Du verkaufst an Geschäftskunden und fragst dich, ob Shopify das kann? Die kurze Antwort: Ja – aber der Weg dahin hängt stark von deinem Budget, deiner Unternehmensgröße und deinen Anforderungen ab. In diesem Guide zeigen wir dir als Shopify Agentur alle Optionen, die echten Kosten und die typischen Fehler, die wir bei B2B-Projekten sehen.
Kurzantwort: Shopify B2B funktioniert über drei Wege: B2B-Apps auf jedem Shopify-Plan (ab 36 €/Monat), ein separater Großhandel-Shop oder die native B2B-on-Shopify-Funktion in Shopify Plus (ab 2.300 $/Monat). Für die meisten KMU ist der App-basierte Ansatz der beste Einstieg – Shopify Plus lohnt sich erst ab ca. 500.000 € Jahresumsatz im B2B.
Was ist Shopify B2B? Die Unterschiede zu B2C
Bevor wir in die Shopify B2B Umsetzung einsteigen, klären wir kurz die Grundlagen. Im B2C (Business-to-Consumer) verkaufst du direkt an Endverbraucher – Bruttopreise, einzelne Produkte, PayPal-Checkout. Im B2B (Business-to-Business) gelten für deinen Shopify B2B Shop andere Spielregeln.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
| Kriterium | B2C | B2B |
|---|---|---|
| Preisanzeige | Bruttopreise inkl. MwSt. | Nettopreise zzgl. MwSt. |
| Bestellmengen | Einzelstücke | Größere Mengen, Staffelpreise |
| Zahlungsmethoden | Sofortzahlung (PayPal, Kreditkarte) | Kauf auf Rechnung, 30/60/90 Tage Zahlungsziel |
| Kundenbeziehung | Einmalkauf häufig | Langfristig, wiederkehrende Bestellungen |
| Preisgestaltung | Einheitspreis | Kundenspezifische Preise, Rabattgruppen |
| Registrierung | Optional | Oft Pflicht (Gewerbenachweis) |
| Mindestbestellwert | Keiner | Häufig definiert |
Das bedeutet: Ein Standard-Shopify-Shop ist erstmal auf B2C ausgelegt. Für einen vollwertigen Shopify B2B Shop musst du entweder nachrüsten oder die richtige Shopify-Edition wählen.
Shopify B2B Features 2026: Was Shopify nativ kann
Shopify hat in den letzten Jahren massiv in Shopify B2B Features investiert. Allerdings sind die meisten nativen Funktionen an Shopify Plus gebunden. Hier der aktuelle Stand der Shopify B2B Funktionen:
B2B-Funktionen in Shopify Plus (nativ)
- Unternehmensverwaltung: Firmenkonten mit mehreren Standorten und Einkäufern anlegen
- Kundenspezifische Preislisten: Individuelle Preise pro Unternehmen oder Kundengruppe
- Zahlungsbedingungen (Payment Terms): Netto 30, 60 oder 90 Tage – direkt im Checkout
- Mengenregeln (Quantity Rules): Mindestbestellmengen, Staffelpreise, Verpackungseinheiten
- Draft Orders: Bestellentwürfe erstellen und als Angebot an den Kunden senden
- B2B-Checkout: Separater Checkout-Flow für Geschäftskunden mit Netto-Preisen und PO-Nummern
- Katalogverwaltung: Unterschiedliche Produktkataloge für verschiedene Kundengruppen
- API-Zugang: Umfangreiche B2B-APIs für Custom-Integrationen
B2B-Funktionen in Standard-Shopify-Plänen
Die regulären Shopify-Pläne (Basic, Shopify, Advanced) bieten keine nativen B2B-Features. Du brauchst zwingend Apps oder Workarounds:
- Keine Nettopreis-Anzeige von Haus aus
- Keine kundenspezifischen Preise
- Keine Zahlungsziele im Checkout
- Keine Unternehmensverwaltung
Praxis-Tipp: Lass dich von fehlenden nativen Features nicht abschrecken. Mit den richtigen Apps kannst du auch auf einem Standard-Plan einen funktionierenden B2B-Shop aufbauen – oft reicht das für den Einstieg völlig aus.
3 Wege zum Shopify B2B Shop
Aus unserer Erfahrung als Shopify Agentur gibt es drei bewährte Wege, einen Shopify B2B Shop umzusetzen. Jeder hat seine Berechtigung – welcher für dich passt, hängt von deinem Use Case ab.
Weg 1: B2B-Apps auf Standard-Shopify
Für wen: Einsteiger, kleine bis mittlere B2B-Umsätze, Unternehmen die B2B zusätzlich zum B2C anbieten wollen.
Du nutzt deinen bestehenden Shopify-Shop und erweiterst ihn mit spezialisierten B2B-Apps. Diese Apps ergänzen Funktionen wie Nettopreise, Staffelrabatte, Kundengruppenpreise und Kauf auf Rechnung.
Vorteile:
- Geringste Einstiegskosten (Shopify-Plan + App-Gebühren)
- Schnelle Umsetzung (Tage statt Wochen)
- B2B und B2C in einem Shop möglich
- Flexibel erweiterbar
Nachteile:
- Abhängigkeit von Drittanbieter-Apps
- Nicht alle B2B-Anforderungen lassen sich nahtlos abbilden
- Bei vielen Apps kann die Geschwindigkeit leiden
- Kein nativer B2B-Checkout
Weg 2: Separater B2B-Shop
Für wen: Unternehmen mit sehr unterschiedlichen B2B- und B2C-Anforderungen, komplexe Preisstrukturen.
Du betreibst zwei getrennte Shopify-Shops – einen für Endkunden und einen exklusiv für Geschäftskunden. Der B2B-Shop kann passwortgeschützt sein und komplett auf Großhandel ausgerichtet werden.
Vorteile:
- Klare Trennung der Zielgruppen
- Individuelles Design und UX für B2B
- Kein Risiko, dass B2C-Kunden B2B-Preise sehen
- Volle Kontrolle über den B2B-Katalog
Nachteile:
- Doppelter Verwaltungsaufwand (zwei Shops pflegen)
- Doppelte Kosten (zwei Shopify-Abos)
- Inventarsynchronisierung nötig
- Kompliziertere Logistik
Weg 3: Shopify Plus mit nativer B2B-Funktion
Für wen: Mittlere bis große Unternehmen mit signifikantem B2B-Umsatz, komplexe Anforderungen.
Mit Shopify Plus nutzt du die eingebaute „B2B on Shopify”-Funktionalität. Das ist die professionellste Lösung – du bekommst alles aus einer Hand, ohne App-Abhängigkeiten.
Vorteile:
- Vollständige B2B-Funktionalität nativ integriert
- B2B und B2C im selben Shop (Blended Store)
- Keine Drittanbieter-Apps für Kernfunktionen nötig
- Dedicated Account Manager von Shopify
- Erweiterte API und Shopify Functions
Nachteile:
- Mindestens 2.300 $/Monat (3-Jahresvertrag)
- Lohnt sich erst ab ca. 500.000 € B2B-Jahresumsatz
- Höherer Implementierungsaufwand
- Langfristige Vertragsbindung
Welcher Weg passt zu dir?
| Kriterium | App-basiert | Separater Shop | Shopify Plus |
|---|---|---|---|
| Monatliche Kosten | 36-384 € + Apps | 2x 36-384 € | ab 2.300 $ |
| Setup-Zeit | 1-2 Wochen | 3-6 Wochen | 4-12 Wochen |
| B2B-Umsatz | < 200.000 €/Jahr | Variabel | > 500.000 €/Jahr |
| Komplexität | Niedrig | Mittel | Hoch |
| Skalierbarkeit | Begrenzt | Mittel | Sehr hoch |
| B2B + B2C kombiniert | Ja (ein Shop) | Nein (getrennt) | Ja (Blended) |
Shopify B2B Kosten: Was du wirklich zahlst
Transparenz bei den Kosten – das fehlt den meisten Ratgebern. Hier eine ehrliche Aufstellung für alle drei Wege. Wenn du eine ausführlichere Aufschlüsselung aller Shopify-Pläne brauchst, findest du die in unserem Shopify Kosten Guide.
Weg 1: App-basierter B2B-Shop
| Kostenposition | Monatlich | Jährlich |
|---|---|---|
| Shopify Basic Plan | 36 € | 432 € |
| B2B-App (z.B. Wholesale Pricing) | 15-50 € | 180-600 € |
| Netto-Preis-App | 5-15 € | 60-180 € |
| Kauf-auf-Rechnung (Billie/Mollie) | variabel | variabel |
| Gesamt (ohne Transaktionsgebühren) | 56-101 € | 672-1.212 € |
Weg 2: Separater B2B-Shop
| Kostenposition | Monatlich | Jährlich |
|---|---|---|
| 2x Shopify Basic Plan | 72 € | 864 € |
| Inventar-Sync-App | 20-50 € | 240-600 € |
| B2B-Apps | 15-50 € | 180-600 € |
| Gesamt | 107-172 € | 1.284-2.064 € |
Weg 3: Shopify Plus
| Kostenposition | Monatlich | Jährlich |
|---|---|---|
| Shopify Plus | ab 2.300 $ (~2.150 €) | ab 25.800 € |
| Implementierung (einmalig) | – | 5.000-25.000 € |
| Custom Development | variabel | variabel |
| Gesamt im ersten Jahr | – | ab 30.800 € |
Unsere Einschätzung: Für die meisten Unternehmen, die mit B2B starten, ist Weg 1 der klügste Einstieg. Du testest den Markt mit überschaubarem Investment. Erst wenn dein B2B-Umsatz signifikant wächst und du an App-Grenzen stößt, lohnt sich der Umstieg auf Shopify Plus.
Die besten Shopify B2B Apps 2026
Apps sind das Rückgrat jedes Shopify B2B Shops auf Standard-Plänen. Hier die Shopify B2B Apps, die wir aus der Praxis empfehlen können:
Für kundenspezifische Preise & Staffelrabatte
Wholesale Pricing Discount (B2B) – ab 19,99 $/Monat
Erlaubt dir, verschiedene Rabattgruppen anzulegen und bestimmten Kunden automatisch Großhandelspreise anzuzeigen. Einfach zu konfigurieren, gute Shopify-Integration.
Volume & Discounted Pricing by Bold – ab 19,99 $/Monat
Staffelpreise, Mengenrabatte und „Kauf X, bekomm Y”-Angebote. Besonders gut für Produkte mit hoher Stückzahl-Varianz.
Für Netto-Preise & Steueranzeige
Exemptify – ab 4,99 $/Monat
Zeigt registrierten B2B-Kunden automatisch Nettopreise an, während B2C-Kunden weiterhin Bruttopreise sehen. Leichtgewichtig und zuverlässig.
Für B2B-Bestellformulare
Wholesale Order Form & ReOrder – ab 12,99 $/Monat
Schnellbestellformular, das B2B-Kunden lieben: Alle Produkte auf einer Seite, Mengen eingeben, bestellen. Kein lästiges Durchklicken von Produktseiten.
Für Kundenzugang & Registrierung
Locksmith – ab 12 $/Monat
Sperrt bestimmte Produkte, Kollektionen oder Seiten hinter Passwörtern oder Kundengruppen-Tags. Perfekt um B2B-Bereiche nur für registrierte Geschäftskunden zugänglich zu machen.
Helium Customer Fields – ab 12 $/Monat
Erweitert das Registrierungsformular um Felder wie USt-IdNr., Firmenname, Gewerbenachweis. Wichtig für die B2B-Kundenqualifizierung.
Für Kauf auf Rechnung
Billie oder Mollie – transaktionsbasiert
Bieten Kauf auf Rechnung mit Zahlungsziel für Geschäftskunden. Billie ist spezialisiert auf B2B und macht eine Echtzeitprüfung der Bonität.
Shopify B2B Schritt für Schritt einrichten
Hier ein konkreter Fahrplan, wie du deinen Shopify B2B-Shop aufsetzt – am Beispiel des App-basierten Ansatzes (Weg 1):
Schritt 1: Shopify-Plan wählen
Starte mindestens mit dem Shopify Basic Plan (36 €/Monat). Wenn du die professionelleren Reportings brauchst, nimm den Shopify-Plan (105 €/Monat). Eine Übersicht aller Pläne findest du in unserem Artikel zu Shopify-Kosten.
Schritt 2: Theme anpassen
Wähle ein Theme das zu B2B passt – cleanes Design, schnelle Ladezeiten, gute Produktfilter. Dawn (kostenfrei) oder Prestige (Premium) funktionieren gut. Achte auf eine klare Navigation für Großbestellungen.
Schritt 3: Produkte anlegen
Lege deine Produkte mit allen B2B-relevanten Informationen an: Artikelnummern, Verpackungseinheiten, Mindestbestellmengen. Nutze Tags wie „b2b” oder „wholesale” für die spätere Filterung.
Schritt 4: B2B-Apps installieren
Installiere die Apps, die du brauchst – mindestens eine für Staffelpreise und eine für die B2B-Kundenregistrierung. Teste jede App gründlich, bevor du live gehst.
Schritt 5: Kundengruppen einrichten
Definiere deine B2B-Kundengruppen (z.B. nach Rabattstufe: Silber, Gold, Platin) und weise ihnen die entsprechenden Preise zu.
Schritt 6: Zahlungsmethoden konfigurieren
Richte Kauf auf Rechnung (über Billie oder Mollie) ein. B2B-Kunden erwarten Zahlungsziele – ohne diese Funktion verlierst du Aufträge.
Schritt 7: Registrierungsprozess bauen
Erstelle einen B2B-Registrierungsprozess mit Helium Customer Fields. Fordere USt-IdNr., Handelsregisternummer und Firmenanschrift an. So stellst du sicher, dass nur echte Geschäftskunden Zugang bekommen.
Schritt 8: Testen und optimieren
Bestelle selbst als Testkunde, prüfe die Preisanzeige, die Zahlungsoptionen und den gesamten Checkout-Flow. Erst wenn alles sauber läuft, gehst du live.
B2B-Zahlungsmethoden auf Shopify
Zahlungsmethoden sind im B2B einer der größten Conversion-Hebel. Während B2C-Kunden PayPal und Kreditkarte gewohnt sind, erwarten Geschäftskunden andere Optionen:
Kauf auf Rechnung – der Standard im deutschen B2B. Dein Kunde bestellt, erhält die Ware und zahlt innerhalb von 30 Tagen. Über Anbieter wie Billie oder Mollie lässt sich das auch auf Shopify abbilden – inklusive Bonitätsprüfung und Zahlungsgarantie.
Vorkasse / Überweisung – klassisch und simpel. Der Kunde überweist vor Lieferung. Kein Risiko für dich, aber höhere Abbruchquoten im Checkout.
SEPA-Lastschrift – beliebt bei wiederkehrenden Bestellungen. Der Betrag wird automatisch abgebucht. Ideal für Kunden mit regelmäßigem Bestellrhythmus.
Kreditkarte – auch im B2B zunehmend akzeptiert, besonders bei internationalen Kunden.
Praxis-Tipp: Biete mindestens Kauf auf Rechnung und Vorkasse an. In der Praxis sehen wir, dass Shops ohne Rechnungskauf bis zu 40 % der B2B-Warenkörbe verlieren. Das ist der wichtigste Hebel für deine B2B-Conversion.
ERP- und CRM-Integration für deinen B2B-Shop
Im B2B ist der Shop selten eine Insel. Die meisten Unternehmen brauchen eine Anbindung an bestehende Systeme:
ERP-Integration (z.B. SAP, DATEV, Xentral, Billbee)
Synchronisiert Bestände, Preise und Bestellungen zwischen deinem Shop und deiner Warenwirtschaft. Ohne ERP-Anbindung pflegst du alles doppelt – das skaliert nicht.
CRM-Integration (z.B. HubSpot, Salesforce, Pipedrive)
Verknüpft Kundendaten aus dem Shop mit deinem Vertrieb. So weiß dein Sales-Team, welcher Kunde was bestellt hat und wann ein Nachfass-Anruf sinnvoll ist.
Wichtige Fragen vor der Integration:
- Bietet mein ERP eine Shopify-Schnittstelle oder brauche ich Middleware?
- Sollen Preise im ERP oder in Shopify gepflegt werden (Single Source of Truth)?
- Wie werden Retouren und Gutschriften synchronisiert?
- Brauche ich Echtzeit-Sync oder reicht ein täglicher Abgleich?
Shopify Plus bietet hier deutlich mehr Möglichkeiten über die erweiterte API und Shopify Flow. Auf Standard-Plänen bist du auf Apps wie Xentral, Billbee oder Zapier angewiesen.
Typische Fehler beim Shopify B2B Shop
In unseren Shopify B2B Kundenprojekten sehen wir immer wieder dieselben Stolpersteine. Hier die häufigsten – und wie du sie vermeidest:
Fehler 1: Bruttopreise im B2B-Shop anzeigen
Geschäftskunden wollen Nettopreise sehen. Wer Bruttopreise anzeigt und erst im Checkout die MwSt. abzieht, sorgt für Verwirrung und Vertrauensverlust. Lösung: Exemptify oder eine ähnliche App von Anfang an einrichten.
Fehler 2: Keinen separaten B2B-Registrierungsprozess
Einfach den normalen Shopify-Login nutzen und B2B-Kunden manuell freischalten? Das funktioniert bei 10 Kunden. Bei 100 wird es zum Albtraum. Lösung: Automatisierter Registrierungsprozess mit Gewerbenachweis.
Fehler 3: Zahlungsziele vergessen
Viele machen den Shop live und bieten nur Kreditkarte und PayPal an. B2B-Kunden brauchen Kauf auf Rechnung. Das ist kein Nice-to-have – es ist ein Dealbreaker.
Fehler 4: Keine Mindestbestellmengen definieren
Wenn ein Geschäftskunde einzelne Stücke zum Großhandelspreis bestellen kann, stimmt deine Marge nicht mehr. Setze von Anfang an Mindestbestellmengen und Verpackungseinheiten.
Fehler 5: ERP-Anbindung auf „später” verschieben
Manuelle Datenpflege in Shop und ERP parallel? Spätestens bei 50 Bestellungen pro Woche bricht das zusammen. Plane die ERP-Integration von Beginn an mit ein – auch wenn es am Anfang mehr kostet.
Shopify B2B Marketing: So gewinnst du Geschäftskunden
Ein Shopify B2B Shop ohne Marketingstrategie ist wie ein Laden ohne Schild. B2B-Marketing funktioniert anders als B2C – hier die wichtigsten Kanäle:
LinkedIn als Hauptkanal
Im B2B ist LinkedIn der wichtigste Social-Media-Kanal. Teile Branchenwissen, zeige Fallstudien und baue Beziehungen auf. Organische Reichweite funktioniert hier noch erstaunlich gut.
Content Marketing & SEO
Schreibe Ratgeber, Vergleichsartikel und Branchenanalysen, die deine Zielgruppe bei Google findet. Genau das, was wir bei Ostend Digital für unsere Kunden umsetzen – und was du gerade liest. Guter Content zieht B2B-Kunden an, die aktiv nach Lösungen suchen.
E-Mail-Marketing mit Segmentierung
Baue eine E-Mail-Liste auf und segmentiere nach Branche, Bestellvolumen und Interessen. Personalisierte Newsletter mit Neuheiten, Mengenrabatten und exklusiven Angeboten binden Bestandskunden.
Account-Based Marketing (ABM)
Identifiziere deine Wunschkunden und sprich sie gezielt an – über LinkedIn Ads, personalisierte Landing Pages oder Direct Outreach. ABM hat im Shopify B2B Kontext hohe Conversion-Raten, weil du deine Ressourcen auf die wertvollsten Prospects konzentrierst.
Praxis-Tipp: Kombiniere SEO und LinkedIn. Schreibe einen ausführlichen Shopify B2B Ratgeber (wie diesen hier), teile die Kernaussagen als LinkedIn-Posts und leite interessierte Kontakte auf deinen Shop. Das ist der effizienteste B2B-Marketing-Funnel, den wir kennen.
Shopify B2B vs. Alternativen: Lohnt sich Shopify?
Shopify ist nicht die einzige Option für B2B. Ein kurzer Vergleich mit den gängigsten Alternativen:
| Kriterium | Shopify (+ Apps) | Shopify Plus | WooCommerce B2B | Shopware B2B |
|---|---|---|---|---|
| Einstiegskosten | ab 50 €/Monat | ab 2.300 $/Monat | ab 30 €/Monat (Hosting) | ab 0 € (Open Source) |
| Hosting | Inklusive (Cloud) | Inklusive (Cloud) | Selbst (oder Managed) | Selbst (oder Cloud) |
| B2B-Funktionen | Per App | Nativ | Per Plugin | Nativ (Enterprise) |
| Skalierbarkeit | Gut | Sehr gut | Mittel | Gut |
| Wartungsaufwand | Gering | Gering | Hoch | Mittel-Hoch |
| Ökosystem/Apps | Sehr groß | Sehr groß | Groß | Mittel |
| Geeignet für | KMU, Einsteiger | Enterprise | Technik-affine Teams | DACH-Markt |
Wenn dich der Vergleich mit Shopware genauer interessiert, lies unseren ausführlichen Shopify vs. Shopware Vergleich.
Für einen breiteren Überblick über alle Plattformen empfehlen wir unseren E-Commerce Plattformen Vergleich.
Unser Fazit: Shopify ist die beste Wahl, wenn du einen wartungsarmen, skalierbaren B2B-Shop willst, der schnell live geht. WooCommerce ist günstiger, aber du brauchst technisches Know-how. Shopware ist stark im DACH-Raum, aber aufwändiger in der Pflege.
Fazit: Lohnt sich Shopify für B2B?
Ja – mit der richtigen Strategie. Ein Shopify B2B Shop ist 2026 eine ernsthafte Option für Unternehmen jeder Größe. Der Schlüssel liegt in der Wahl des richtigen Ansatzes:
- Einsteiger und KMU: Starte mit einem Standard-Shopify-Plan und B2B-Apps. Investition: unter 100 €/Monat. Du testest den Markt, ohne dich zu überfordern.
- Wachsende Unternehmen: Wenn du über 500.000 € B2B-Jahresumsatz generierst, wird Shopify Plus interessant. Die nativen B2B-Features sparen dir App-Kosten und bieten eine sauberere Lösung.
- Enterprise: Shopify Plus mit Custom-Entwicklung und ERP-Integration. Hier spielt Shopify seine Stärke als skalierbare Cloud-Plattform voll aus.
Der häufigste Fehler? Zu groß denken. Starte lean, validiere deinen B2B-Kanal und skaliere dann. Genau dabei unterstützen wir unsere Kunden als Shopify Agentur – von der Konzeption bis zum Launch.
Du planst einen Shopify B2B-Shop oder willst deinen bestehenden Shop um B2B erweitern? Dann sprich uns an – wir beraten dich ehrlich, welcher Weg für dein Unternehmen der richtige ist.
FAQ: Häufige Fragen zu Shopify B2B
Kann man mit Shopify einen B2B-Shop betreiben?
Ja. Auf Standard-Plänen über B2B-Apps (Wholesale Pricing, Exemptify, Locksmith), auf Shopify Plus über die native B2B-on-Shopify-Funktion. Beide Wege funktionieren – der Unterschied liegt in der Tiefe der Integration und den Kosten.
Was kostet ein Shopify B2B-Shop?
Zwischen 56 € und über 2.300 € pro Monat, je nach Ansatz. Ein App-basierter B2B-Shop auf Shopify Basic kostet ca. 56-100 €/Monat. Shopify Plus startet bei 2.300 $/Monat. Dazu kommen einmalige Implementierungskosten von 2.000-25.000 €.
Brauche ich Shopify Plus für B2B?
Nicht zwingend. Für den Einstieg und kleine bis mittlere B2B-Umsätze reichen Apps auf einem Standard-Plan. Shopify Plus wird dann sinnvoll, wenn du kundenspezifische Preislisten, native Zahlungsziele und eine saubere B2B/B2C-Trennung im selben Shop brauchst.
Welche Shopify B2B Apps sind die besten?
Unsere Top-Empfehlungen: Wholesale Pricing Discount (Staffelpreise), Exemptify (Nettopreise), Locksmith (Kundenzugang), Helium Customer Fields (B2B-Registrierung), Billie (Kauf auf Rechnung). Die genaue Auswahl hängt von deinen Anforderungen ab.
Kann ich B2B und B2C in einem Shopify-Shop kombinieren?
Ja – entweder über Apps auf Standard-Shopify (registrierte B2B-Kunden sehen andere Preise) oder über die Blended-Store-Funktion in Shopify Plus. Die sauberste Lösung bietet Shopify Plus, da B2B- und B2C-Bestellungen nativ getrennt verwaltet werden.
