für soziale Netzwerke, Brotkrumen-Markup, eine Verwaltung von Weiterleitungen, Sitemap-Einstellungen, Massenbearbeitung und die Textprüfung gegen eigene Regeln.

Ein Punkt lohnt den Blick ins Kleingedruckte: Bei Yoast ist die Weiterleitungsverwaltung laut Anbieterangaben Teil der kostenpflichtigen Version, bei anderen Plugins ist der Umfang anders geschnitten. Wer die Permalink-Struktur ändern will, prüft diese Annahme besser vorher.

Die Ampel, entkräftet von den Anbietern selbst

Der bekannteste Teil eines SEO-Plugins ist die Ampel: Du trägst eine Fokus-Keyphrase ein, das Plugin prüft Regeln wie Vorkommen des Begriffs, Textlänge, interne Links und Lesbarkeit und färbt das Ergebnis rot, orange oder grün.

Man muss dem Werkzeug nicht widersprechen, es genügt, die Anbieter zu zitieren. In der eigenen Wissensdatenbank von Rank Math steht wörtlich “There are no guarantees in SEO”, außerdem “Even a post with a lower score can rank well if all the other factors are optimized well” und die Aufforderung, die Prüfungen als Leitfaden zu nehmen und nicht als absolute Antwort.

Auch Yoast räumt eine Grenze offen ein. Zu den eingetragenen Titeln und Beschreibungen heißt es dort, Google entscheide gelegentlich, es wisse es besser, und zeige stattdessen etwas anderes. Beide Angaben stammen von Anbietern mit kostenpflichtiger Produktversion und schwächen das eigene Verkaufsargument, was sie hier besonders belastbar macht.

Technisch ist die Ampel eine regelbasierte Textprüfung gegen Herstellerkriterien: ohne Verbindung zu Google, ohne Kenntnis der Suchergebnisse zu deinem Begriff und ohne Kenntnis des Wettbewerbs.

💡 Merke

Ein grüner Punkt bedeutet: Dieser Text erfüllt die Kriterien dieses Plugins. Mehr sagt er nicht aus, und die Hersteller schreiben das selbst.

Woher die Keyphrase kommt, steht in der Lektion zur Keyword-Recherche. Ob deine Seiten im Index sind, zeigt die Google Search Console und nicht das Plugin, siehe Messen von SEO-Erfolg.

Vier Erwartungen bleiben in jedem Fall unerfüllt: Ein Plugin schreibt keine Inhalte, ändert nicht das HTML aus Theme und Page Builder, macht die Seite nicht schneller und entscheidet nicht, was auf noindex gehört. Den letzten Punkt beantwortest du inhaltlich, das Plugin liefert nur den Schalter.

Und wenn zwei SEO-Plugins aktiv sind

Zwei Plugins mit derselben Aufgabe hängen sich an dieselben Stellen in WordPress, doppelte Ausgaben im Seitenkopf sind damit in der Funktionsweise angelegt. Der Prüfweg dauert eine Minute: Öffne den Quelltext einer Seite und suche nach canonical und og:title. Steht dort jeweils nur ein Eintrag, ist alles in Ordnung.

Welche Erweiterungen sich bewährt haben, zeigt unser Beitrag zu den besten WordPress-Plugins.

Experten-Tipp aus der Agentur

Wenn in einem Angebot “SEO-Plugin eingerichtet” steht, frag nach, welche Schalter konkret gesetzt wurden. Ein installiertes Plugin ist ein leeres Formular, und die Antwort auf diese Frage sagt dir mehr über die Arbeit als jede Ampelfarbe.

PC
Pascal Cabitza
Geschäftsführer Ostend Digital

05 ·

Archive: Seiten, die WordPress erzeugt, ohne dass sie jemand bestellt

Das offizielle Theme Handbook beschreibt Archive als Seiten, die Beiträge nach Metadaten oder Taxonomie-Begriff gruppieren, und unterscheidet sechs Typen: Kategorie, Schlagwort, Autor, Datum, Taxonomie-Begriff und Inhaltstyp.

Ein Satz aus derselben Quelle steht in keinem Ratgeber: Eine Archiv-Adresse werde für alle Benutzerkonten einer WordPress-Seite erzeugt, unabhängig davon, ob sie jemals einen Beitrag veröffentlicht haben. Das betrifft auch das Konto der Agentur, das Praktikantenkonto und den Zugang aus der Buchhaltung, jedes mit eigener Adresse und eigener Seite.

Bei den Kategorien kommt ein zweiter Automatismus dazu. Laut Nutzerdokumentation liegt jeder Beitrag in mindestens einer Kategorie, und wer keine auswählt, landet in der Standardkategorie, die sich in dieser Rolle nicht löschen lässt.

Und WordPress meldet einen Teil davon aktiv an

Praktisch wird dieser Automatismus bei der Kern-Sitemap aus der Tabelle in Sektion 04: Die Autorenarchive und die Taxonomien stehen dort standardmäßig drin, Datumsarchive nennt die Ankündigung nicht.

Zusammen mit der Canonical-Regel aus derselben Tabelle ergibt das die eigentliche WordPress-Besonderheit: Der Kern erzeugt Archive automatisch, reicht einen Teil per Sitemap ein und setzt dort selbst kein Canonical-Tag.

Was Google dazu wirklich sagt

An dieser Stelle wird im Feld gern dramatisiert, Google formuliert nüchterner: Doppelter Inhalt sei im Regelfall kein Verstoß gegen die Spam-Richtlinien, und ohne eigene Angabe bestimme Google selbst die objektiv beste Version. Was Canonicals und Indexierung sonst leisten, steht in der Lektion zum technischen SEO.

Archive sind also weder Regelverstoß noch Strafe, sondern eine Entscheidung, die du entweder selbst triffst oder abgibst. Meistens sind es schlicht Seiten ohne eigenen Wert, über die niemand bei dir landen soll.

Entscheidungshilfe zu den Archivtypen, eigene Systematik von Ostend Digital
Archivtyp Im Index sinnvoll? Woran du das festmachst
Kategorie kommt darauf an ja, wenn die Kategorie ein echtes Thema ist und die Seite eine eigene Beschreibung hat; nein bei zwanzig Kategorien mit je zwei Beiträgen
Schlagwort fast nie Schlagwörter entstehen im Alltag beiläufig und tragen selten ein eigenes Thema
Autor kommt darauf an ja, wenn mehrere Autoren mit Profil schreiben; nein bei einer Ein-Personen-Firma
Datum praktisch nie ein Unternehmen hat kein Thema, das “August 2024” heißt
Taxonomie-Begriff und Inhaltstyp kommt darauf an entstehen nur bei eigenen Inhaltstypen, etwa Referenzen oder Produkten; dieselbe Frage wie bei der Kategorie

Die Entscheidung braucht kein SEO-Wissen, sondern eine einzige Frage. Willst du, dass jemand über Google auf genau dieser Seite landet? Wenn nein, gehört sie nicht in den Index.

Zur Paginierung, weil sie hier verbreitet falsch gemacht wird

WordPress teilt Archive automatisch auf Folgeseiten auf, gesteuert über die Anzahl der Beiträge pro Seite unter Einstellungen, Lesen. Zu paginierten Listen macht Google zwei Vorgaben: rel=next und rel=prev nutzt es nach eigener Aussage nicht mehr, und die erste Seite einer Folge soll ausdrücklich nicht als Canonical der Folgeseiten dienen.

Die verbreitete Plugin-Einstellung, Seite 2 und folgende per Canonical auf Seite 1 zu zeigen, widerspricht dem also und lohnt einen Blick. Die Vorgaben stehen im E-Commerce-Bereich der Google-Dokumentation und sind dort allgemein für paginierte Listen formuliert.

06 ·

Anhangseiten: jedes hochgeladene Bild bekommt eine eigene Adresse

Diesen Punkt findest du in kaum einem Ratgeber, obwohl er der einzige ist, wegen dem das WordPress-Projekt seinen eigenen Kern geändert hat.

Wenn du ein Bild in die Mediathek lädst, entsteht nicht nur die Bilddatei, sondern zusätzlich eine eigene Seite dafür, mit Kopf, Fuß und oft einem Kommentarfeld.

In der offiziellen Entwicklernotiz dazu steht, solche Seiten fügten keine sinnvolle Information hinzu, würden aber von Suchmaschinen indexiert und tauchten manchmal sogar in Suchergebnissen auf. Zur Einordnung gehört, dass der Autor dieser Notiz der Gründer von Yoast ist, also aus dem kommerziellen SEO-Plugin-Umfeld kommt; der Text steht allerdings auf einem Projektkanal und beschreibt eine Kern-Änderung, kein Produkt.

Was sich mit WordPress 6.4 geändert hat und was nicht

Für neu aufgesetzte Installationen steht die Option wp_attachment_pages_enabled seit dieser Version auf 0, Anhangseiten werden dann auf die Bilddatei umgeleitet, im Kern-Code als permanente Weiterleitung mit Statuscode 301 hinterlegt.

Für bestehende Seiten gilt das Gegenteil: Beim Aktualisieren wird dieselbe Option auf 1 gesetzt, damit sich am Verhalten nichts ändert. Wer seine Seite vor Ende 2023 bauen ließ, ist von der Verbesserung also nicht erfasst, und das ist bei den meisten Unternehmensseiten der Fall.

Kurz nach der Ankündigung fiel auf, dass die Umleitung wegen einer Rechteprüfung ausgerechnet für ausgeloggte Besucher und Crawler nicht griff. Das wurde mit einer der folgenden Wartungsversionen behoben. Für deinen Prüfweg heißt das: unbedingt im privaten Browserfenster testen.

💡 Praxis-Tipp

So siehst du in einer Minute nach, ob du betroffen bist. Öffne ein Bild in der Mediathek, kopiere die Beitrags-URL, nicht die Datei-Adresse, und ruf sie in einem privaten Browserfenster auf. Landest du auf der Bilddatei, sind Anhangseiten deaktiviert; siehst du eine Seite mit Kopf und Fuß, sind sie aktiv.

Das private Fenster ist wichtig, weil die fehlerhafte Fassung genau zwischen eingeloggt und ausgeloggt unterschied. Als Gegenprobe kannst du nach site:deinedomain.de suchen und schauen, ob Treffer auftauchen, die nur aus einem Bildnamen bestehen.

Eine pauschale Empfehlung steht hier bewusst nicht. Das Abschalten setzt Weiterleitungen auf Bilddateien in Gang, und ob das richtig ist, hängt davon ab, ob diese Seiten eine Rolle spielen, etwa bei einem Fotografen-Portfolio.

07 ·

Woher das HTML kommt, das Google liest

Die offizielle Dokumentation definiert ein Theme mit einem Satz, der hier alles entscheidet: Ein Theme verändert die Art, wie die Seite dargestellt wird, ohne die darunterliegende Software zu verändern.

Daraus folgt die Zuständigkeit: Welches Element eine Überschrift ist, in welcher Reihenfolge die Überschriften stehen und wie tief sie verschachtelt sind, bestimmen Theme und Page Builder. Ein SEO-Plugin schreibt in den Kopfbereich und kommt an die Struktur des Inhaltsbereichs nicht heran, weshalb “wir haben doch ein SEO-Plugin” keine Antwort auf eine kaputte Überschriftenstruktur ist.

Was eine gute Struktur ausmacht, steht in der Lektion zum On-Page SEO, hier geht es nur um die Herkunft.

Ein Page Builder ist dabei der Regelfall

Der Web Almanac des HTTP Archive, ein offenes Datenprojekt ohne Verkaufsabsicht, weist für 2025 innerhalb der von ihm erfassten WordPress-Seiten Elementor bei 43 Prozent aus, den Block-Editor bei 18, WPBakery bei 13 und Divi bei 10 Prozent, jeweils mobil. Das sind Anteile innerhalb dieser Auswahl, gemessen an Startseiten im Labor, nicht am gesamten Web.

Wer eine WordPress-Seite hat, arbeitet also mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Builder. Wird eine Überschrift dort über ein Auswahlfeld für die Größe eingestellt, wählen Redakteure nach Aussehen. Der Almanac formuliert den Punkt so: Überschriften sollen die Dokumentstruktur vermitteln, nicht nur die optische Gestaltung.

Die verbreitete Behauptung, Page Builder erzeugten messbar schlechteres HTML oder kosteten Ranking, ist unbelegt. Gemessen hat das niemand unabhängig, und die Aussagen dazu stammen von Anbietern, die selbst ein Produkt im Rennen haben.

Der Prüfweg dauert zwei Minuten: Öffne den Quelltext deiner wichtigsten Seite, suche nach <h1 und zähl die Treffer. Lies danach die h2 und h3 in ihrer Reihenfolge durch.

08 ·

Strukturierte Daten aus dem Plugin, und ein Feature, das es nicht mehr gibt

Was strukturierte Daten sind und warum sie kein Rankingfaktor sind, steht in der Lektion zum On-Page SEO. Hier geht es nur darum, was ein WordPress-Plugin davon von allein erzeugt.

Yoast beschreibt den eigenen Ansatz in der Entwicklerdokumentation: ein Grundgerüst als JSON-LD, das Seite, Website und Organisation beschreibt, je nach Kontext ergänzt um Bausteine wie Artikel, Autor, Brotkrumenpfad oder Produkt. Welche Bausteine andere Plugins standardmäßig ausgeben, unterscheidet sich und gehört im Einzelfall nachgesehen.

Wo die Automatik endet

Ein Plugin kennt deinen Betrieb nicht: nicht die Branche, nicht die Öffnungszeiten, nicht die Leistungen. Alles, was über das generische Grundgerüst hinausgeht, muss deshalb eingetragen oder programmiert werden, von der Auszeichnung lokaler Unternehmen über Produkte und Bewertungen bis zu Veranstaltungen und Stellenanzeigen.

Zwei Punkte aus Googles Regeln gehören hierher. Ausgezeichnet werden darf nur, was für Leser der Seite sichtbar ist. Und eine manuelle Maßnahme wegen strukturierter Daten kostet die Berechtigung für die erweiterten Suchergebnisse, wirkt sich aber nicht auf das Ranking in der normalen Websuche aus.

Die FAQ-Auszeichnung ist abgeschafft

Das ist der Punkt, an dem viele Ratgeber nicht mehr aktuell sind. In Googles Dokumentation zur FAQ-Auszeichnung steht im Änderungsprotokoll ein Eintrag vom 08.05.2024, wonach dieses Ergebnis ab dem 07.05.2026 nicht mehr in den Suchergebnissen erscheint. Ein Eintrag vom 15.06.2026 hält fest, dass es nicht mehr ausgespielt wird und die Dokumentation deshalb entfernt wurde.

Die Gegenprobe bestätigt das. In Googles aktueller Übersicht der unterstützten Auszeichnungen standen beim Abruf am 16.08.2026 weder FAQ noch HowTo.

Trotzdem empfehlen Ratgeber bis heute FAQ-Auszeichnung als Weg zu mehr Platz in den Suchergebnissen, darunter Beiträge, die nach diesem Datum erschienen sind. Wer heute Zeit oder Geld dort hineinsteckt, investiert in ein abgeschaltetes Feature.

Zwei Missverständnisse liegen nahe und stimmen beide nicht. Es heißt nicht, dass FAQ-Bereiche auf deiner Seite sinnlos sind, denn sie beantworten Fragen von Menschen. Und es heißt nicht, dass du vorhandenes Markup entfernen musst, dazu gibt es keine belegte Empfehlung.

💡 Merke

Darstellungsformen in den Suchergebnissen kommen und gehen, und zwar einseitig. Wer seine Arbeit an ein einzelnes Suchergebnis-Feature hängt, baut auf etwas, das der Anbieter abschalten kann. Genau das ist hier nachweislich passiert.

Was in deiner Installation ausgegeben wird, siehst du im Rich Results Test von Google. Was dort auftaucht, kommt aus Plugin oder Theme, ohne dass du etwas dafür getan hast.

09 ·

💡 Recap

WordPress SEO in 30 Sekunden:

  • Das meiste unter diesem Stichwort ist allgemeines SEO. Titel, Beschreibung, Keywords, Überschriften und Ladezeit gelten systemunabhängig und stehen im SEO-Kurs
  • Die Permalink-Struktur ist eine Architekturentscheidung. Die Doku schreibt, diese Adressen seien dauerhaft und sollten nie geändert werden; welche Struktur bei dir läuft, siehst du nur unter Einstellungen, Permalinks nach
  • Bei einer späteren Änderung fängt WordPress einen Teil selbst ab, aber nicht alles. Zwei Kernfunktionen leiten mit 301 weiter, eine davon laut Quellcode nicht für Seiten, deshalb gehört eine Stichprobe der alten Adressen dazu
  • Der Sichtbarkeits-Haken erzeugt seit WordPress 5.3 ein noindex-Tag. Google entfernt betroffene Seiten laut eigener Dokumentation vollständig aus den Ergebnissen und nennt für die Rückkehr keine Frist
  • Der Kern kann mehr als gedacht und hört an einer bestimmten Stelle auf. Sitemap seit 5.5 und Robots-Tag seit 5.7 sind eingebaut, das Canonical-Tag setzt er laut Referenz aber nur auf einzelnen Beiträgen und Seiten, nicht auf Archiven
  • Ein Plugin liefert Felder und Schalter, keine Rankings. Rank Math schreibt selbst “There are no guarantees in SEO”, und Yoast räumt ein, dass Google die eingetragenen Angaben überschreiben kann
  • Archive und Anhangseiten entstehen von allein. Autorenarchive gibt es laut Theme Handbook für jedes Benutzerkonto, und die 6.4-Änderung an den Anhangseiten gilt nur für neu aufgesetzte Installationen
  • Die FAQ-Auszeichnung wird laut Googles Dokumentation seit dem 07.05.2026 nicht mehr ausgespielt. Das betrifft die Darstellung im Suchergebnis, nicht den Sinn von FAQ-Bereichen auf deiner Seite

10 ·

Selbstcheck: kannst du das beantworten?

Ein Dienstleister sagt, die Permalink-Struktur lasse sich problemlos nachträglich umstellen, WordPress leite ja automatisch um. Was entgegnest du?

Dass das nur teilweise stimmt. Zwei Kernfunktionen leiten mit Statuscode 301 weiter, eine davon greift laut Quellcode-Kommentar aber nicht für hierarchische Inhaltstypen, also nicht für Seiten.

Google behandelt eine solche Änderung als Umzug, empfiehlt permanente Weiterleitungen für mindestens ein Jahr und nennt vorübergehende Schwankungen normal. Also vorher eine Liste der alten Adressen sichern, nachher stichprobenartig aufrufen.

Deine Texte stehen in Yoast oder Rank Math alle auf grün. Was weißt du damit über deine Sichtbarkeit?

Dass dieser Text die Kriterien dieses Plugins erfüllt. Rank Math schreibt in der eigenen Wissensdatenbank, dass es in SEO keine Garantien gebe und auch ein Beitrag mit niedrigerer Bewertung gut ranken könne. Die Ampel prüft gegen Herstellerkriterien und kennt weder die Suchergebnisse zu deinem Begriff noch den Wettbewerb.

In deiner Suchabfrage mit site: tauchen Treffer auf, die nur aus einem Bildnamen bestehen. Was ist da los?

Das sind sehr wahrscheinlich Anhangseiten deiner Mediathek. WordPress legt für jedes hochgeladene Bild eine eigene Seite an, und die Abschaltung seit Version 6.4 gilt nur für neu aufgesetzte Installationen. Prüfen kannst du das über die Beitrags-URL eines Bildes in einem privaten Browserfenster; ob du sie abschaltest, ist eine Einzelfallfrage, weil dabei Weiterleitungen auf die Bilddateien entstehen.

Eine Agentur schlägt vor, alle Kategorie- und Schlagwortarchive auf noindex zu setzen. Wie entscheidest du?

Nicht pauschal, sondern mit einer Frage pro Archivtyp: Willst du, dass jemand über Google auf genau dieser Seite landet? Bei Schlagwörtern und Datumsarchiven lautet die Antwort fast immer nein, bei Kategorien kommt es darauf an, ob die Kategorie ein echtes Thema mit eigener Beschreibung ist.

Doppelter Inhalt ist laut Google im Regelfall kein Verstoß. Es geht also nicht um eine Strafe, sondern darum, ob du die Entscheidung selbst triffst oder abgibst.

In einem Angebot steht “FAQ-Markup für mehr Platz in den Suchergebnissen”. Was entgegnest du?

Dass es dieses Suchergebnis nicht mehr gibt. Googles eigenes Änderungsprotokoll hält fest, dass die FAQ-Darstellung seit dem 07.05.2026 nicht mehr ausgespielt wird; in der Übersicht der unterstützten Auszeichnungen steht sie nicht mehr.

Das heißt nicht, dass FAQ-Bereiche auf deiner Seite sinnlos sind, sie beantworten weiter Fragen von Menschen. Es heißt nur, dass die versprochene Gegenleistung nicht mehr existiert.

Quellen und Stand (14 Einträge)
  1. WordPress.org Documentation: “Customize permalinks”, wordpress.org/documentation/article/customize-permalinks/ (Seite laut eigener Angabe zuletzt aktualisiert 28.06.2025, abgerufen 16.08.2026) – wörtlich “These URLs are permanent and should never be changed”, die sechs Auswahloptionen, die Strukturtags samt Regel zum Abschluss mit %post_id% oder %postname%, die alphabetische Auswahl bei mehreren Kategorien, die nicht entfernbare Kategorie- und Schlagwortbasis sowie der Hinweis auf die nötige Serverkonfiguration. Quellentyp: offizielle Projektdokumentation
  2. WordPress-Kern, wp-admin/includes/upgrade.php, abgerufen über den offiziellen GitHub-Spiegel am 16.08.2026 – die Funktion wp_install_maybe_enable_pretty_permalinks() probiert bei der Installation zuerst /%year%/%monthnum%/%day%/%postname%/ und danach die Variante mit /index.php; außerdem wird die Option blog_public bereits bei der Installation gesetzt. Einschränkung: Abruf vom master-Branch, nicht von einer versionierten Release-Datei. Genau wegen dieses Widerspruchs zur Dokumentation nennt diese Lektion keinen Standardwert, sondern den Prüfweg
  3. WordPress Developer Resources: wp_old_slug_redirect() und redirect_canonical(), developer.wordpress.org (abgerufen 16.08.2026) – beide Funktionen arbeiten mit permanenten Weiterleitungen; Quellcode-Kommentar “Do not attempt redirect for hierarchical post types” sowie die ausdrücklich ausgenommenen Fälle für redirect_canonical, darunter Feeds, Suchanfragen, Vorschauen und Admin-Adressen. Quellentyp: offizielle Code-Referenz
  4. WordPress.org Documentation: “Settings Reading screen”, wordpress.org/documentation/article/settings-reading-screen/ (Stand der Seite 08.06.2024, abgerufen 16.08.2026) – Sichtbarkeits-Haken, wörtlich das seit Version 5.3 erzeugte Tag noindex,nofollow, die frühere robots.txt-Variante bis 5.2, der Zusatz, dass keine der Varianten den Zugang sperrt, sowie die Einstellung für die Anzahl der Beiträge pro Seite
  5. Make WordPress Core: “New XML Sitemaps Functionality in WordPress 5.5” (Pascal Birchler, 22.07.2020), make.wordpress.org (abgerufen 16.08.2026) – Kern-Sitemap unter /wp-sitemap.xml mit allen öffentlichen Inhaltstypen, allen Taxonomien, den Autorenarchiven und der Startseite, plus Verweis in der robots.txt. Der Umfang bezieht sich auf den Stand dieser Ankündigung; spätere Änderungen wurden für diese Lektion nicht geprüft, Datumsarchive sind dort nicht genannt
  6. WordPress Developer Resources: rel_canonical() und wp_robots(), developer.wordpress.org (abgerufen 16.08.2026) – rel_canonical() gibt das Canonical-Tag nur für singuläre Anfragen aus, wp_robots() existiert seit Version 5.7. Quellentyp: offizielle Code-Referenz
  7. WordPress Developer Resources: Theme Handbook, “Template Hierarchy”, developer.wordpress.org (abgerufen 16.08.2026) – Definition der Archive, die sechs Archivtypen und wörtlich “An archive URL is generated for all users on a WordPress site, regardless of whether they have published posts.” Ergänzend WordPress.org Documentation: “Posts Categories screen” (Stand der Seite 26.06.2026) zur Zuordnung jedes Beitrags zu mindestens einer Kategorie und zur nicht löschbaren Standardkategorie
  8. Make WordPress Core: “Changes to attachment pages” (Joost de Valk, 16.10.2023), make.wordpress.org (abgerufen 16.08.2026) – wörtlich, Anhangseiten “don’t add any meaningful information” und würden trotzdem indexiert, teils sogar ranken; für Neuinstallationen steht wp_attachment_pages_enabled auf 0, beim Upgrade bestehender Seiten auf 1. Interessenlage: Der Autor ist Gründer von Yoast, der Beitrag steht aber auf einem Projektkanal und beschreibt eine Kern-Änderung. Der Statuscode 301 der Umleitung stammt nicht aus dieser Notiz, sondern aus wp-includes/canonical.php (GitHub-Spiegel, master-Branch, 16.08.2026). Die öffentliche Kritik, dass die Umleitung zunächst nicht für ausgeloggte Besucher griff, stammt von siipo.la (11.11.2023); der Autor bietet ein eigenes Plugin zum Thema an, und die Behebung in einer folgenden Wartungsversion wurde für diese Lektion nicht an einem offiziellen Release-Dokument gegengeprüft
  9. WordPress.org Documentation: “Work with themes”, wordpress.org/documentation/article/work-with-themes/ (abgerufen 16.08.2026) – wörtlich “A Theme modifies the way the site is displayed, without modifying the underlying software.”
  10. Google Search Central (abgerufen 16.08.2026), Primärquelle der Suchmaschine: “Site move with URL changes” (permanente Weiterleitungen 301/308, mindestens ein Jahr behalten, vorübergehende Schwankungen, einige Wochen für die meisten Seiten kleiner bis mittlerer Websites); “Block Search indexing with noindex” (vollständige Entfernung aus den Ergebnissen, erneuter Besuch kann Monate dauern); “FAQ: Google Search crawling and indexing” (doppelter Inhalt ist im Regelfall kein Verstoß gegen die Spam-Richtlinien); “How to specify a canonical URL” (ohne eigene Angabe wählt Google die beste Version, die meisten Seiten kommen ohne Canonical-Vorgabe zurecht); “Pagination, incremental page loading, and Search” (rel=next und rel=prev werden nicht mehr genutzt, die erste Seite einer Folge soll nicht Canonical der Folgeseiten sein; die Seite steht im E-Commerce-Bereich der Dokumentation und ist allgemein für paginierte Listen formuliert); “Keep a simple URL structure” (Empfehlungen zu lesbaren Adressen und Bindestrichen, begründet mit Crawlbarkeit und Verständlichkeit, ohne Ranking-Aussage)
  11. Google Search Central: “Structured data general guidelines” und “Structured data markup that Google Search supports” (beide abgerufen 16.08.2026) – Auszeichnung nur für sichtbare Inhalte, wahrheitsgemäße Abbildung des Seiteninhalts, manuelle Maßnahme kostet die Berechtigung für erweiterte Ergebnisse und wirkt sich nicht auf das Ranking in der Websuche aus; in der Übersicht der unterstützten Auszeichnungen standen zum Abrufzeitpunkt weder FAQ noch HowTo
  12. Google Search Central: Dokumentation zur FAQPage-Auszeichnung, developers.google.com (abgerufen 16.08.2026) – Änderungsprotokoll mit dem Eintrag vom 08.05.2024, wonach das Feature ab dem 07.05.2026 nicht mehr in den Suchergebnissen erscheint, sowie dem Eintrag vom 15.06.2026 zur Entfernung der Dokumentation. Quellentyp: Primärquelle der Suchmaschine
  13. HTTP Archive: Web Almanac 2025, Kapitel CMS und SEO, almanac.httparchive.org (abgerufen 16.08.2026) – Page-Builder-Anteile innerhalb der erfassten WordPress-Seiten (Elementor 43 Prozent mobil, Block-Editor 18, WPBakery 13, Divi 10) sowie wörtlich “Headings should communicate document structure, not just visual styling”. Quellentyp: unabhängiges Open-Data-Projekt ohne Verkaufsabsicht. Einschränkung: gemessen werden Startseiten aus dem Chrome UX Report im Labor. Die Anteile gelten innerhalb dieser Auswahl und ausdrücklich nicht als Aussage über das gesamte Web
  14. Anbieterquellen mit direktem Verkaufsinteresse, jeweils kostenpflichtige Produktversion, abgerufen 16.08.2026: Rank Math, “Score 100 in Tests”, rankmath.com/kb/ – wörtlich “There are no guarantees in SEO”, “Even a post with a lower score can rank well if all the other factors are optimized well” sowie die Aufforderung, die Prüfungen als Leitfaden und nicht als absolute Antwort zu nehmen. Yoast, “What does Yoast SEO do?” (Seite datiert 10.10.2025) – Funktionsbeschreibung inklusive Sitemap, Schema und Ampel sowie das Eingeständnis, Google zeige gelegentlich etwas anderes als die eingetragenen Angaben. Yoast Developer Portal, “Schema – Functional specification” – Grundgerüst aus WebPage, WebSite und Organization als JSON-LD mit kontextabhängigen Ergänzungen. Yoast, Hilfeseiten zur Premium-Version – Weiterleitungsverwaltung als kostenpflichtige Funktion; diese Angabe stammt aus einer Auswertung von Suchergebnissen und nicht aus dem vollständig gerenderten Seitentext, deshalb steht sie in dieser Lektion mit dem Hinweis auf eigene Prüfung

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