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Website Relaunch 2026: Der komplette Leitfaden in 8 Schritten

Webdesign

Geschrieben von:

Pascal Cabitza

Veröffentlicht am:

7. August 2026

Website Relaunch Planung: Flat-Lay mit Wireframe-Sketch, Sticky Notes und Laptop auf Marmor-Schreibtisch

Ein Website Relaunch ist eines der riskantesten und gleichzeitig chancenreichsten Projekte, das ein Unternehmen digital anstoßen kann. Machst du es richtig, gewinnst du Ladezeit, Rankings und Conversions gleichzeitig dazu. Machst du es falsch, verlierst du innerhalb weniger Tage Jahre an SEO-Aufbauarbeit — und das passiert häufiger, als viele glauben. Wer eine Website relaunchen will, braucht deshalb keinen “wir machen mal was Neues”-Ansatz, sondern einen strukturierten Fahrplan.

Dieser Leitfaden zeigt dir genau diesen Fahrplan: 8 klar definierte Schritte, von der IST-Analyse über SEO-Absicherung bis zum Go-Live und der Optimierung danach. Dazu eine Website Relaunch Checkliste zum Abhaken, eine ehrliche Kosten-Übersicht für 2026 und die häufigsten Fehler, die wir in eigenen Projekten und bei Kunden immer wieder sehen.

Kurzantwort: Was ist bei einem Website Relaunch am wichtigsten?

Ein Website Relaunch gelingt, wenn du vor dem Design-Kickoff eine SEO-Bestandsaufnahme machst, jede alte URL sauber auf die neue Struktur per 301 Redirect umleitest und den Launch technisch (Core Web Vitals, Tracking, Formulare) vollständig testest, bevor die neue Website live geht.

📌 Für wen ist das relevant: Für Unternehmen, deren Website veraltet ist, schlecht konvertiert oder technisch an Grenzen stößt und die einen Relaunch planen, ohne bestehende Rankings zu verlieren.

  • ✅ Ohne 301-Redirect-Mapping verlierst du Rankings und Linkjuice unwiederbringlich
  • ✅ SEO gehört in die Konzeptphase, nicht erst kurz vor dem Go-Live
  • ✅ Ein Soft-Launch mit Monitoring-Phase verhindert böse Überraschungen

Was ist ein Website Relaunch — und wann ist er nötig?

Ein Website Relaunch ist die grundlegende Neugestaltung einer bestehenden Website — technisch, gestalterisch oder inhaltlich, meist alle drei zusammen. Der Unterschied zu einem einfachen Redesign: Beim Relaunch ändern sich in der Regel auch Struktur, Technologie-Stack und teilweise die URLs. Genau das macht ihn SEO-technisch heikel.

Nicht jede Website muss relaunchen. Aber es gibt klare Signale, an denen du erkennst, dass eine Neugestaltung überfällig ist:

  • 🚩 Die Website ist älter als 5-6 Jahre und wirkt technisch wie optisch veraltet
  • 🚩 Mobile Nutzer brechen deutlich häufiger ab als Desktop-Nutzer
  • 🚩 Core Web Vitals liegen im roten Bereich (Ladezeit, Layout-Shifts)
  • 🚩 Das CMS lässt sich nicht mehr sinnvoll pflegen oder erweitern
  • 🚩 Die Seitenarchitektur ist über Jahre “gewachsen” statt geplant
  • 🚩 Rebranding, neue Produktlinien oder Fusion machen die alte Struktur obsolet
  • 🚩 Conversion Rate stagniert trotz stabilem Traffic

Wenn zwei oder mehr dieser Punkte zutreffen, lohnt sich ein strukturierter Relaunch-Prozess. Wichtig dabei: Ein Website Relaunch ist kein reines Design-Projekt. Er berührt SEO, Content, Technik, Tracking und Vertrieb gleichzeitig — deshalb braucht er eine Projektstruktur, die alle diese Ebenen einbezieht, nicht nur die Optik.

💡 Merke: Ein Website Relaunch ist immer auch ein SEO-Projekt. Wer die Suchmaschinen-Perspektive erst nach dem Design-Kickoff einbezieht, plant rückwärts — und riskiert Rankingverluste, die Monate zum Wiederaufbau brauchen.

Ob du von “Relaunch Website”, “Homepage Relaunch” oder “Neugestaltung” sprichst — gemeint ist im Kern immer dasselbe Projekt: eine bestehende Web-Präsenz wird durch eine neue Version ersetzt, ohne bei null anzufangen. Genau das unterscheidet den Relaunch von einer komplett neuen Website für ein neu gegründetes Unternehmen, bei der es keine Historie zu schützen gibt.

In der Praxis nutzen Unternehmen und Suchende dabei ganz unterschiedliche Begriffe: Manche sagen “wir wollen unsere Website überarbeiten”, andere sprechen von einem “Webseiten Relaunch”, wieder andere schlicht von “Web Relaunch” oder wollen ihre “Relaunch Homepage” planen. Die Begriffe unterscheiden sich vor allem im Anlass — ein technisch motivierter Neustart (veraltetes CMS, fehlende Mobile-Optimierung) vs. inhaltlich getriebene Anpassungen. Für die Planung macht das kaum einen Unterschied: Der 8-Schritte-Prozess in diesem Leitfaden gilt für jede Ausprägung, ob kleine Homepage für ein lokales Unternehmen oder komplexer B2B-Auftritt mit mehreren hundert Unterseiten.

Website Relaunch, Redesign und Migration im Vergleich
Begriff Was ändert sich typischerweise SEO-Risiko
Redesign / Website überarbeiten Optik, teils Content — URLs bleiben meist gleich Niedrig
Website Relaunch / Web Relaunch Design, Struktur, oft Technik und URLs Hoch — ohne Redirect-Mapping
Domain-Migration Domainwechsel zusätzlich zur Struktur Sehr hoch — zusätzliche Signalübertragung nötig

Website Relaunch in 8 Schritten — der Fahrplan

Die folgenden 8 Schritte bilden den roten Faden für jeden professionellen Website Relaunch — unabhängig davon, ob du eine kleine Unternehmensseite oder einen komplexen B2B-Auftritt mit mehreren hundert URLs überarbeitest.

Die 8 Phasen eines Website Relaunch im Überblick
Phase Fokus Typische Dauer
1. IST-Analyse & Ziele Bestandsaufnahme, KPIs, Zielgruppen 1-2 Wochen
2. Konzept & Architektur Sitemap, URL-Struktur, Navigation 2-3 Wochen
3. Design & UX Wireframes, Design-System, Prototyp 3-5 Wochen
4. Content & Migration Texte, Bilder, Altdaten übernehmen 3-6 Wochen
5. SEO-Absicherung 301 Redirects, Meta-Daten, Schema parallel zu 2-6
6. Technik & Testing Entwicklung, Performance, QA 4-8 Wochen
7. Go-Live DNS, SSL, finale Checks 1 Tag + Vorlauf
8. Post-Launch Monitoring, Optimierung laufend, 4-12 Wochen intensiv

Wichtig: Diese Phasen laufen nicht strikt nacheinander. SEO etwa zieht sich als Querschnittsthema durch fast jede Phase — von der Keyword-Strategie im Konzept bis zum Redirect-Mapping kurz vor dem Launch. Wer SEO als eigenständigen letzten Schritt behandelt, hat das Projekt strukturell falsch aufgesetzt.

Schritt 1: IST-Analyse und Zieldefinition

Bevor irgendein Design-Entwurf entsteht, brauchst du eine ehrliche Bestandsaufnahme. Das ist der Unterschied zwischen einem Relaunch, der Fortschritt bringt, und einem, der nur neue Probleme unter neuer Optik verpackt.

Was in die IST-Analyse gehört:

  • ✅ Traffic-Quellen und Rankings der aktuellen Website (organisch, bezahlt, direkt)
  • ✅ Top-performende Seiten nach Traffic, Conversions und Backlinks
  • ✅ Technische Schwachstellen (Core Web Vitals, Crawling-Fehler, Mobile-Probleme)
  • ✅ Analyse der Zielgruppen und ihrer Suchintentionen
  • ✅ Wettbewerbsanalyse: Wie präsentieren sich Wettbewerber online?
  • ✅ Interne Stakeholder-Interviews (Vertrieb, Kundenservice, Geschäftsführung)

Ein vollständiges technisches SEO-Audit gehört zwingend in diese Phase. Unsere SEO Audit Checkliste mit 17 Schritten zeigt dir, welche technischen und inhaltlichen Faktoren du vor einem Relaunch prüfen solltest — von Indexierung bis Duplicate Content.

Aus der IST-Analyse leiten sich die Ziele für den Relaunch ab. Typische Zielgrößen sind mehr organischer Traffic, höhere Conversion Rate, bessere mobile Performance oder ein konsistenteres Markenbild nach einem Rebranding. Wichtig: Definiere messbare KPIs, nicht “die Seite soll moderner wirken”. Ohne Zahlen lässt sich der Erfolg des Relaunchs später nicht objektiv bewerten.

Gerade bei größeren Organisationen lohnt sich zusätzlich ein kurzer Stakeholder-Workshop, bevor die eigentliche Konzeptarbeit beginnt. Vertrieb, Kundenservice und Geschäftsführung sehen die Website oft aus unterschiedlichen Perspektiven — der Vertrieb kennt die häufigsten Kundenfragen, der Support die wiederkehrenden Missverständnisse, die Geschäftsführung die strategische Ausrichtung der nächsten Jahre. Diese Perspektiven fließen direkt in die Anforderungen an die neue Seitenarchitektur ein und verhindern, dass zentrale Bedürfnisse erst nach dem Launch auffallen, wenn Änderungen wieder Geld und Zeit kosten.

Auch die Frage, wer intern für den Relaunch verantwortlich ist, gehört in diese frühe Phase geklärt. Ein Projekt ohne klar benannten internen Owner verzögert sich fast immer — Entscheidungen zu Design, Content oder Timing brauchen eine Person, die sie final treffen kann, statt in endlosen Abstimmungsschleifen zwischen Abteilungen zu versanden.

💡 Praxis-Tipp: Exportiere vor dem Relaunch eine vollständige URL-Liste der aktuellen Website inklusive organischem Traffic pro URL (aus Search Console oder deinem SEO-Tool). Diese Liste ist die Grundlage für das spätere Redirect-Mapping in Schritt 5 — und du willst sie nicht erst suchen müssen, wenn der Launch-Termin näher rückt.

Schritt 2: Konzept und Seitenarchitektur

In dieser Phase entscheidet sich, wie die neue Website strukturiert ist — und das ist die Phase, in der die meisten SEO-Risiken entstehen oder vermieden werden. Eine neue Seitenarchitektur bedeutet fast immer neue oder veränderte URLs, und genau hier beginnt die eigentliche SEO-Arbeit beim Website Relaunch.

Zentrale Fragen in der Konzeptphase:

  1. Welche Seiten performen aktuell gut und müssen erhalten bleiben (inhaltlich wie strukturell)?
  2. Welche neue Navigationsstruktur bildet die Customer Journey am besten ab?
  3. Wie verändert sich die URL-Struktur — und was bedeutet das für bestehende Rankings?
  4. Welche Inhalte werden zusammengelegt, welche komplett neu erstellt?
  5. Wie sieht das interne Verlinkungskonzept der neuen Struktur aus?

Eine solide Keyword-Grundlage ist für die Seitenarchitektur unverzichtbar — sie entscheidet, welche Themen überhaupt eigene Seiten bekommen. Unser Leitfaden zur Keyword-Recherche in 7 Schritten zeigt dir, wie du das Suchvolumen hinter jeder geplanten Seite bewertest, bevor du sie ins Sitemap-Konzept aufnimmst.

Die Navigationslogik verdient in dieser Phase besondere Sorgfalt. Eine Hauptnavigation mit mehr als 7-8 Punkten überfordert die meisten Nutzer — besser sind klare Hauptkategorien mit sinnvoll gruppierten Unterseiten. Bei umfangreicheren Websites, etwa Onlineshops mit vielen Produktkategorien, kommen zusätzlich Breadcrumbs und facettierte Navigation ins Spiel: Filtermöglichkeiten, die selbst wieder eigene URLs erzeugen können und deshalb im SEO-Konzept mitgedacht werden müssen, damit keine unkontrollierte Zahl an dünnen, dopplten Filterseiten entsteht.

Ein weiterer Punkt, der in der Konzeptphase oft zu kurz kommt: mehrsprachige Websites. Wenn dein Relaunch auch neue Sprachversionen umfasst oder bestehende hreflang-Auszeichnungen betrifft, muss die URL-Struktur diese Sprachlogik von Anfang an sauber abbilden — nachträgliche Korrekturen an der Internationalisierung sind aufwendiger als fast jede andere Nacharbeit am Relaunch-Projekt.

💡 Merke: Jede URL-Änderung ist eine potenzielle Ranking-Verlustquelle. Plane die neue Seitenarchitektur so, dass bestehende, gut rankende URLs möglichst erhalten bleiben — oder erstelle von Anfang an eine 1:1-Zuordnung zur neuen Struktur.

Schritt 3: Design und UX

Design ist der sichtbarste Teil eines Website Relaunch — und oft der Teil, auf den sich Stakeholder-Diskussionen am meisten konzentrieren. Zu Recht: Design entscheidet über den ersten Eindruck, über Vertrauen und maßgeblich über die Conversion Rate.

Ein guter Relaunch-Design-Prozess läuft in klaren Stufen:

  • Wireframes — Struktur ohne visuelle Gestaltung, Fokus auf Informationsarchitektur
  • Design-System — Farben, Typografie, Komponenten-Bibliothek, konsistent über alle Seiten
  • High-Fidelity-Prototyp — vollständig gestaltete Schlüsselseiten zur Freigabe
  • Responsive Umsetzung — Mobile-First-Prüfung ab dem ersten Entwurf, nicht erst am Ende

Für den Bereich Webdesign selbst arbeiten wir bei Ostend Digital mit einem klar strukturierten Prozess von Zielgruppen-Definition bis zum fertigen responsiven Design — mehr dazu auf unserer Seite zur Webdesign Agentur Stuttgart.

Ein Website Relaunch ohne CRO-Perspektive verschenkt Potenzial. Jede Design-Entscheidung — von der Positionierung des Call-to-Action bis zur Formularlänge — hat messbaren Einfluss auf die Conversion Rate. Unser CRO-Leitfaden 2026 zeigt konkrete Hebel, die du direkt ins neue Design einbauen kannst, statt sie erst nach dem Launch nachzurüsten.

Auch KI-gestützte Tools verändern den Design-Prozess spürbar — von automatisierten Layoutvarianten bis zu schnelleren Iterationszyklen. Wie sich das konkret auf Relaunch-Projekte auswirkt, beschreiben wir in Content Creation mit KI.

Barrierefreiheit gehört 2026 in jedes Design-System, nicht als nachträgliche Prüfung, sondern als Grundprinzip. Ausreichende Farbkontraste, sinnvolle Alt-Texte für Bilder, eine vollständig per Tastatur bedienbare Navigation und klar erkennbare Fokuszustände sind keine Kür mehr, sondern in vielen Branchen inzwischen auch rechtlich relevant. Wer Barrierefreiheit erst nach dem Launch nachrüstet, muss meist große Teile des Frontends noch einmal anfassen — deutlich teurer, als sie von Anfang an mitzudenken.

Ein konsistentes Design-System zahlt sich zudem über den Launch hinaus aus: Wiederverwendbare Komponenten (Buttons, Cards, Formularfelder) sorgen dafür, dass neue Seiten, die nach dem Relaunch entstehen, automatisch zum bestehenden Erscheinungsbild passen — ohne dass jede neue Unterseite individuell gestaltet werden muss.

💡 Praxis-Tipp: Teste Wireframes mit echten Nutzern oder zumindest internen Kollegen aus anderen Abteilungen, bevor du ins finale Design gehst. Ein Blick von außen deckt Navigationsprobleme auf, die dem Projektteam nach Wochen im Thema nicht mehr auffallen.

Schritt 4: Content-Strategie und Migration

Content ist beim Website Relaunch oft der unterschätzte Faktor. Design und Technik bekommen die Aufmerksamkeit, während Texte “irgendwie” migriert werden — mit dem Ergebnis, dass gut rankende Inhalte in der neuen Struktur verwässert oder komplett gestrichen werden.

Drei Content-Kategorien beim Relaunch:

Für die Neuerstellung von Content lohnt sich der Einsatz von KI-Tools, allerdings mit klarer redaktioneller Kontrolle — reine KI-Texte ohne fachliche Prüfung schaden mehr, als sie helfen. Wie du KI sinnvoll in den Content-Prozess integrierst, erklären wir in Content Creation mit KI. Für die konkrete Textarbeit an einzelnen Seiten hilft unser Leitfaden SEO-Text schreiben.

Ein strukturierter Content-Audit vor der eigentlichen Migration erspart viel Nacharbeit. Dabei bewertest du jede bestehende Seite anhand weniger Kriterien: Wie viel organischen Traffic bringt sie? Wie viele externe Backlinks verweisen darauf? Wie aktuell sind die Informationen fachlich noch? Seiten mit hohem Traffic und aktuellen Inhalten werden praktisch unverändert übernommen. Seiten mit hohem Traffic, aber veralteten Informationen, werden inhaltlich aufgefrischt, ohne die URL oder das Kernthema zu verändern. Seiten mit wenig Traffic und schwacher Qualität sind Kandidaten für eine Konsolidierung mit thematisch verwandten, stärkeren Seiten.

Bei mehrsprachigen Websites kommt eine weitere Ebene hinzu: Jede Sprachversion braucht eine eigene, vollständige Content-Migration — automatisierte Übersetzung ohne redaktionelle Prüfung führt regelmäßig zu Qualitätsproblemen, die sich negativ auf Rankings und Nutzervertrauen in der jeweiligen Zielsprache auswirken.

ℹ️ Info: Content-Migration bedeutet nicht Copy-Paste. Nutze den Relaunch als Gelegenheit, Inhalte zu aktualisieren, Duplicate Content zu bereinigen und Seiten mit ähnlichem Thema zu konsolidieren — aber ändere niemals ohne Grund die Kernthemen von URLs, die aktuell gut ranken.

Schritt 5: SEO beim Website Relaunch — Rankings sichern

Das ist der Schritt, an dem die meisten Relaunch-Projekte scheitern oder brillieren. Website Relaunch SEO ist kein Nice-to-have am Ende, sondern muss von der Konzeptphase an mitgedacht werden. Die zentrale Aufgabe: sicherstellen, dass Suchmaschinen die neue Website als Fortsetzung der alten verstehen — nicht als komplett neue Domain.

SEO sollte als eigene Teilstrecke im Projektplan geführt werden, mit eigenem Zeitbudget und eigener Verantwortlichkeit — nicht als Unterpunkt der Technik-Aufgaben. In vielen Projekten, die wir begleiten, ist genau diese fehlende Eigenständigkeit die Ursache dafür, dass SEO-Anforderungen im Trubel der letzten Launch-Wochen untergehen.

Die wichtigsten SEO-Maßnahmen beim Relaunch:

301 Redirects und URL Mapping

Jede alte URL, die sich ändert, braucht einen 301 Redirect auf die passende neue URL. Das nennt sich URL Mapping: eine vollständige Tabelle, die jede alte URL genau einer neuen URL zuordnet. Ohne sauberes URL Mapping verlieren gut rankende Seiten ihre Position komplett — Google muss die Inhalte neu bewerten, teils über Wochen.

301 Redirect Checkliste für das URL Mapping beim Relaunch
Prüfpunkt Warum wichtig
Jede alte URL hat genau ein Redirect-Ziel Verhindert Redirect-Ketten und Soft-404s
Redirects sind 301 (permanent), nicht 302 Nur 301 überträgt Linkjuice vollständig
Thematisch passendes Redirect-Ziel Google bewertet Relevanz, nicht nur Weiterleitung
Keine Redirect-Ketten (A→B→C) Jede zusätzliche Weiterleitung kostet Ladezeit + Signalstärke
Redirects vor dem Go-Live getestet Fehler erst nach Launch zu finden ist teuer

Meta-Daten und strukturierte Daten übernehmen

Title-Tags, Meta-Descriptions und Schema.org-Markup gut rankender Seiten sollten in die neue Struktur übernommen und nicht ohne Anlass neu geschrieben werden. Unser Leitfaden zur technischen SEO geht im Detail auf Crawling, Indexierung und strukturierte Daten ein — alles Themen, die beim Relaunch neu geprüft werden müssen.

Neben Title und Description gehören auch Canonical-Tags, hreflang-Attribute (bei mehrsprachigen Websites) und die XML-Sitemap-Struktur auf die Prüfliste. Ein häufiger Fehler: Die neue Website übernimmt zwar Inhalte, aber die Canonical-Tags zeigen noch auf alte, mittlerweile umgeleitete URLs — das verwirrt Suchmaschinen unnötig und sollte vor dem Go-Live bereinigt sein.

Log-File-Analyse als zusätzliche Absicherung

Bei größeren Websites mit hohem SEO-Wert lohnt sich zusätzlich eine Log-File-Analyse nach dem Launch: Server-Logs zeigen, welche URLs Google tatsächlich crawlt und ob Bots auf alte, eigentlich umgeleitete Pfade stoßen, die noch nicht sauber aufgelöst sind. Das ist kein Pflichtschritt für jeden Relaunch, aber bei umfangreichen Websites mit mehrjähriger SEO-Historie eine der zuverlässigsten Methoden, um Redirect-Lücken frühzeitig zu erkennen — noch bevor sie sich in sinkenden Rankings zeigen.

Interne Verlinkung neu aufbauen

Mit der neuen Seitenarchitektur ändert sich auch die interne Verlinkung. Achte darauf, dass wichtige Seiten weiterhin ausreichend interne Links erhalten — Backlink-Power von außen kannst du nicht neu erzeugen, aber interne Linkstruktur liegt komplett in deiner Hand. Mehr zum Thema Linkaufbau in unserem Beitrag Linkbuilding für SEO-Profis sowie zu externen Signalen in Offpage SEO.

GEO — Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen mitdenken

2026 reicht klassisches SEO nicht mehr aus. Immer mehr Nutzer stellen ihre Fragen direkt an ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews statt an die klassische Suche. Ein Website Relaunch ist der ideale Zeitpunkt, um Generative Engine Optimization (GEO) mitzudenken — klare Struktur, beantwortbare Fragen, saubere Entity-Signale. Unsere GEO-Strategie 2026 und der Beitrag GEO-Optimierung für ChatGPT & Google AI zeigen, wie das konkret aussieht. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf ChatGPT SEO.

Mit dem GEO-Tool RIVO.ai lässt sich messen, wie sichtbar eine Marke aktuell in KI-Antworten ist — ein guter Ausgangspunkt vor dem Relaunch, um GEO-Ziele überhaupt zu quantifizieren. Einen kostenlosen ersten Check bietet unser Sichtbarkeitscheck.

Für lokal ausgerichtete Unternehmen gehört außerdem eine Prüfung der lokalen Sichtbarkeit dazu — unser Local SEO Guide zeigt, worauf es bei Google Business Profile, NAP-Konsistenz und lokalen Rankingfaktoren ankommt, wenn sich mit dem Relaunch auch Kontaktdaten oder Standortseiten ändern.

GEO und klassisches SEO schließen sich beim Relaunch nicht aus, sondern ergänzen sich: Eine sauber strukturierte, klar beantwortbare Seite mit eindeutigen Entity-Signalen performt in der Regel sowohl in der klassischen Google-Suche als auch in KI-generierten Antworten besser. Wer beim Relaunch also ohnehin Content überarbeitet, sollte Fragen-Antwort-Strukturen, klare Definitionen und eindeutige Fakten-Aussagen von Anfang an mitplanen — das zahlt doppelt ein, auf Rankings und auf KI-Sichtbarkeit gleichermaßen.

💡 Merke: In unseren Relaunch-Projekten bei Ostend Digital ist das Redirect-Mapping der Schritt, der am häufigsten unterschätzt wird — und der bei sauberer Umsetzung den größten Unterschied zwischen “Rankings gehalten” und “Rankings verloren” macht.

Schritt 6: Technische Umsetzung und Testing

In der technischen Umsetzungsphase entsteht die eigentliche Website — Frontend, Backend, CMS-Integration, Formulare, Tracking. Parallel dazu läuft kontinuierliches Testing, damit Fehler nicht erst nach dem Go-Live auffallen.

Zentrale technische Prüffelder:

  • ✅ Core Web Vitals (LCP, INP, CLS) auf allen Haupttemplates messen
  • ✅ Mobile Rendering auf verschiedenen Geräten und Browsern
  • ✅ Formulare, Checkout-Prozesse und Conversion-Pfade end-to-end testen
  • ✅ Tracking-Implementierung (GA4, Conversion-Tags) auf der Staging-Umgebung prüfen
  • ✅ SSL-Zertifikat, Sitemap.xml und robots.txt vorbereiten
  • ✅ Barrierefreiheit (Kontraste, Alt-Texte, Tastaturnavigation) prüfen

Core Web Vitals sind seit Jahren ein bestätigter Rankingfaktor und beeinflussen direkt, wie Nutzer die neue Website wahrnehmen. Eine Website, die technisch schneller ist als die alte, aber inhaltlich schlechter aufgebaut, gewinnt trotzdem selten — deshalb gehören Performance-Werte und Content-Qualität immer zusammen geprüft, nicht getrennt.

Für E-Commerce-Websites gelten zusätzliche technische Anforderungen — von Produktdaten-Feeds bis zu Kategorieseiten-Struktur. Unser Leitfaden E-Commerce SEO in 7 Schritten geht speziell darauf ein. Wechselt ihr im Zuge des Relaunchs zusätzlich die Shop-Plattform, lohnt sich ein Blick in unseren Beitrag zur Shopify Migration 2026 — die dort beschriebenen Prinzipien für Plattformwechsel gelten strukturell genauso für einen klassischen Website Relaunch.

Auch die Wahl des CMS gehört in diese Phase, sofern sie nicht schon im Konzept feststand. Klassische Systeme wie WordPress eignen sich für die meisten Unternehmenswebsites gut, da Redakteure ohne Entwicklerkenntnisse Inhalte pflegen können. Headless-Setups bieten mehr Flexibilität bei komplexen, mehrkanaligen Anforderungen, erfordern aber mehr Entwicklungsaufwand für jede Anpassung. Für die meisten mittelständischen Relaunch-Projekte ist ein etabliertes, gut gepflegtes CMS die pragmatischere Wahl gegenüber einer komplett individuellen Eigenentwicklung.

Sicherheit sollte in der technischen Phase nicht zur Nebensache werden: aktuelle Softwarestände, ein sauberes Rechtekonzept für Redakteure und regelmäßige Backups gehören von Anfang an in die Infrastruktur der neuen Website — nachträglich in ein laufendes System einzuziehen ist deutlich aufwendiger.

💡 Praxis-Tipp: Baue die neue Website komplett auf einer Staging-Domain mit noindex-Tag auf. So kannst du unter realen Bedingungen testen, ohne dass Suchmaschinen die unfertige Version indexieren — ein häufiger, vermeidbarer Fehler bei Zeitdruck.

Schritt 7: Go-Live und Launch-Tag

Der Launch-Tag selbst sollte keine Überraschungen bringen — wenn die vorherigen Schritte sauber gelaufen sind, ist der Go-Live ein technischer Vorgang, kein Nervenkitzel. Trotzdem lohnt sich eine feste Reihenfolge.

Empfohlener Ablauf am Launch-Tag:

  1. Letztes Backup der alten Website und Datenbank sichern
  2. Redirect-Mapping final gegen die Live-Sitemap prüfen
  3. DNS-Umstellung durchführen, SSL-Zertifikat aktivieren
  4. Sitemap.xml bei der Search Console einreichen
  5. Stichproben-Check: Top-20-URLs nach Traffic manuell öffnen und Redirects prüfen
  6. Tracking-Events (Formulare, Käufe, Leads) live verifizieren
  7. Interne Teams (Vertrieb, Support) über den Go-Live informieren

Ein oft vergessener, aber wichtiger Baustein ist der Rollback-Plan: Was passiert, wenn nach dem Go-Live ein kritischer Fehler auftritt, der sich nicht sofort beheben lässt? Ein vorbereiteter Rollback auf die alte Website (oder zumindest ein klarer Notfall-Kontakt beim Entwicklerteam) nimmt dem Launch-Tag viel von seiner Anspannung. Kommuniziere den Go-Live-Termin außerdem rechtzeitig an alle internen Teams, die mit Kunden in Kontakt stehen — nichts wirkt unprofessioneller, als wenn der Vertrieb von der neuen Website überrascht wird, während er gerade mit einem Interessenten telefoniert.

ℹ️ Info: Plane den Go-Live nach Möglichkeit nicht kurz vor einem Wochenende oder Feiertag. Sollte doch ein Problem auftreten, willst du das Entwicklerteam erreichbar haben — nicht drei Tage auf eine Lösung warten.

Schritt 8: Post-Launch — Monitoring und Optimierung

Der Go-Live ist nicht das Ende des Projekts, sondern der Beginn der intensivsten Beobachtungsphase. In den ersten 2-4 Wochen nach dem Relaunch können Google-Rankings kurzfristig schwanken — das ist normal, solange sich die Werte danach stabilisieren oder verbessern.

Was du in den ersten Wochen nach dem Relaunch beobachten solltest:

  • 📌 Crawling-Fehler und 404-Meldungen in der Search Console
  • 📌 Ranking-Entwicklung der wichtigsten Keywords (täglich in Woche 1-2, dann wöchentlich)
  • 📌 Core Web Vitals im Feld (nicht nur Labor-Messung)
  • 📌 Conversion Rate im Vergleich zur alten Website
  • 📌 Absprungrate und Verweildauer auf neu gestalteten Schlüsselseiten

Sollten Rankings über mehrere Wochen deutlich unter dem Vorwert bleiben, ist das ein Signal, dass im Redirect-Mapping oder in der Content-Migration etwas übersehen wurde — dann lohnt sich ein erneuter Blick in die SEO Audit Checkliste, diesmal als Nachkontrolle statt Vorbereitung. Guter Website Relaunch SEO zeigt sich genau in dieser Phase: nicht daran, dass am Launch-Tag alles funktioniert, sondern daran, dass sich Rankings und Traffic innerhalb weniger Wochen stabil auf oder über dem alten Niveau einpendeln.

Post-Launch ist auch der richtige Zeitpunkt, CRO-Maßnahmen datenbasiert zu verfeinern. Mit echten Nutzerdaten aus der neuen Website lassen sich A/B-Tests gezielter aufsetzen als in der reinen Konzeptphase — unser älterer CRO-Leitfaden ergänzt hier die aktuellen Empfehlungen aus Schritt 3.

Plane für die ersten drei Monate einen festen Rhythmus ein: wöchentliche Kurz-Reviews der wichtigsten KPIs in den ersten vier Wochen, danach ein Übergang auf zweiwöchentliche oder monatliche Reviews, sobald sich Rankings und Traffic stabilisiert haben. Ergänzend lohnt sich ein quartalsweiser Content-Refresh-Rhythmus: Seiten, die im Relaunch neu erstellt wurden, brauchen nach den ersten Monaten oft eine erste Nachschärfung, sobald echte Nutzerdaten und Suchanfragen aus der Search Console vorliegen, die in der reinen Planungsphase noch nicht bekannt waren.

💡 Merke: Ein Website Relaunch ist nie “fertig”. Die ersten 90 Tage nach dem Launch entscheiden oft mehr über den langfristigen Erfolg als die Monate der Vorbereitung — plane Kapazität für diese Phase fest ein.

Website Relaunch Checkliste 2026

Diese Website Relaunch Checkliste fasst die kritischsten Punkte aus allen 8 Schritten zusammen — zum schnellen Abhaken vor dem Go-Live. Nutze sie als letzte Kontrolle, bevor du die neue Website live schaltest, und nicht erst, nachdem der Termin bereits im Kalender steht — viele Punkte lassen sich nur mit ausreichend Vorlauf sauber abarbeiten.

Vor dem Projektstart:

  • ✅ IST-Analyse mit Traffic-, Ranking- und Technik-Daten abgeschlossen
  • ✅ Messbare Ziele und KPIs definiert
  • ✅ Vollständige URL-Liste mit Traffic-Daten exportiert

Konzept & Design:

  • ✅ Neue Seitenarchitektur mit URL-Struktur final abgestimmt
  • ✅ Keyword-Mapping für alle Hauptseiten erstellt
  • ✅ Design-System und Wireframes freigegeben
  • ✅ Mobile-First geprüft, nicht nur Desktop-Ansicht

Content:

  • ✅ Gut rankende Inhalte identifiziert und geschützt
  • ✅ Content-Migration abgeschlossen und Korrektur gelesen
  • ✅ Neue Inhalte für Content Gaps erstellt

SEO:

  • ✅ Vollständiges 301-Redirect-Mapping (alt → neu) erstellt
  • ✅ Meta-Daten und Schema.org-Markup übernommen bzw. aktualisiert
  • ✅ Interne Verlinkung der neuen Struktur geprüft
  • ✅ XML-Sitemap vorbereitet

Technik:

  • ✅ Core Web Vitals auf Staging gemessen und optimiert
  • ✅ Tracking (GA4, Conversion-Events) auf Staging verifiziert
  • ✅ SSL-Zertifikat vorbereitet
  • ✅ Formulare und Conversion-Pfade end-to-end getestet

Launch & danach:

  • ✅ Backup der alten Website gesichert
  • ✅ Redirects unmittelbar nach Go-Live stichprobenartig geprüft
  • ✅ Sitemap in der Search Console eingereicht
  • ✅ Monitoring-Plan für die ersten 4-12 Wochen festgelegt
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Was kostet ein Website Relaunch 2026?

Die Website Relaunch Kosten hängen stark davon ab, wie umfangreich das Projekt ist, wie viele Seiten migriert werden müssen und wer die Umsetzung übernimmt. Grob lassen sich drei Wege unterscheiden: In Eigenregie mit Homepage-Baukasten, mit Freelancern oder über eine spezialisierte Agentur.

Website Relaunch Kosten 2026 nach Umsetzungsweg
Umsetzungsweg Typische Kosten Geeignet für
DIY mit Baukasten (z. B. WordPress-Theme) 500 – 3.000 € Kleine Seiten, wenig Content, kein komplexes SEO-Risiko
Freelancer / kleines Team 3.000 – 15.000 € Mittlere Websites mit klarem Scope
Spezialisierte Agentur 15.000 – 80.000+ € Websites mit hohem SEO-Wert, komplexer Architektur, B2B-Auftritte

Diese Ranges sind bewusst breit — der entscheidende Kostentreiber ist selten das reine Design, sondern die Anzahl der zu migrierenden Seiten, die Komplexität des Redirect-Mappings und der Umfang neuer Inhalte. Eine Website mit 20 Unterseiten relaunchen kostet strukturell anders als eine mit 400 URLs und mehrjähriger SEO-Historie.

Die wichtigsten Kostentreiber im Detail:

Kostenfaktoren beim Website Relaunch — was den Preis wirklich treibt
Faktor Auswirkung auf die Kosten
Anzahl der Unterseiten Mehr Seiten = mehr Migrationsaufwand, mehr Content-Arbeit
Individuelles vs. Template-Design Individuelles Design deutlich teurer als angepasstes Theme
Umfang neuer Inhalte Neu geschriebener Content kostet mehr als reine Migration
Komplexität der Funktionen Shop, Kundenlogin, Konfiguratoren erhöhen den Aufwand deutlich
SEO-Historie der bestehenden Seite Viele bestehende Rankings erfordern sorgfältigeres, teureres Redirect-Mapping
Mehrsprachigkeit Jede zusätzliche Sprache multipliziert Content- und Testaufwand

Eine reine Firmenwebsite ohne Shop-Funktion und mit überschaubarer Seitenzahl bewegt sich meist am unteren Ende dieser Kostenspannen. Sobald Onlineshop-Funktionen, individuelle Konfiguratoren oder mehrere Sprachversionen dazukommen, steigen die Kosten spürbar — nicht wegen des Designs, sondern wegen der zusätzlichen technischen und redaktionellen Komplexität.

Wichtig für die Kalkulation: Die einmaligen Projektkosten sind nur ein Teil der Rechnung. Rechne zusätzlich mit laufenden Kosten für Hosting, Wartung, Sicherheitsupdates und kontinuierliche Content-Pflege nach dem Launch. Wer den Relaunch als reines Einmalprojekt budgetiert und die Folgekosten ignoriert, hat oft schon im ersten Jahr nach dem Launch ein Budgetproblem.

💡 Praxis-Tipp: Frage bei Angeboten explizit nach, ob SEO-Migration (Redirects, Meta-Daten, technisches Testing) im Preis enthalten ist. Günstige Design-Angebote klammern diesen Teil häufig aus — mit dem Ergebnis, dass die vermeintliche Ersparnis durch Rankingverluste nach dem Launch mehrfach aufgefressen wird.

Neben den einmaligen Kosten für den Relaunch selbst lohnt sich ein Blick auf laufende Kosten danach: Hosting, Wartung, Content-Pflege und ergänzendes Performance Marketing, um die neue Website auch aktiv zu bewerben. Mehr zur Kombination aus organischer und bezahlter Sichtbarkeit findest du auf unserer Seite zur Performance Marketing Agentur.

Häufige Fehler beim Website Relaunch

Aus eigenen Projekten und der Beobachtung vieler Relaunch-Vorhaben kristallisieren sich immer wieder dieselben Fehler heraus. Die gute Nachricht: Alle lassen sich mit dem oben beschriebenen Prozess vermeiden.

  • Kein Redirect-Mapping — die häufigste und teuerste Ursache für Rankingverluste nach dem Relaunch. Ohne 301 Redirect von jeder alten auf die passende neue URL bewertet Google jede betroffene Seite praktisch neu, oft über Wochen hinweg mit spürbaren Sichtbarkeitseinbußen.
  • SEO erst am Ende gedacht — dann ist die Seitenarchitektur oft schon fixiert und Korrekturen sind teuer. Wird die URL-Struktur ohne SEO-Beteiligung entworfen, fallen Probleme meist erst auf, wenn die Entwicklung schon weit fortgeschritten ist.
  • Gut rankender Content wird “aufgeräumt” — bestehende Texte werden ohne Datenbasis gekürzt oder gelöscht, weil sie im neuen Design “nicht mehr passen”. Ohne vorherigen Blick auf Traffic- und Rankingdaten verschwinden dabei regelmäßig genau die Absätze, die für gute Positionen verantwortlich waren.
  • Kein Staging-Test der Core Web Vitals — Performance-Probleme fallen erst live auf, wenn echte Nutzer bereits betroffen sind, statt vorher in einer kontrollierten Testumgebung behoben zu werden.
  • Tracking wird erst nach dem Launch eingerichtet — dadurch entsteht eine Datenlücke genau in der wichtigsten Vergleichsphase, und ein Vorher-Nachher-Vergleich der Website-Performance wird unnötig schwierig.
  • Launch ohne Monitoring-Plan — Probleme werden erst bemerkt, wenn Umsatz oder Anfragen bereits spürbar zurückgehen, statt in den ersten Tagen durch aktives Monitoring aufzufallen.
  • Zu enger Zeitplan — Qualitätssicherung wird unter Zeitdruck als Erstes gestrichen, obwohl gerade Testing und Redirect-Kontrolle die Phasen sind, die am meisten vor teuren Fehlern schützen.
  • Alle Entscheidungen erst kurz vor dem Launch — wenn Design, Content und Technik parallel unter Zeitdruck finalisiert werden, sinkt die Qualität jedes einzelnen Bereichs gleichzeitig, statt dass Probleme nacheinander sauber gelöst werden können.

💡 Merke: Die meisten Relaunch-Fehler sind keine Design- oder Technikfehler, sondern Prozessfehler — SEO und Content werden zu spät einbezogen. Wer die 8 Schritte in der richtigen Reihenfolge und mit ausreichend Zeit durchläuft, vermeidet die meisten davon automatisch.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

ℹ️ Die 5 wichtigsten Fragen auf einen Blick:

  • 📌 Dauer: 2-6 Monate je nach Umfang
  • 📌 Rankings: Kein zwingender Verlust bei sauberem Redirect-Mapping
  • 📌 Kosten KMU: 15.000-50.000 € realistisch
  • 📌 SEO + Design: Am besten aus einer Hand beauftragen
  • 📌 Tracking: Muss vor dem Launch auf Staging getestet sein

Wie lange dauert ein Website Relaunch?

Je nach Umfang zwischen 2 und 6 Monaten. Kleinere Websites mit klarer Struktur lassen sich in 8-10 Wochen relaunchen, komplexe B2B- oder E-Commerce-Projekte mit vielen Stakeholdern brauchen häufig 4-6 Monate von der IST-Analyse bis zum Go-Live.

Verliert man beim Website Relaunch automatisch Rankings?

Nein, nicht zwingend. Kurzfristige Schwankungen in den ersten Tagen nach dem Launch sind normal, da Google die neue Struktur neu bewertet. Mit sauberem 301-Redirect-Mapping, erhaltenem Content und technisch solider Umsetzung lassen sich Rankings meist stabil halten oder sogar verbessern.

Was ist der Unterschied zwischen Relaunch und Redesign?

Ein Redesign ändert primär die visuelle Gestaltung, oft ohne URL-Änderungen. Ein Website Relaunch geht weiter: Er umfasst häufig eine neue Seitenarchitektur, neue URLs, neue Technologie und teils neue Inhalte — und damit auch ein deutlich höheres SEO-Risiko.

Muss ich beim Relaunch alle URLs ändern?

Nein, im Gegenteil: Je mehr bestehende, gut rankende URLs unverändert bleiben können, desto geringer das SEO-Risiko. Ändere URLs nur dort, wo es strukturell notwendig ist, und leite alle geänderten URLs sauber per 301 Redirect weiter.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Website Relaunch?

Saisonal schwache Phasen des Geschäfts eignen sich am besten, da kurzfristige Ranking-Schwankungen dann geringere Auswirkungen haben. Vermeide Launches kurz vor umsatzstarken Zeiträumen wie dem Jahresendgeschäft.

Was kostet ein Website Relaunch für ein mittelständisches Unternehmen?

Für ein mittelständisches B2B- oder B2C-Unternehmen mit mehreren Dutzend Unterseiten liegen realistische Website Relaunch Kosten meist zwischen 15.000 und 50.000 €, abhängig von Content-Umfang, Individualität des Designs und Komplexität der technischen Anforderungen.

Sollte man SEO-Agentur und Webdesign-Agentur trennen oder zusammen beauftragen?

Wenn möglich, zusammen — oder zumindest eng abgestimmt. Getrennte Teams ohne gemeinsame Prozessverantwortung sind eine der häufigsten Ursachen für fehlendes Redirect-Mapping und verlorene Rankings, weil SEO-Anforderungen im Designprozess untergehen.

Muss ich beim Website Relaunch auch mein Tracking neu einrichten?

Ja, in den meisten Fällen. Neue CMS-Struktur, neue URLs und teils neue Formular-Implementierungen bedeuten, dass bestehende Tracking-Tags und Conversion-Events auf der Staging-Umgebung neu getestet und erst nach erfolgreicher Prüfung live geschaltet werden sollten — sonst entsteht direkt nach dem Launch eine Datenlücke in genau der Phase, in der belastbare Vergleichszahlen am wichtigsten sind.

Wie erkenne ich, ob mein Website Relaunch erfolgreich war?

An den vorher definierten KPIs aus Schritt 1: stabile oder verbesserte Rankings der wichtigsten Keywords nach 4-8 Wochen, verbesserte Core Web Vitals, eine höhere oder zumindest gleichbleibende Conversion Rate und ein reibungsloser technischer Betrieb ohne größere Fehlermeldungen in der Search Console.

Gilt dieser Prozess auch für eine kleine Homepage Relaunch ohne Onlineshop?

Ja, im Kern gilt der 8-Schritte-Prozess unabhängig von der Projektgröße. Bei einer kleinen Homepage Relaunch mit wenigen Unterseiten fallen einzelne Schritte schlanker aus — IST-Analyse, Redirect-Mapping und Core-Web-Vitals-Test solltest du aber auch bei einer überschaubaren Website nicht überspringen, da das SEO-Risiko unabhängig von der Seitenzahl besteht.

Fazit: Struktur schlägt Zeitdruck

Ob du das Vorhaben “Website Relaunch”, “Webseiten Relaunch” oder schlicht “Relaunch Website” nennst — der Unterschied zwischen einem Projekt, das Rankings und Umsatz nach dem Launch steigert, und einem, das sie kostet, liegt fast nie im Design. Er liegt darin, ob SEO von Anfang an mitgedacht wurde, ob das Redirect-Mapping vollständig ist und ob genug Zeit für Testing eingeplant wurde. Wer die 8 Schritte in diesem Leitfaden der Reihe nach durchläuft und die Checkliste vor dem Go-Live konsequent abarbeitet, reduziert das Risiko eines missglückten Relaunchs auf ein Minimum — unabhängig davon, ob es sich um eine schlanke Homepage Relaunch oder ein umfangreiches B2B-Projekt handelt.

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Pascal Cabitza
Pascal Cabitza ist Gründer von Ostend Digital, einer Stuttgarter Digitalagentur für messbares Wachstum. Seit 2014 hilft er Unternehmen mit Websites, Online-Shops, Ads und SEO dabei, nicht nur gut auszusehen – sondern auch gut zu verkaufen. Wenn er nicht gerade Kampagnen optimiert, tüftelt er an KI-Lösungen, die seinem Team den Alltag erleichtern.
Pascal Cabitza, Gründer von Agentur Ostend Digital
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Pascal Cabitza

Pascal Cabitza ist Gründer von Ostend Digital, einer Stuttgarter Digitalagentur für messbares Wachstum. Seit 2014 hilft er Unternehmen mit Websites, Online-Shops, Ads und SEO dabei, nicht nur gut auszusehen – sondern auch gut zu verkaufen. Wenn er nicht gerade Kampagnen optimiert, tüftelt er an KI-Lösungen, die seinem Team den Alltag erleichtern.
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