In einem Angebot steht “Webdesign” und ein Betrag. In einem zweiten steht dasselbe Wort und ein ganz anderer Betrag. Beide können vollkommen ehrlich sein.
Der Grund dafür ist unbequem: Auf die Frage “was ist Webdesign” gibt es keine verbindliche Antwort. Es existiert keine Norm, die den Begriff festlegt, und die Stellen, an denen er tatsächlich definiert wird, widersprechen sich.
Diese Lektion erfindet deshalb keine weitere Definition. Sie zeigt dir, wo der Begriff wirklich definiert wird, wo die Grenzen verlaufen und was sich an einer Website nachmessen lässt.
Und sie ist der Anfang von siebzehn Lektionen in vier Etappen. Zuerst die Grundlagen, also wie ein Website-Projekt abläuft und womit gebaut wird, danach die Frage, woran man Qualität festmacht.
Es folgen die Nutzerperspektive samt Barrierefreiheit und zuletzt die Conversion. Die Landkarte dazu steht am Ende dieses Ratgebers.
Kurzantwort
Was ist Webdesign?
Der Duden definiert Webdesign als “Gestaltung einer Website”. Die amtliche US-Berufsklassifikation schneidet den Begriff deutlich breiter und zählt Funktionalität, Navigation und Bedienbarkeit dazu. Eine deutsche Entsprechung gibt es nicht.
Beide Lesarten sind im Umlauf, und keine davon ist normiert. Deshalb sagt das Wort allein nicht, welche Leistung in einem Angebot steckt.
📌 Für wen ist das relevant: Für alle, die eine Website beauftragen oder verantworten und Angebote vergleichen müssen, ohne selbst zu gestalten.
- Es gibt weder eine ISO- noch eine DIN-Norm für den Begriff Webdesign
- Die technische Trennung zwischen Struktur, Aussehen und Funktion ist dagegen klar geregelt
- Ein kleiner Teil von “gutem Design” ist messbar, der größere ist Geschmack, und beides wird laufend vermischt
Das lernst du in dieser Lektion
Du kennst die drei Zuschnitte, die alle “Webdesign” heißen, und weißt, welchen du im Angebot erfragen musst.
Du kannst sagen, wo Gestaltung aufhört und Technik anfängt, und wo genau diese Grenze nicht funktioniert.
Du trennst in Design-Diskussionen prüfbare Kriterien von begründbaren Argumenten und von Geschmack.
Du hast die Landkarte des Webdesign-Kurses im Kopf und weißt, welche Frage in welchem Modul beantwortet wird.
Inhalt
01 ·
Was ist Webdesign: warum es darauf keine Norm gibt
Bei den Nachbarbegriffen ist die Lage klar. Bedienbarkeit ist über eine ISO-Norm definiert, Barrierefreiheit über die Web Content Accessibility Guidelines des W3C. Beide Begriffe haben einen Wortlaut, auf den sich zwei Parteien berufen können.
Für Webdesign gibt es das nicht. Es existiert keine ISO-Norm, keine DIN-Norm und keine W3C-Definition des Begriffs. Auch beim W3C, dem Gremium hinter den Webstandards, findet sich keine Begriffsbestimmung, denn dort werden Technologien normiert, keine Disziplinen.
Was es stattdessen gibt, sind drei Ebenen, die den Begriff jeweils anders schneiden.
Die Wörterbücher: Webdesign ist Gestaltung
Der Duden fasst sich denkbar kurz. Webdesign ist dort “Gestaltung einer Website”, entlehnt aus dem Englischen, und eine Angabe am Rand ist aufschlussreicher als die Definition selbst: Das Wort stand 2004 erstmals im Rechtschreibduden.
Das World Wide Web war zu diesem Zeitpunkt bereits rund fünfzehn Jahre alt. Der Begriff ist also jünger als die Sache, die er beschreibt. Er wurde nie festgelegt, er hat sich eingebürgert, und das erklärt einen großen Teil seiner Unschärfe.
Präziser ist das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache. Es führt zwei Bedeutungen: einmal die “Gestaltung von Webseiten, insbesondere hinsichtlich ihrer Struktur und der Darstellung und Verknüpfung von Inhalten”, einmal “Struktur und Erscheinungsbild einer Webseite (als Ergebnis ihrer Gestaltung)”.
ℹ️ Warum das Wort zwei Dinge meint
Der zweite Eintrag erklärt ein Missverständnis, das in Angebotsgesprächen ständig passiert. Webdesign bezeichnet sowohl die Tätigkeit als auch ihr Ergebnis.
Wer sagt “unser Webdesign ist veraltet”, meint das Ergebnis. Wer sagt “wir beauftragen Webdesign”, meint die Tätigkeit. Zwei Beteiligte können dasselbe Wort benutzen und über verschiedene Dinge sprechen.
Bemerkenswert an der Wörterbuch-Ebene ist außerdem, was dort schon mitgemeint ist. Struktur und Verknüpfung von Inhalten sind keine Fragen der Optik. Selbst die enge Lesart umfasst also mehr als Farben und Schriften.
Die Berufsklassifikation: Webdesign ist ein Aufgabenbündel
Die einzige amtliche Beschreibung stammt aus den USA. Die Berufsdatenbank des dortigen Arbeitsministeriums führt den Beruf “Web and Digital Interface Designers” und beschreibt ihn so: “Design digital user interfaces or websites. Develop and test layouts, interfaces, functionality, and navigation menus to ensure compatibility and usability across browsers or devices.”
Das ist deutlich breiter als jedes Wörterbuch. Funktionalität, Navigation, Browser-Kompatibilität und Bedienbarkeit stehen ausdrücklich drin, also genau die Dinge, die im deutschen Alltagsverständnis gern als “Technik” abgetrennt werden.
Die Aufgabenliste dieses Berufs umfasst dreißig Punkte, darunter Prototypen, Auswertung von Nutzerfeedback, Wartung von Websites und Suchmaschinenoptimierung. Dass SEO in einer amtlichen Aufgabenliste des Designers steht, ist der beste verfügbare Hinweis darauf, dass sich die Disziplin nicht auf Gestaltung eingrenzen lässt.
Eine Einschränkung gehört dazu: Das beschreibt den US-Arbeitsmarkt, nicht die Gliederung deutscher Agenturangebote.
Die Enzyklopädien: hier widerspricht sich dieselbe Quelle
Am deutlichsten wird die Unschärfe dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Die deutsche und die englische Wikipedia ziehen die Grenze an verschiedenen Stellen, und der Unterschied betrifft genau die Frage, die für ein Angebot zählt.
| Frage | Wikipedia, deutsch | Wikipedia, englisch |
|---|---|---|
| Webdesign ist … | eine Disziplin des Mediendesigns | ein Bündel vieler Fähigkeiten und Disziplinen |
| Verhältnis zur Technik | Webentwicklung ist abgegrenzt und gehört nicht dazu | Webdesign ist Teil des breiteren Web Development |
| Schwerpunkt | visuelle, funktionale und strukturelle Gestaltung | Produktion und Wartung von Websites |
Wikipedia ist keine fachlich geprüfte Quelle, und sie taugt deshalb nicht als Beleg dafür, welche Definition richtig ist. Sie belegt hier etwas anderes, und das reicht vollkommen: Zwei unvereinbare Abgrenzungen sind gleichzeitig im Umlauf.
Je nach Nachschlagewerk bekommst du also einen engen oder einen weiten Begriff. Genau deshalb steht in zwei Angeboten mit demselben Wort unterschiedlich viel Leistung.
02 ·
Drei Zuschnitte, ein Wort
Eine Webdesign Definition, auf die sich beide Seiten eines Vertrags berufen könnten, gibt es nicht. Was hilft, ist deshalb, die konkurrierenden Lesarten nebeneinanderzulegen.
Die folgende Dreiteilung ist eine Ordnungshilfe von uns, keine offizielle Einteilung. Die mittlere Spalte zeigt, wer den Begriff tatsächlich so verwendet.
| Zuschnitt | Was dazugehört | Wer ihn so verwendet |
|---|---|---|
| Eng: Gestaltung | Aussehen, Layout, Struktur und Verknüpfung der Inhalte. Technik gehört nicht dazu | Duden, das Digitale Wörterbuch, Wikipedia auf Deutsch |
| Mittel: Frontend | Alles, was der Besucher im Browser sieht und bedient, samt der Technik dafür. Server und Datenhaltung bleiben außen vor | Wikipedia auf Englisch, die US-Berufsklassifikation |
| Weit: das ganze Projekt | Zusätzlich Inhalte, Suchmaschinenoptimierung, Messung, Betrieb und Wartung | die Aufgabenliste der US-Berufsklassifikation, Komplettangebote von Agenturen |
Der enge Zuschnitt passt, wenn Gestaltung und Umsetzung getrennt vergeben werden. Der mittlere entspricht dem, was im Agenturalltag meist gemeint ist, wenn von Webdesign die Rede ist. Beim weiten ist die Verwechslungsgefahr am größten, weil dort Leistungen mitgemeint sein können, die nirgends aufgeführt sind.
💡 Praxis-Tipp
Die Frage, die jedes Angebot lesbar macht, lautet nicht “Was kostet das Webdesign?”
Sie lautet: Welcher dieser drei Zuschnitte ist gemeint, und was ist ausdrücklich nicht drin? Zwei Angebote lassen sich erst vergleichen, wenn beide dieselbe Frage beantwortet haben.
03 ·
Gestaltung und Technik: die eine Trennlinie, die geregelt ist
Das ist die Frage, die in Angebotsgesprächen wirklich gestellt wird: Wo hört Gestaltung auf, wo fängt Technik an?
Anders als beim Begriff selbst gibt es hier eine harte Antwort. Sie steht in den Webstandards.
Eine Website besteht aus drei getrennten Schichten. Diese Trennung ist keine Konvention und keine Geschmacksfrage, sondern in den Spezifikationen festgeschrieben.
Die drei Schichten einer Website
Jede Schicht hat eine eigene Zuständigkeit
HTML · Struktur
“the code that is used to structure a web page and its content”
Was auf der Seite steht und in welcher Rangordnung: Überschrift, Absatz, Liste, Bild, Tabelle.
CSS · Darstellung
“the code that styles web content”
Wie es aussieht: Farben, Schriften, Abstände, Anordnung auf dem Bildschirm.
JavaScript · Verhalten
“a programming language that adds interactivity to websites”
Was passiert, wenn jemand etwas anklickt: Menü öffnet, Formular prüft, Inhalt lädt nach.
Die Zuständigkeitsregel im Wortlaut: “Presentation (how it should look), is the sole responsibility of CSS.” Das Aussehen liegt also ausschließlich bei einer eigenen, von Inhalt und Struktur getrennten Schicht.
Zitate in Anführungszeichen wörtlich aus MDN Web Docs (Mozilla), abgerufen 08/2026. Übersetzung in Alltagssprache: eigene Darstellung, Ostend Digital.
Warum diese Trennung mehr ist als Technik-Trivia
Dieselbe Trennung steht auch normativ in der HTML-Spezifikation. Dort heißt es, Autoren dürften Elemente und Attribute nicht für andere Zwecke verwenden als ihren vorgesehenen semantischen Zweck, weil Software die Seite sonst nicht korrekt verarbeiten kann. Als Begründung nennt die Spezifikation die Darstellbarkeit durch verschiedene Programme, etwa Sprachausgabe für blinde Menschen, und die Maschinenlesbarkeit für Suchmaschinen.
Übersetzt heißt das: Eine Überschrift, die nur wie eine Überschrift aussieht, aber technisch keine ist, wird von Vorlesesoftware und Suchmaschinen nicht als Überschrift erkannt.
💡 Merke
Gestaltung und Technik sind hier keine zwei Welten, sondern zwei Schichten über demselben Element. Die eine beschreibt sein Aussehen, die andere seine Bedeutung.
Wer nur das Aussehen bestellt, bekommt am Ende Probleme bei Sichtbarkeit und Zugänglichkeit, die aussehen wie Gestaltungsfragen, aber keine sind. Was daraus für die Zugänglichkeit folgt, führt die Lektion zur Barrierefreiheit aus.
04 ·
Wo die Trennung im Alltag nicht funktioniert
Naheliegend wäre jetzt die Gleichung: Gestaltung ist Sache des Designers, Technik Sache des Entwicklers. Genau das steht in den amtlichen Berufsbeschreibungen nicht.
Die US-Berufsdatenbank führt beide Berufe getrennt. Die Designer sollen Oberflächen und Websites entwerfen sowie Layouts, Funktionalität und Navigationsmenüs entwickeln und testen. Die Entwickler sollen Websites, Webanwendungen und Datenbanken umsetzen und Code daraufhin bewerten, ob er sauber strukturiert und mit Browsern und Geräten verträglich ist.
In beiden Aufgabenlisten steht das Bauen und Pflegen von Websites, und beide nennen die Verträglichkeit mit Browsern und Geräten. Die Trennlinie ist also nicht erst in Agenturangeboten unscharf, sondern schon in der amtlichen Einteilung.
Liest man die beiden Beschreibungen nebeneinander, zeigt sich der Unterschied nicht am Gegenstand, sondern an der Tätigkeit: entwerfen und testen auf der einen Seite, implementieren und Code bewerten auf der anderen. Beide arbeiten an derselben Website.
Ein Leseraster für Angebote
Für den Alltag reicht ein grobes Raster. Es ist ein Denkwerkzeug für Angebotsgespräche, keine Norm, und die beiden letzten Zeilen sind die interessanten.
| Frage im Projekt | Eher Gestaltung | Eher Technik |
|---|---|---|
| Welche Farben, Schriften, Bildsprache? | ja | |
| Welche Blöcke in welcher Reihenfolge auf der Seite? | ja, siehe Wireframes und Seitenstruktur | |
| Was passiert beim Absenden des Formulars? | ja | |
| Kann ich Texte selbst ändern? | ja, eine Systemfrage: Baukasten, WordPress oder Agentur | |
| Wie sieht die Seite auf dem Handy aus? | ja, der Entwurf | ja, die Umsetzung: Responsive Design |
| Wie schnell lädt sie? | ja, Bildgrößen und Schriftschnitte | ja, siehe Core Web Vitals |
🚩 Das klingt ordentlich und stimmt trotzdem nicht
“Design ist die Optik, Technik ist der Rest” klingt ordentlich und führt in die Irre. Die Grenze verläuft nicht zwischen schön und funktioniert, sondern quer durch fast jede Entscheidung.
Ein großes Hintergrundbild ist gleichzeitig eine Gestaltungs- und eine Ladezeitentscheidung. Wer beides getrennt vergibt, ohne das zu wissen, bezahlt die Abstimmung später.
05 ·
Warum es den Beruf amtlich gar nicht gibt
Bei vielen Begriffen sorgt wenigstens der Beruf für Klarheit. Wer Steuerberater beauftragt, weiß, welche Ausbildung dahintersteht. Bei Webdesign ist auch dieser Anker nicht vorhanden.
Im amtlichen Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe des Bundesinstituts für Berufsbildung, Ausgabe 2024 mit Stand 1. Oktober 2023, sind 327 Ausbildungsberufe aufgeführt. “Webdesigner” ist keiner davon.
Das Wort kommt im gesamten Dokument genau einmal vor, und zwar nicht im Verzeichnis der Ausbildungsberufe, sondern in der Liste der Fortbildungsregelungen: “Webdesign-Fachkraft”, Handwerkskammer Reutlingen, 25.09.2001.
💡 Merke
Es gibt keinen standardisierten Ausbildungsweg, hinter dem eine feste Leistungsmenge steht. Wer “Webdesigner” auf die Visitenkarte schreibt, kann Mediengestalter sein, Kommunikationsdesigner, Informatiker, Quereinsteiger oder Autodidakt.
Das ist der eigentliche Grund, warum Angebote so unterschiedlich aussehen. Und es heißt für dich: Die Frage nach Referenzen und Leistungsumfang ersetzt die Frage nach der Berufsbezeichnung.
Das ist ausdrücklich kein Urteil über die Qualifikation. Es gibt Studiengänge, Fortbildungen und einschlägige Ausbildungsberufe, sie heißen nur anders.
Auch die deutsche Ausbildung trennt nicht
Am nächsten dran ist der Mediengestalter Digital und Print. Seine Ausbildungsverordnung, neu gefasst 2023, kennt für die Fachrichtung Digitalmedien drei Kompetenzbereiche, und zwei davon heißen “Gestalten von Digitalmedien” und “Strukturieren und Programmieren von Digitalmedien”.
Das ist der eigentliche Befund: Gestalten und Programmieren stehen als zwei Bereiche derselben Fachrichtung nebeneinander. Auch die deutsche Ausbildungsordnung legt die Trennung von Gestaltung und Technik also nicht als Berufstrennung an.
Was sich verändert hat, ist demnach nicht der Anspruch an Schönheit. Es ist die Zahl der Dinge, die an einer Website gleichzeitig stimmen müssen.
Eines davon steht inzwischen im Gesetz. Seit dem 28. Juni 2025 verlangt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz von einem Teil der Anbieter, dass ihre Website bedienbar ist; für wen es gilt und was es fordert, steht in der Lektion zur Barrierefreiheit.
Experten-Tipp aus der Agentur
Frag im Erstgespräch nicht nach Titeln, sondern nach dem Ausschluss. Also: Was ist in diesem Angebot ausdrücklich nicht enthalten, und wer macht es dann?
Die Antwort trennt zuverlässiger als jede Berufsbezeichnung. Wer Texte, Rechtstexte, Bilder oder die spätere Pflege stillschweigend beim Auftraggeber lässt, sagt das auf diese Frage hin normalerweise auch.
Pascal Cabitza
Geschäftsführer Ostend Digital
06 ·
Was in einer Website steckt
Wer “eine Website” beauftragt, kauft nicht ein Ding, sondern sechs. Diese Liste ist als Inventar gedacht, damit dir beim Lesen eines Angebots auffällt, wenn ein Posten fehlt.
| Posten | Was es ist | Wer es liefert |
|---|---|---|
| Domain | Die Adresse, unter der die Seite erreichbar ist | Registrar oder Hoster, jährliche Gebühr |
| Hosting | Der Ort, an dem die Seite läuft | Hoster, laufende Gebühr |
| System | Die Software, mit der Inhalte gepflegt werden | Anbieter oder selbst betrieben |
| Gestaltung | Aussehen und Aufbau der Seiten | Agentur oder fertige Vorlage |
| Inhalte | Texte, Bilder, Videos, also das, was die Seite sagt | häufig der Auftraggeber selbst |
| Rechtstexte | Impressum und Datenschutzerklärung | Auftraggeber und dessen Rechtsberatung |
Fünf dieser Posten sind kaufmännische Fragen. Zwei sind Pflichten: Das Digitale-Dienste-Gesetz verlangt für geschäftsmäßig angebotene digitale Dienste bestimmte Angaben, die leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein müssen. Und die Datenschutz-Grundverordnung verpflichtet zu Informationen gegenüber den betroffenen Personen, sobald personenbezogene Daten erhoben werden.
Beides steht hier nur, damit es im Angebot nicht vergessen wird. Was daraus im Einzelfall folgt, ist eine Rechtsfrage und gehört zu fachlicher Beratung.
Der einzige Posten, den in der Regel der Auftraggeber selbst liefert, sind die Inhalte. Wo er im Ablauf steht und warum er nach vorn gehört, zeigt die Lektion zum Ablauf eines Website-Projekts.
Die Systemfrage vertiefen die Lektionen zu Baukasten, WordPress und Agentur und zu WordPress.
07 ·
Prüfbar, begründbar, Geschmack
Auf die Frage, was gutes Webdesign ausmacht, gibt es zwei ehrliche Antworten und eine unehrliche. Die unehrliche ist eine Liste von zehn Regeln. Die ehrlichen fangen damit an, drei Sorten von Aussagen zu trennen, die im Alltag ständig vermischt werden.
| Sorte | Woran du sie erkennst | Wer entscheidet |
|---|---|---|
| Prüfbar | Es gibt ein Kriterium mit Schwellenwert, das jemand nachmessen kann | die Norm oder der veröffentlichte Messwert |
| Begründbar | Es gibt Forschung und erhobene Daten, aber keinen Schwellenwert | die Studienlage, im Einzelfall abzuwägen |
| Geschmack | Es gibt Vorliebe, Branchenüblichkeit oder Zeitgeschmack | Auftraggeber und Gestalter |
Prüfbar ist weniger, als die meisten annehmen. Ob Text lesbar ist, lässt sich festmachen: Die Web Content Accessibility Guidelines des W3C verlangen im Erfolgskriterium 1.4.3 ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1, mit Ausnahmen für großen Text und dekorative Elemente. Wie weit das für wen verbindlich ist, führt die Lektion zur Barrierefreiheit aus.
Der zweite prüfbare Bereich ist das Ladeverhalten. Google veröffentlicht dafür mit den Core Web Vitals eigene Schwellenwerte, unter anderem 2,5 Sekunden für den größten sichtbaren Inhalt, jeweils gemessen am 75. Perzentil der Seitenaufrufe und nicht an einem einzelnen Test auf dem eigenen Rechner. Das sind Kriterien eines Herstellers, kein Standard eines Normungsgremiums, und was sie im Einzelnen bedeuten, klärt die Lektion zu den Core Web Vitals.
Begründbar ist die mittlere Sorte. Bedienbarkeit ist zwar über eine ISO-Norm definiert, liefert aber keine Schwellenwerte, sondern ein Prüfraster und Nutzertests, die zeigen, woran Menschen scheitern. Das ist der Stoff der Lektionen zu Usability und zur User Experience.
💡 Merke
Kläre in einer Design-Diskussion zuerst, welche Sorte gerade verhandelt wird. Über Prüfbares lässt sich nicht streiten, das lässt sich messen. Über Geschmack lässt sich streiten, aber nicht gewinnen, denn dort entscheidet der Auftraggeber.
Die meisten zähen Design-Runden entstehen, weil jemand eine Geschmacksfrage mit der Autorität einer Regel vorträgt. “Das macht man heute so” ist kein Kriterium.
Für Farbwelt, Bildsprache, Schriftpersönlichkeit und das, was “modern” wirkt, gibt es keine Norm und keinen Schwellenwert. Das ist kein Makel, sondern der Teil, in dem eine Marke überhaupt erst unterscheidbar wird. Womit sich in diesem Bereich trotzdem argumentieren lässt, zeigt die Lektion zu den Design-Prinzipien.
08 ·
Der einfachste Fehler ist der häufigste
Es gibt eine Erhebung, die zeigt, wie weit prüfbare Kriterien und gebaute Realität auseinanderliegen. Die gemeinnützige Einrichtung WebAIM, angesiedelt an der Utah State University, untersucht jedes Jahr die Startseiten der eine Million meistbesuchten Websites automatisiert auf Barrierefreiheitsfehler.
Im Durchlauf vom Februar 2026 wiesen 95,9 Prozent dieser Startseiten erkannte Verstöße gegen die WCAG auf. Häufigster Einzelfehler war mit 83,9 Prozent zu geringer Textkontrast, also ausgerechnet die eine Sache mit einem präzisen Grenzwert, die sich mit einem kostenlosen Kontrastrechner in dreißig Sekunden prüfen lässt.
Untersucht wurden Startseiten, nicht ganze Websites, und automatisch messbar ist nicht jeder Verstoß. Die Größenordnung bleibt aussagekräftig, denn geprüft werden überdurchschnittlich professionell betreute Auftritte.
💡 Praxis-Tipp
Fang bei dem an, was sich in dreißig Sekunden prüfen lässt. Nimm die Textfarbe und die Hintergrundfarbe deiner Seite, gib beide in einen kostenlosen Kontrastrechner und sieh nach, ob du den Grenzwert erreichst. Was danach kommt, zeigt die Lektion zur Barrierefreiheit.
09 ·
Wie du von hier aus weiterlernst
Weil an einer Website mehrere Dinge gleichzeitig stimmen müssen, ist der Webdesign- und CRO-Kurs der Ostend Academy in vier Etappen geordnet. Jede beantwortet eine eigene Frage.
Die vier Module und die Frage, die sie beantworten
Modul 1 · Design-Handwerk
Woran erkennst du einen guten Entwurf: Prinzipien, Typografie, Farbe, Layout, Bildsprache?
Modul 2 · Seiten designen
Wie werden daraus Seiten: Wireframe, Hero, Aufbau, Formulare, alle Bildschirme?
Modul 3 · Nutzer & Wirkung
Was tun Besucher wirklich, und was verlangt das Barrierefreiheitsgesetz?
Modul 4 · Conversion
Wie werden aus Besuchern Anfragen, mit Methode statt Bauchgefühl?
Aufbau des Webdesign- und CRO-Kurses der Ostend Academy, 17 Lektionen. Eigene Darstellung, Ostend Digital.
Die Reihenfolge ist kein Zufall. Wer die Bedienbarkeit prüfen will, braucht vorher eine Struktur, und wer optimieren will, braucht vorher etwas, das läuft. Als Nächstes geht es deshalb um den Ablauf eines Website-Projekts, am Ende des Kurses um Conversion-Optimierung.
Einen kürzeren Überblick ohne Kursrahmen findest du in unserem Beitrag zu Webdesign und was es gut macht.
10 ·
💡 Recap
Was ist Webdesign, in 30 Sekunden:
- Der Begriff ist nicht normiert. Der Duden sagt “Gestaltung einer Website”, die US-Berufsklassifikation zählt Funktionalität, Navigation und Suchmaschinenoptimierung dazu, und die deutsche und englische Wikipedia widersprechen sich darin, ob Technik dazugehört
- Drei Zuschnitte sind im Umlauf, ein enger, ein mittlerer und ein weiter. Die Frage im Angebot lautet deshalb nicht “was kostet das”, sondern “welcher Zuschnitt ist gemeint und was ist nicht drin”
- Technisch ist die Trennung geregelt, denn laut Referenzdokumentation der Webplattform liegt die Darstellung ausschließlich bei CSS, während HTML Struktur und Bedeutung trägt
- Als Berufstrennung ist sie unscharf. In beiden amtlichen US-Berufsprofilen steht das Bauen und Pflegen von Websites, und die deutsche Ausbildungsverordnung führt Gestalten und Programmieren in derselben Fachrichtung
- “Webdesigner” ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. Im BIBB-Verzeichnis mit 327 Berufen kommt das Wort genau einmal vor, als Fortbildungsregelung einer Handwerkskammer von 2001
- Ein kleiner Teil von Qualität ist prüfbar, etwa Kontrast und Ladeverhalten. Der größere Teil ist Geschmack, und problematisch wird das erst, wenn Geschmack mit der Autorität einer Regel auftritt
11 ·
Selbstcheck: kannst du das beantworten?
Zwei Angebote nennen beide “Webdesign” und unterscheiden sich stark im Preis. Welche Frage stellst du, bevor du sie vergleichst?
Welcher der drei Zuschnitte gemeint ist und was ausdrücklich nicht enthalten ist. Der enge meint nur Gestaltung, der mittlere alles, was im Browser sichtbar und bedienbar ist, der weite zusätzlich Inhalte, Sichtbarkeit und Betrieb.
Solange das offen ist, vergleichst du zwei Zahlen ohne gemeinsame Bezugsgröße.
Ein Dienstleister sagt: “Design ist die Optik, alles andere ist Technik.” Wo bricht diese Aufteilung?
An jeder Entscheidung, die beides gleichzeitig ist. Ein großes Hintergrundbild ist Gestaltung und Ladezeit, eine Überschrift ist Aussehen und technische Bedeutung.
Sauber getrennt ist nur die technische Schichtung: HTML trägt Struktur und Inhalt, CSS die Darstellung, JavaScript das Verhalten.
In der Abstimmung heißt es, hellgraue Schrift auf Weiß wirke ruhiger und moderner. Wie ordnest du das ein?
“Wirkt ruhiger” ist eine Geschmacksaussage, darüber entscheidet der Auftraggeber. Der Kontrast selbst ist prüfbar, denn die WCAG verlangen im Erfolgskriterium 1.4.3 mindestens 4,5:1 für Text.
Die prüfbare Aussage sticht die Geschmacksaussage, und der Nachweis dauert mit einem Kontrastrechner keine Minute.
Die dritte Sorte liegt dazwischen und ist die häufigste im Streitfall: begründbare Aussagen. Sie lassen sich nicht messen, aber mit einer Konvention oder einem Nutzungsgrund verteidigen. Wer sie als Geschmack abtut, verliert das Gespräch unnötig.
Dein Ziel sind mehr Anfragen über die Website. Warum reicht dafür die Gestaltung allein nicht, und wo im Kurs stehen die übrigen Antworten?
Weil an einer Website mehrere Dinge gleichzeitig stimmen müssen: Struktur und Inhalte im ersten Modul, Bedienbarkeit und Zugänglichkeit im zweiten, Betrieb und Pflege im dritten, Tempo und Conversion im vierten.
Eine schöne Seite mit unklarer Struktur, langer Ladezeit oder ohne erkennbaren nächsten Schritt bringt keine Anfragen.
Quellen und Stand (15 Einträge)
- Duden online: “Webdesign”, duden.de/rechtschreibung/Webdesign (abgerufen 16.08.2026) – wörtlich “Gestaltung einer Website”, Herkunft aus dem Englischen, Angabe “Dieses Wort stand 2004 erstmals im Rechtschreibduden”. Quellentyp: Standardnachschlagewerk der deutschen Sprache, keine Interessenlage im Sachthema
- DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften): “Webdesign”, dwds.de/wb/Webdesign (abgerufen 16.08.2026) – zwei Bedeutungen im Wortlaut, Grundlage laut Wörterbuch “Wahrig und DWDS 2020”, ältester zitierter Beleg c’t 1997. Quellentyp: akademisches Korpuswörterbuch, Forschungsprojekt ohne Interessenlage
- W3C: “Standards”, w3.org/standards/webdesign/ (abgerufen 16.08.2026) – die Seite beschreibt Technologien (HTML, CSS, SVG, WOFF, WebRTC, XML) und normiert keine Berufsbegriffe. Grundlage der Aussage, dass beim W3C keine Begriffsdefinition von Webdesign vorliegt; geprüft wurde diese Seite, nicht der gesamte W3C-Bestand
- O*NET OnLine (U.S. Department of Labor): 15-1255.00 “Web and Digital Interface Designers” und 15-1254.00 “Web Developers”, onetonline.org, beide Seiten ausgewiesen als “Updated 2026” (abgerufen 16.08.2026) – wörtliche Berufsdefinitionen, Aufgabenliste mit 30 Punkten inklusive Suchmaschinenoptimierung, Wartung und Dokumentation. Quellentyp: amtliche Berufsdatenbank, keine kommerzielle Interessenlage. Einschränkung: beschreibt den US-Arbeitsmarkt, nicht die Gliederung deutscher Angebote
- Wikipedia: “Webdesign” (deutsch, zuletzt bearbeitet 26.11.2025, fünf Einzelnachweise) und “Web design” (englisch, Revision oldid=1355328958), beide abgerufen 16.08.2026. Quellentyp: Gemeinschaftsenzyklopädie ohne Fachaufsicht. In dieser Lektion ausdrücklich nicht als Beleg für eine richtige Definition verwendet, sondern ausschließlich als Beleg dafür, dass zwei konkurrierende Abgrenzungen im Umlauf sind
- MDN Web Docs (Mozilla): “Your first website” und Glossar “Semantics”, developer.mozilla.org (abgerufen 16.08.2026) – wörtliche Definitionen von HTML, CSS und JavaScript sowie der Satz “Presentation (how it should look), is the sole responsibility of CSS.” Quellentyp: Referenzdokumentation der Webplattform, kein Verkaufsinteresse an Webdesign-Dienstleistungen. Die Übersetzung in Alltagssprache im Schaubild ist eigene Darstellung
- WHATWG: HTML Living Standard, Abschnitt 3.2.1 “Semantics”, html.spec.whatwg.org/multipage/dom.html (abgerufen 16.08.2026) – Pflicht zur semantisch zweckgemäßen Verwendung von Elementen, Attributen und Attributwerten, mit den Begründungen Darstellbarkeit durch verschiedene Programme und Maschinenlesbarkeit. Quellentyp: die Spezifikation selbst, getragen von den Browserherstellern. Ein eigener Abschnitt zu gestalterischem Markup ist dort nicht enthalten, die Lektion gibt deshalb die Pflicht wieder und kein Verbot
- BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung): “Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe 2024”, Stand 1. Oktober 2023, 327 anerkannte Ausbildungsberufe nach § 4 Abs. 1 BBiG bzw. § 25 Abs. 1 HwO, bibb.de (abgerufen und im Volltext geprüft 16.08.2026) – kein Ausbildungsberuf “Webdesigner”; einziger Treffer des Wortbestandteils in Abschnitt 3.1.1 (Fortbildungsregelungen), laufende Nummer 540: “Webdesign-Fachkraft, Handwerkskammer Reutlingen, 25.09.2001”. Quellentyp: amtliches Verzeichnis einer Bundesanstalt. Der Befund betrifft ausschließlich die Ausbildungsberufe, nicht den rechtlichen Bezeichnungsschutz, der nicht geprüft wurde
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Mediengestalter Digital und Print (DuPMedAusbV), gesetze-im-internet.de, in Kraft seit 1. August 2023 (abgerufen 16.08.2026) – vier Fachrichtungen nach § 4 Abs. 1, drei Kompetenzbereiche der Fachrichtung Digitalmedien im Wortlaut. Wortzählung über Verordnungstext und Anlage, eigenständig durchgeführt: “Website”, “Webseite”, “Internetseite”, “Suchmaschine”, “Usability” und “responsiv” je 0 Treffer, “barrierefrei” 7 (4 im Text, 3 in der Anlage), “Benutzerführung” 3. Aus dem Fehlen eines Wortes folgt nicht das Fehlen des Inhalts; die Lektion sagt deshalb nur, dass die Verordnung durchgängig von Digitalmedien spricht
- U.S. Bureau of Labor Statistics: 2018 SOC Manual (bls.gov/soc/2018) sowie Occupational Outlook Handbook, “Web Developers and Digital Designers” (Seite zuletzt geändert 28.08.2025), beide abgerufen 16.08.2026 über einen Text-Proxy, da der direkte Abruf HTTP 403 lieferte – 15-1255 als einer von 32 Berufen, die in der Fassung 2018 durch Aufspaltung aus der Fassung 2010 neu gebildet wurden; Beschäftigtenzahlen 2024: 128.900 Designer und 86.000 Webentwickler. Quellentyp: amtliches Klassifikationshandbuch und amtliche Arbeitsmarktstatistik. Der Crosswalk auf den Vorgängerberuf 15-1134 war in der Primärquelle nicht einsehbar und wird hier nicht behauptet; Gehaltszahlen sind bewusst nicht aufgeführt
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), gesetze-im-internet.de (abgerufen 16.08.2026) – Inkrafttreten am 28. Juni 2025, Erfassung von “Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr”, Ausnahme für Kleinstunternehmen bei Dienstleistungen nach § 3. Quellentyp: Gesetz im amtlichen Volltext. Die verbreitete Verkürzung, seit Juni 2025 müsse jede Website barrierefrei sein, gibt den Gesetzestext nicht zutreffend wieder
- § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html, und Art. 13 DSGVO, abgerufen über dejure.org (beide 16.08.2026) – Informationspflichten für geschäftsmäßig angebotene digitale Dienste sowie Informationspflichten bei der Erhebung personenbezogener Daten. Das DDG hat das frühere Telemediengesetz abgelöst, weshalb hier § 5 DDG und nicht § 5 TMG steht; ein Datum der Ablösung wird nicht genannt, da nicht verifiziert. Beide Posten werden in der Lektion nur benannt, nicht ausgelegt
- W3C: “Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2”, Recommendation vom 12.12.2024, w3.org/TR/WCAG22/ (abgerufen 16.08.2026) – Erfolgskriterium 1.4.3 mit einem Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 samt Ausnahmen, drei Konformitätsstufen A, AA und AAA, sowie die Aussage, dass prüfbare Erfolgskriterien für Beschaffung, Regulierung und Verträge bereitgestellt werden. Quellentyp: Normungsgremium, keine kommerzielle Interessenlage. Eine Gesamtzahl der Erfolgskriterien wird hier nicht genannt, da nicht verifiziert
- Google / web.dev: “Web Vitals”, web.dev/articles/vitals (abgerufen 16.08.2026) – Schwellenwerte LCP 2,5 Sekunden, INP 200 Millisekunden, CLS 0,1, jeweils bezogen auf das 75. Perzentil der Seitenaufrufe, segmentiert nach Mobil- und Desktopgeräten. Quellentyp: Anbieterdokumentation mit Eigeninteresse, Google definiert diese Werte selbst und nutzt sie im eigenen Ökosystem; kein neutraler Standard. Eine Wirkung auf Rankings wird hier nicht behauptet
- WebAIM: “The WebAIM Million”, webaim.org/projects/million (Durchlauf Februar 2026, abgerufen 16.08.2026) – wörtlich “95.9% of home pages had detected WCAG 2 failures”, durchschnittlich 56,1 Fehler pro Seite, häufigste Fehlerarten Low contrast text 83,9 Prozent, fehlende Alternativtexte 53,1 Prozent, fehlende Formularbeschriftungen 51 Prozent; Selbsteinschränkung im Wortlaut: “not all conformance failures can be automatically detected”. Methodik: 1 Million Startseiten, Auswahl über das Tranco-Ranking, Messung mit der WAVE-Engine am gerenderten DOM. Quellentyp: gemeinnützige Einrichtung an der Utah State University mit offengelegter Methodik; mittelbares Interesse, da auch kostenpflichtige Barrierefreiheits-Dienstleistungen angeboten werden. Eine Übertragung auf deutsche Mittelstandsseiten ist damit nicht belegt
Du hast ein Angebot vorliegen und weißt nicht, was darin fehlt?
Wir sagen dir, welcher Zuschnitt gemeint ist, welche Posten nicht aufgeführt sind und was der Betrieb im zweiten Jahr kostet.
